Lenovo ThinkPad P50 Upgrade-Guide: RAM, Speicher und CPU
Aktualisiert am 13. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts
Der ThinkPad P50 (Maschinentypen 20EN und 20EQ) ist eines der unkomplizierteren Workstation-Notebooks zum Aufrüsten: sein gesamter Speicher ist gesteckt und er nimmt bis zu drei Laufwerke gleichzeitig. Diese Anleitung zeigt, was passt, die praktischen Grenzen und worauf du vor dem Kauf achten solltest. Zuerst eine kurze Warnung: das dünnere ThinkPad P50s ist ein anderes Gerät mit verlötetem Basisspeicher und anderen Speichermöglichkeiten. Prüfe, dass das Etikett auf der Unterseite 20EN oder 20EQ zeigt, bevor du etwas bestellst.
Auf einen Blick
- RAM: 4x DDR4 SO-DIMM-Sockel, bis zu 64 GB, fest auf 2133 MHz
- Speicher: 2x M.2 2280 (SATA oder PCIe NVMe) plus 1x 2,5-Zoll-7-mm-SATA-Schacht, bis zu 3 Laufwerke gleichzeitig
- CPU: auf die Hauptplatine gelötet - nicht aufrüstbar
- ECC-Speicher funktioniert nur in den Xeon-Konfigurationen
- WWAN und WLAN haben eigene M.2-Steckplätze und belegen keine Speicherschächte
| 4x DDR4 SO-DIMM, 2133 MHz, max. 64 GB | 4 × DDR4 SO-DIMM · bis zu 64 GB gesamt · 2133 MT/s |
|---|---|
| 2x M.2 2280 + 1x 2,5"-SATA-Schacht (7 mm) | 3 × SSD / HDD M.2 2280 / 2.5" (NVMe / SATA) · max. 7 mm dick · bis zu 4 TB |
Lebenszyklus und Support
Standardsupport endete am 2022 (Schätzung).
| Meilenstein | Datum |
|---|---|
| Verfügbarkeit Erstmals verfügbar zum Kauf. |
Januar 2016
Schätzung
First availability January 2016 (announced Q4 2015); third-party source, no Lenovo launch release retrieved. iFixit's 'January 23, 2017' figure disregarded as contradictory. Quelle ↗ |
| Verkaufsende Wird vom Hersteller (Dell nennt dies 'End of Life', Lenovo 'Withdrawn') nicht mehr als Neuware verkauft. |
2017
Schätzung
PSREF marks the model 'Withdrawn' (Lenovo's end-of-sale marker) but exposes no withdrawal date on the retrieved page; 2017 inferred from the P51 successor and from the Nov-2016 PSREF PDF still listing 20EN models. Quelle ↗ |
| Ende der Lebensdauer (EOL) Der Hersteller stellt die Produktentwicklung ein: keine neuen BIOS-, Firmware- oder Treiber-Versionen. |
2017
Schätzung
Treated as coincident with end of sale (product/marketing EOL); no separate dated Lenovo statement retrieved. Quelle ↗ |
| Ende des Standardsupports (EOSL) Standard-Garantie- und Supportverträge können nicht mehr verlängert werden. |
2022
Schätzung
Derived, not a published per-model date: Annex B2 (P7.9/P7.10) commits to 5 years of spare parts and service after end of production (~2017). Quelle ↗ |
Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.
RAM
Was passt: unbuffered DDR4 SO-DIMMs. Es gibt vier Steckplätze und nichts ist fest verlötet, du kannst also bei null anfangen oder zu dem hinzufügen, was schon installiert ist. Der Rechner unterstützt Dual-Channel.
Die Grenzen: Der Speicher läuft mit 2133 MHz (PC4-17000) und wird nicht schneller - die Plattform ist fest auf DDR4-2133 ausgelegt, DDR4-2400-Module oder schnellere laufen also einfach mit ihrer langsameren Rückfallgeschwindigkeit. Lenovo hat Module mit 16 GB validiert, damit sind bei vier Steckplätzen 64 GB das Maximum. SO-DIMMs mit 32 GB werden für dieses Gerät nicht als unterstützt geführt, wenn du also das Maximum willst, plane mit 4 x 16 GB.
Speicher mit Fehlerkorrektur (ECC) ist der kniffligste Punkt. ECC- und Non-ECC-Module passen physisch, die ECC-Funktion ist aber nur in den Konfigurationen mit Xeon E3-1505M v5 und E3-1535M v5 aktiviert. Wenn deine P50 einen Core i7 hat, kauf normales Non-ECC-DDR4 - es ist günstiger und leistet genau dasselbe. Egal ob im Rechner ein Xeon oder ein i7 steckt: Die Module müssen unbuffered SO-DIMMs sein: registrierter oder load-reduced Serverspeicher (RDIMM/LRDIMM) läuft nicht.
Kauftipps: Passe die Anzahl der Module an deine freien Steckplätze an (vier Steckplätze bedeuten vier Riegel für die vollen 64 GB); kauf DDR4-2133 (PC4-17000), statt für Geschwindigkeit zu zahlen, die der Rechner nicht nutzt; und kauf ECC nur, wenn du wirklich ein Xeon-Modell hast.
Kauftipps
- Nur unbuffered DDR4 SO-DIMM - kein RDIMM oder LRDIMM
- DDR4-2133 (PC4-17000); schnellerer RAM wird heruntergetaktet
- 4 x 16 GB für die maximalen 64 GB; 32-GB-Module sind nicht validiert
- ECC lohnt sich nur bei den Xeon E3-1505M/1535M-v5-Konfigurationen; hast du ein i7, kauf lieber ohne ECC.
Speicher
Was reinpasst: bis zu drei Laufwerke gleichzeitig. Zwei der Schächte sind M.2 2280-Steckplätze (80 mm), und in jeden passt entweder ein SATA 6 Gb/s-Laufwerk oder ein PCIe NVMe-Laufwerk (PCIe 3.0 x4, 32 Gb/s). Der dritte Schacht ist ein herkömmlicher 2,5-Zoll-SATA-6-Gb/s-Schacht für eine Festplatte oder SSD.
Die Grenzen: Der 2,5-Zoll-Schacht ist 7 mm hoch - Laufwerke mit 9,5 mm und 12,5 mm passen nicht. Er ist stoßgedämpft und braucht eine Halterung; kommt dein Gerät also nur mit M.2-Laufwerken, brauchst du vorher evtl. Caddy und Kabel, bevor du ein 2,5-Zoll-Laufwerk einbauen kannst. Lenovo hat 1 TB pro SSD und 2 TB im Festplattenschacht validiert, also 4 TB insgesamt auf die drei Schächte. Größere Laufwerke funktionieren häufig, Lenovo hat sie aber für dieses Modell nicht validiert.
RAID 0 und RAID 1 werden unterstützt, aber nur mit den von Lenovo beschriebenen Konfigurationen - und RAID braucht den RST-Treiber. Wenn dir Redundanz oder Striping wichtig ist, lies die Setup-Infos im BIOS und im Handbuch, bevor du dich für Laufwerke entscheidest.
Nimm nicht alles für einen Speicherplatz. In diesem Gerät gibt es kein optisches Laufwerk. Der 4-in-1-Kartenleser ist für wechselbare SD/MMC-Medien, nicht für ein internes Laufwerk. Und die WWAN- und WLAN-Module haben eigene dedizierte M.2-Steckplätze - mobiler Breitband kostet dich keinen Speicherplatz. Optionale Extras wie WWAN, der Smart-Card-Leser und der Fingerabdruckleser sind modellspezifisch; prüf daher das MTM-Kürzel der genauen Maschine, die du kaufst.
Kauftipps: Nimm M.2 2280-Laufwerke und klär vor der Bestellung, ob du SATA oder NVMe willst - beides passt. Für den 2,5-Zoll-Schacht: unbedingt 7 mm Höhe. Bleib bei 1 TB pro SSD und 2 TB pro Festplatte, wenn du nur haben willst, was Lenovo tatsächlich validiert hat.
Kauftipps
- M.2 2280 (80 mm), SATA 6 Gb/s oder PCIe NVMe 3.0 x4
- 2,5-Zoll-Laufwerke müssen 7 mm dick sein
- Bis zu drei Laufwerke gleichzeitig; denk an 4 TB (2+1+1), wenn du geprüfte Kapazitäten brauchst
- Falls der Schacht leer ist: Prüfe, ob 2,5-Zoll-Halter und Kabel dabei sind
So rüstest du auf
Bevor du startest
- Sichere zuerst alles, was dir wichtig ist.
- Fahre das Gerät vollständig herunter und ziehe den Netzteilstecker ab.
- Erde dich, damit Bauteile und Platine keinen statischen Schaden nehmen.
- Öffne das Gehäuse und baue die Komponente ein.
- Schließe das Gehäuse, schließe die Stromversorgung wieder an und starte das Gerät.
- Prüfe, ob BIOS/Firmware das neue Teil erkennt und die erwartete Kapazität meldet.
Schritte
- Allgemeine Übersicht zu RAM und Speicher
Die obige Gliederung gilt unabhängig davon, ob du Speicher oder ein Laufwerk ergänzt. Setze SO-DIMMs und M.2-Module sorgfältig ein; sie passen nur in einer Richtung und sollten keine Kraft brauchen. Wenn du ein 2,5-Zoll-Laufwerk einbaust, beachte: Der Schacht ist 7 mm hoch und nutzt einen stoßgedämpften Halter - falls Halter und Kabel noch nicht im Gerät sind, besorg sie vor dem Start. Für die exakten Schrauben, Verriegelungen und die Reihenfolge beim Zerlegen nutze das Benutzerhandbuch und das Hardware-Wartungshandbuch von Lenovo; die Zerlegesequenz ist modellspezifisch und nicht etwas, das man improvisieren sollte.
Gut zu wissen
- Einige Funktionen (WWAN, Smart-Card-Leser, Fingerabdruckleser, beleuchtete Tastatur) sind modellspezifisch - prüfe sie anhand des MTM-Suffixes des konkreten Geräts.
- Kapazitäten über Lenovos validierte Grenzen hinaus funktionieren oft, sind für dieses Modell aber nicht validiert.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel RAM passt in den Lenovo ThinkPad P50?
64 GB, in vier DDR4 SO-DIMM-Sockeln. Lenovo hat 16-GB-Module validiert, das realistische Maximum sind also 4 x 16 GB. Es gibt keinen verlöteten Speicher, den du umgehen müsstest.
Unterstützt der ThinkPad P50 ECC-Speicher?
ECC- und Nicht-ECC-SO-DIMMs passen beide, aber die ECC-Funktion funktioniert nur bei den Konfigurationen mit Xeon E3-1505M v5 und E3-1535M v5. Bei einem Core-i7-Modell kaufst du am besten normales Nicht-ECC DDR4. In allen Fällen müssen die Module unbuffered sein - registered Serverspeicher funktioniert nicht.
Kann ich die CPU in einem ThinkPad P50 aufrüsten?
Nein. Der Prozessor ist auf die Hauptplatine gelötet und ist kein Bauteil, das du selbst tauschen kannst. Der P50 wurde nur mit Core i7-6700HQ, i7-6820HQ, Xeon E3-1505M v5 und E3-1535M v5 verkauft.
Unterstützt der ThinkPad P50 NVMe SSDs?
Ja. Beide M.2 2280-Slots nehmen entweder SATA 6 Gb/s oder PCIe NVMe-Laufwerke (PCIe 3.0 x4, 32 Gb/s).
Wie viele Laufwerke kann ich einbauen?
Bis zu drei gleichzeitig: zwei M.2 2280-Laufwerke plus ein 2,5-Zoll-SATA-Laufwerk. Lenovo hat 1 TB pro SSD und 2 TB für den Festplattenschacht validiert. RAID 0 und RAID 1 werden in bestimmten Konfigurationen unterstützt und brauchen den RST-Treiber.
Funktionieren DDR4-2666 oder ein 32-GB-SO-DIMM?
Schnelleres DDR4 läuft nur mit den 2133 MHz der Plattform, ein Aufpreis lohnt sich also nicht. Bei 32-GB-SO-DIMMs: Lenovo führt sie nicht als unterstützt für dieses Gerät; validiert sind 16-GB-Module.
Offizielle Dokumente und Referenzen
- PDF Lenovo ThinkPad P50 Benutzerhandbuch (PDF)
Arbeitsspeichertypen, ECC-Verfügbarkeit, Speicherschächte und Anschlüsse. - PDF Plattform-Spezifikation Lenovo PSREF ThinkPad P50 (PDF)
Vier DDR4 SO-DIMM-Sockel, max. 64 GB, 2133 MHz, ECC nur bei Xeon, Speicherlimits und optionale Funktionen. - PDF Datenblatt Lenovo ThinkPad P50 (PDF)
4 SODIMM-Steckplätze, max. 64 GB, drei Speichergeräte, RAID 0/1, Prozessor- und Grafikliste. - PDF Hardware-Wartungshandbuch Lenovo ThinkPad P50 (PDF)
Demontage und Liste der austauschbaren Teile - hier findest du die genauen Schrauben und die Reihenfolge beim Ausbau.