ASRock Z690M Phantom Gaming 4 aufrüsten: RAM, SSD und CPU

Aktualisiert am 27. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts

Das ASRock Z690M Phantom Gaming 4 ist ein micro-ATX-Board für Intel-Core-Prozessoren der 12., 13. und 14. Generation (LGA1700). Es nimmt DDR4-Speicher, zwei M.2 SSDs und vier SATA-Laufwerke, sodass du ein bestehendes System gut aufrüsten kannst. Zwei Dinge solltest du wissen, bevor du etwas kaufst. Erstens: Verwechsle es nicht mit dem großen ATX Z690 Phantom Gaming 4 - dieses Board hat zusätzliche PCIe- und M.2-Slots, und Teilelisten dafür passen möglicherweise nicht zu deinem System. Zweitens: ASRock hat dieses Board im August 2022 eingestellt, alles, was du findest, ist also vermutlich Altbestand-Neuware - prüfe Garantie- und Rückgabebedingungen vor dem Kauf. Eine Warnung zu Shop-Angeboten: Einige Speicher-Händler versprechen "PCIe NVMe Gen 5.0"-Unterstützung für dieses Board. Das ist nur eine generische Floskel. Das Board hat nirgends PCIe 5.0, ignoriere diese Angaben also.

Auf einen Blick

  • 4 DDR4 DIMM-Slots, bis zu 128 GB insgesamt (32 GB pro Modul)
  • Zwei M.2-Slots, beide PCIe Gen4 x4; 4 SATA3-Ports für 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-Laufwerke
  • LGA1700-Sockel für Intel Core der 12.-14. Generation; für 13./14. Generation evtl. BIOS-Update nötig
  • Kein WiFi enthalten - der Key E 2230-Slot ist leer und braucht ein Modul plus Antennen
4 x DDR4 DIMM (Dual-Channel, bis zu 128 GB)4 × DDR4 DIMM · bis zu 128 GB gesamt · 5333 MT/s
2 x M.2 (PCIe Gen4/NVMe) + 4 x SATA32 × DDR4 M.2 2242 / M.2 2280 (NVMe / SATA)
1 x LGA1700 (12th-14th Gen Intel Core)LGA1700 · Ryzen 7000
CPU · LGA17004 × DIMM · DDR4bis zu 128 GB gesamt2 x M.2 (PCIe Gen4/NVMe) + 4 xSATA32 × DDR4 M.2 2242 / M.2 2280 (NVMe /SATA)
Schema der aufrüstbaren Steckplätze (nicht maßstabsgetreu). Die genauen Positionen findest du im Benutzerhandbuch.

Lebenszyklus und Support

Nicht mehr als Neuware verkauft. Der Hersteller hat kein End-of-Support-Datum veröffentlicht.

2021202220232024202520262027Heute11 · Verfügbarkeit · 17. Dezember 202122 · Verkaufsende · August 2022
Ausgefüllte Punkte: vom Hersteller veröffentlichte Daten. Leere Punkte: Schätzungen von Drittanbietern.
MeilensteinDatum
Verfügbarkeit
Erstmals verfügbar zum Kauf.
17. Dezember 2021 Schätzung Third-party press coverage (4gamer/Guru3D announcement), not an ASRock statement; the 4gamer URL carries the exact date 2021-12-17
Quelle ↗
Verkaufsende
Wird vom Hersteller (Dell nennt dies 'End of Life', Lenovo 'Withdrawn') nicht mehr als Neuware verkauft.
August 2022 Schätzung Distributor (Ask Corp) EOL listing dated 2022/Aug, not an ASRock announcement
Quelle ↗

Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.

RAM: DDR4 in vier Slots, bis zu 128 GB

Es gibt vier 288-Pin DDR4 DIMM-Slots – Desktop-DIMMs, nicht die kurzen SO-DIMMs für Laptops. Nichts ist verlötet, alles ist also aufrüstbar. Maximal sind 32 GB pro Modul und 128 GB insgesamt möglich.

Was passt:

- Ungepufferte (unregistered) Desktop-DIMMs mit DDR4.
- Bis zu 32 GB pro Riegel, 128 GB über vier Slots.

Worauf du achten solltest:

Dual Channel braucht identische Module paarweise: verwende zwei oder vier passende Riegel. Ein oder drei Riegel laufen zwar, aber im Single Channel – das kostet dich Speicherbandbreite.

Bei der Geschwindigkeit musst du etwas aufpassen. Das Board läuft nativ mit DDR4-3200. Schnellere Kits – bis 5333 und darüber – sind Ergebnisse von XMP-Übertaktung, keine Garantie. Wie weit du kommst, hängt vom Speichercontroller deiner CPU ab. Wenn du ein schnelles Kit willst, sieh in ASRock's Memory QVL nach der genauen Modulliste und aktiviere XMP danach im BIOS.

Server-Speicher entfällt: Registered- und Buffered-DIMMs werden nicht unterstützt. ECC-UDIMMs passen physisch und laufen, aber im Non-ECC-Modus – zahl also nicht extra für ECC in der Erwartung, dass es aktiv ist.

Kauftipp: Kauf passende Kits (2 oder 4 identische Module) statt verschiedene Riegel zu mischen, und setze auf DDR4-3200 für garantierte Geschwindigkeit ohne Tuning – es sei denn, du stellst XMP-Einstellungen gern selbst ein.

Kauftipps

  • Kauf passende Kits aus 2 oder 4 identischen Modulen für Dual Channel
  • DDR4-3200 ist die sichere native Geschwindigkeit; schnellere Kits hängen von der CPU und XMP ab
  • Nur Desktop-DIMMs mit 288 Pins – SO-DIMMs und Registered-Server-Speicher passen nicht
  • Prüfe ASRock's Memory QVL nach Modulen, die mit hohen XMP-Takten validiert sind

Speicher: zwei M.2-Slots und vier SATA-Ports

Du bekommst zwei M.2-Slots (beide PCIe Gen4 x4, 64 Gb/s) sowie vier SATA3-Ports für klassische 2,5-Zoll- oder 3,5-Zoll-Laufwerke. Das Board selbst definiert keine Einbays, wie viele SATA-Laufwerke du also physisch montieren kannst, hängt von deinem Gehäuse ab. Eine Kapazitätsgrenze pro Laufwerk ist nicht dokumentiert, aktuelle Consumer-SSD-Größen sollten also einfach funktionieren. NVMe SSDs kannst du als Boot-Laufwerke einsetzen.

Die beiden M.2-Slots sind nicht identisch:

- M2_1 (an die CPU angebunden) nimmt Laufwerke der Länge 2242 oder 2280 auf und ist ausschließlich NVMe. Die Abstandshalter sind auf 2280 eingestellt; wenn du ein 2242-Laufwerk kaufst, musst du den Abstandshalter versetzen, bevor du das Laufwerk festschraubst.
- M2_2 (an den Chipsatz angebunden) nimmt nur 2280-Laufwerke auf und ist der einzige Slot für eine SATA M.2 SSD – ein SATA M.2-Laufwerk funktioniert nicht in M2_1. Außerdem ist er der einzige bestätigte Slot für Intel Optane Memory H Series: ASRock's Produktseite nennt M2_2 ausdrücklich, das Handbuch ist ungenauer und nennt Optane bei beiden Sockeln. Betrachte M2_2 als sichere Wahl.

Worauf du achten solltest:

Beide Slots sind Gen4 x4, ein PCIe 3.0-Laufwerk läuft also, aber mit seiner eigenen, langsameren Geschwindigkeit. PCIe 5.0 wird trotz anderslautender Shop-Angebote nicht unterstützt. Der kleine Key E 2230-Slot ist für ein WiFi/Bluetooth-Modul gedacht, nicht für Speicher.

Wenn du RAID willst: SATA 0/1/5/10 und NVMe 0/1/5 werden unterstützt, aber NVMe RAID 5 braucht laut ASRock's Produktseite eine zusätzliche M.2-Erweiterungskarte. Prüfe außerdem im Handbuch, ob es bei deiner BIOS-Version Konflikte durch gemeinsam genutzte SATA-Ports gibt, bevor du ein gemischtes M.2- plus SATA-Setup planst.

Kauftipp: Für das Hauptlaufwerk nimm jede NVMe Gen4 2280 SSD – die passt in beide Slots. Kauf ein SATA M.2-Laufwerk nur, wenn du es in M2_2 einbauen willst, und 2242 nur, wenn du bereit bist, den Abstandshalter zu versetzen.

Kauftipps

  • Jede NVMe Gen4 2280 SSD passt in beide M.2-Slots
  • SATA M.2-Laufwerke müssen in M2_2; M2_1 ist ausschließlich NVMe
  • 2242-Laufwerke passen erst nach Versetzen des Abstandshalters in M2_1
  • Ignoriere "PCIe 5.0 NVMe"-Angaben auf Shop-Seiten – dieses Board endet bei Gen4
  • Der Key E 2230-Slot ist für WiFi/BT, nicht für Speicher

CPU: LGA1700, Intel Core der 12. bis 14. Generation

Der Prozessor steckt in einem gesteckten LGA1700-Sockel mit Rückhalteplatte, ist also austauschbar. ASRock unterstützt 12. Generation (Alder Lake) und auch 13./14. Generation (Raptor Lake) Core-Chips, mit Intel Hybrid Technology und Turbo Boost Max 3.0. Das ist ein reiner Intel-Sockel - AMD-Prozessoren passen nicht.

Worauf du achten solltest:

Ältere Boards brauchen erst ein BIOS-Update, bevor eine CPU der 13. oder 14. Generation läuft. Eventuell musst du also zuerst einen Chip der 12. Generation einbauen (oder den Verkäufer das Board updaten lassen), um das BIOS zu flashen. Prüfe vor dem Kauf die ASRock CPU Support List für deine genaue CPU und die benötigte BIOS-Version.

Die Stromversorgung ist die zweite Grenze. Das Board nutzt ein 7-Phasen-Dr.MOS-Design und ASRock nennt keine offizielle maximale CPU-TDP. 125-W-Modelle der K-Serie laufen, die auf der Support-Liste von ASRock stehen, aber dauerhafte All-Core-Lasten bei Chips wie i9-13900K oder 14900K-Klasse belasten die Spannungsversorgung stark. Für einen High-End-Chip: Plane starke Kühlung ein und rechne damit, dass er bei langen Lasten hart arbeiten muss.

Vor dem Einbau: Prüfe die Schutzkappe (PnP-Deckel) des Sockels und suche nach verbogenen Pins; die Sockelpins sind empfindlich, Schäden sind nicht abgedeckt.

Kauftipp: Gleiche die CPU zuerst mit der ASRock CPU Support List und deiner BIOS-Version ab, und denke über einen Mittelklasse-Chip statt i9 nach, es sei denn, du brauchst ausdrücklich Top-Multi-Core-Leistung.

Kauftipps

  • Prüfe vor der Bestellung die ASRock CPU Support List für deine BIOS-Version
  • Eventuell brauchst du ein BIOS-Update, bevor ein Chip der 13./14. Generation startet
  • 125-W-Modelle der K-Serie werden unterstützt; das Board hat keine offizielle TDP-Grenze
  • Prüfe Sockelkappe und Pins sorgfältig, bevor du eine CPU einbaust

So rüstest du auf

Bevor du startest

  • Sichere wichtige Daten - Storage-Upgrades und BIOS-Updates bringen ein kleines Risiko mit.
  • PC herunterfahren, Netzteil ausschalten und Netzkabel ziehen.
  • Erde dich, um statische Schäden an Board und Teilen zu vermeiden.
  • Gehäuse öffnen; für genaue Demontage- und Montagedetails folge dem Benutzerhandbuch.
  • Baue das Teil ein (RAM-Module fest einsetzen, M.2-Laufwerke mit der Schraube sichern, CPU unter der Rückhalteplatte verriegeln).
  • Gehäuse schließen und Strom wieder anschließen.
  • PC starten und im BIOS/Firmware prüfen, ob das neue Teil erkannt wird - Gesamt-RAM, Laufwerk in der Boot-Liste sowie CPU-Modell und BIOS-Version kontrollieren. XMP aktivieren, wenn du schnellen RAM gekauft hast.

Gut zu wissen

  • Das Board wurde im August 2022 eingestellt, der Bestand ist also Altbestand-Neuware - prüfe die Garantiebedingungen.
  • Verwechsle dieses micro-ATX-Board nicht mit dem großen ATX Z690 Phantom Gaming 4, der mehr PCIe- und M.2-Slots hat.
  • Es wird keine offizielle maximale CPU-TDP angegeben; sehr leistungsstarke CPUs solltest du als Stressfall für das 7-Phasen-Stromdesign sehen.
  • Die Quellenangaben weichen bei Optane leicht voneinander ab: Auf der Produktseite von ASRock wird nur M2_2 genannt, während das Handbuch beide M.2-Sockets nennt. M2_2 ist der einzige bestätigte Optane-fähige Slot.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel RAM fasst das ASRock Z690M Phantom Gaming 4?

Insgesamt bis zu 128 GB – mit vier DDR4 DIMMs à bis zu 32 GB. Verwende zwei oder vier identische Module für Dual Channel; mit einem oder drei Riegeln läuft Single Channel.

Unterstützt es DDR5?

Nein. Das Board hat nur vier DDR4 DIMM-Steckplätze. Händler listen DDR4-Kits von 3200 bis 5333, aber alles über DDR4-3200 ist ein XMP-Overclock und hängt vom Speichercontroller deiner CPU ab - sieh dir dafür ASRock's Memory QVL an.

Unterstützt es PCIe 5.0 SSDs?

Nein. Beide M.2-Slots sind PCIe Gen4 x4. Shop-Angebote, die für dieses Mainboard "PCIe NVMe Gen 5.0" angeben, sind generische Texte und falsch - das Mainboard hat überhaupt kein PCIe 5.0.

Kann ich eine Intel-CPU der 13. oder 14. Generation einbauen?

Ja, aber frühe Mainboards brauchen zuerst ein BIOS-Update. Prüfe vor dem Kauf in der CPU-Support-Liste von ASRock, welche BIOS-Version dein Chip genau braucht. Das Mainboard nimmt Intel-Core-Prozessoren der 12.-14. Generation im LGA1700-Sockel; AMD-Chips passen nicht.

Ist WLAN eingebaut?

Nein. Der Key E 2230 Steckplatz ist leer. Du kannst ein eigenes WiFi/Bluetooth-Modul nachrüsten, brauchst aber auch Antennen.

Kann ich ECC oder Serverspeicher nutzen?

Registrierte und gepufferte Server-DIMMs werden nicht unterstützt. ECC UDIMMs passen physisch und laufen auch, aber nur im Nicht-ECC-Modus, sodass ECC nicht aktiv ist.

Offizielle Dokumente und Referenzen