Aufrüstleitfaden für den Lenovo ThinkCentre M900 Tower: RAM, SSD und CPU
Aktualisiert am 20. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts
Dieser Leitfaden behandelt den ThinkCentre M900 Tower (MT) — die Typen 10FM, 10FL sowie die verwandten 10FR/10FS. Die SFF- und Tiny-Varianten tragen zwar den Namen M900, sind innen aber anders (der Tower nimmt zum Beispiel einen 29-in-1-Kartenleser auf, der SFF einen 9-in-1): Prüfe die Typnummer auf dem Gehäuseschild, bevor du etwas kaufst. Beim Tower sind alle drei Aufrüstungen möglich, die sich die meisten wünschen — mehr RAM, ein größeres oder schnelleres Laufwerk, eine schnellere CPU —, und kein Speicher ist fest verlötet.
Auf einen Blick
- RAM: 4 DIMM-Steckplätze, DDR4-2133 ohne ECC, bis zu 64 GB mit 4x 16 GB
- Speicher: 4x SATA 6 Gb/s-Schächte (2,5-Zoll/3,5-Zoll, werkzeuglos) plus ein M.2 NVMe-Steckplatz (PCIe 3.0 x4)
- CPU: LGA1151 austauschbar, nur Skylake der 6. Generation, max. 65 W
- Quelldokumente: Lenovo PSREF-Datenblatt, Benutzerhandbuch Lenovo M800/M900 Tower, Kingston-Speicherkonfigurator
| 4× DDR4-2133 UDIMM (ohne ECC) | 4 × DDR4 DIMM · bis zu 64 GB gesamt · 2133 MT/s |
|---|---|
| 2.5/3.5/5.25" SATA-Schächte + M.2 NVMe | 4 × SSD / HDD / HDD / SSD 2.5" / 3.5" / M.2 2280 / M.2 2242 (SATA / NVMe) |
| 1× LGA1151 (nur Skylake 6. Generation) | LGA1151 (6th/7th gen) · Core 6th gen, Core 6th gen · max. 65 W |
Lebenszyklus und Support
Standardsupport endete am November 2018 (Schätzung).
| Meilenstein | Datum |
|---|---|
| Verfügbarkeit Erstmals verfügbar zum Kauf. |
November 2015
Offiziell
PSREF 'Ann Date' = 11/15 for the Tower configurations; one media-reader configuration is listed 01/16. Quelle ↗ |
| Ende des Standardsupports (EOSL) Standard-Garantie- und Supportverträge können nicht mehr verlängert werden. |
November 2018
Schätzung
Derived, not published as a date: PSREF warranty = 3-year on-site (US/WE; some MEA units 1-year depot), so earliest standard-support expiry for first units is 3 years after Nov 2015. Later-built units expire later. Quelle ↗ |
Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.
RAM: 4 Steckplätze, bis zu 64 GB
Der M900 Tower hat vier 288-polige DIMM-Sockel (DIMM1–DIMM4 auf der Systemplatine), Dual-Channel-fähig, und nichts ist verlötet — alle vier kannst du also nutzen. Er nimmt DDR4 UDIMM, unbuffered, non-ECC, 1,2 V Speicher mit DDR4-2133.
Maximal pro Modul: 16 GB. Maximal insgesamt: 64 GB, wofür du vier Module mit je 16 GB brauchst; mit vier Riegeln mit je 8 GB kommst du auf 32 GB. Beliebige Mischungen aus Modulen mit 4/8/16 GB funktionieren.
Was nicht passt: SO-DIMM (Laptop-Speicher), DDR3, ECC-Module sowie Registered-/Server-Module. Diese lassen sich entweder nicht einsetzen oder machen keinen POST.
Schnelleres DDR4 (2400–3200 MT/s) darfst du gern kaufen — es taktet einfach auf 2133 MT/s herunter (die optimale Geschwindigkeit für die verbaute CPU), da lohnt sich also kein Aufpreis für Tempo, das du gar nicht siehst.
Kauftipp: Kauf nach Preis pro Modul, nicht nach Taktrate; vier günstige DDR4-2400- oder 2666-UDIMMs bringen dir hier dieselbe Leistung im Alltag wie DDR4-2133-Riegel.
Kauftipps
- Nur Unbuffered non-ECC DDR4 UDIMM — achte auf das Etikett: dort muss UDIMM stehen, nicht SO-DIMM
- Für 64 GB brauchst du 4x 16 GB; für 32 GB 4x 8 GB
- Günstigeres, schnelleres DDR4 ist in Ordnung — es läuft sowieso mit 2133 MT/s
Speicher: SATA-Schächte plus ein M.2 NVMe-Steckplatz
Du bekommst vier integrierte SATA 6 Gb/s-Anschlüsse, die die werkzeuglos belegbaren internen 3,5-Zoll/2,5-Zoll-Schächte und den 5,25-Zoll-Laufwerkschacht (den du mit einem Caddy als Laufwerksplatz nutzen kannst) versorgen. Unterstützt werden SATA-2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-HDDs, 2,5-Zoll SATA SSDs und hybride SSHDs.
Anschluss-Budget: Insgesamt gibt es vier SATA-Anschlüsse, und der optionale eSATA-Port hinten belegt einen davon — mit eSATA bleiben dir also nur noch drei interne Laufwerke. RAID 0 und RAID 1 (Intel RST) werden unterstützt; RAID 5/10 nicht.
Die Hauptplatine hat außerdem einen M.2-Steckplatz für eine NVMe SSD über PCIe 3.0 x4 (32 Gb/s). Ein Vorbehalt: In der verfügbaren Lenovo-Dokumentation steht nicht, welche M.2-Längen unterstützt werden — 2242/2280 sind bei dieser Plattform üblich, aber das ist nicht bestätigt, also prüfe vor der Bestellung eines Laufwerks das vollständige PSREF-Datenblatt oder das Hardware Maintenance Manual. Außerdem ist nicht jedes M.2-Teil mit jeder BIOS-Version bootbar; wenn du von NVMe booten willst, kann vorher ein BIOS-/Firmware-Update nötig sein.
Eine Falle, die du vermeiden solltest: Der interne Anschluss, den die Benutzeranleitung als 'M.2 card slot' bezeichnet, ist für Lenovos optionale M.2-auf-Legacy-PCI-Adapterkarte — er ist weder ein freier PCI-Steckplatz noch ein zweiter M.2-Speicherplatz.
Kauftipp: Eine 2,5-Zoll SATA SSD ist das einfachste und kompatibelste Upgrade; setz nur auf NVMe, wenn du bestätigt hast, dass die M.2-Laufwerkslänge passt.
Kauftipps
- SATA SSD oder HDD passt in die werkzeuglosen Einbays; der 5,25-Zoll-Slot funktioniert mit einem Caddy
- eSATA kostet dich einen internen SATA-Anschluss
- Prüfe vor dem Kauf einer NVMe SSD die Länge des M.2-Laufwerks (2242/2280 nicht dokumentiert)
CPU: LGA1151, nur 6. Gen. Skylake
Die CPU sitzt im Sockel (LGA1151) auf Intels Q170-Plattform und ist damit austauschbar — doch Lenovos Unterstützungsliste endet bei 6. Gen. 'Skylake'-Chips: Celeron, Pentium und Core i3/i5/i7-Modelle mit maximal 65 W TDP.
Was passt: Skylake-Desktop-CPUs mit 65 W wie der Core i5-6500/i5-6600 oder das stärkste gelistete Modell, der Core i7-6700.
Was offiziell nicht passt: 7. Gen. 'Kaby Lake'-CPUs und 91-W-'K'-Modelle. Sie nutzen denselben LGA1151-Sockel, aber Lenovo unterstützt sie hier nicht und ein Betrieb ist nicht garantiert — kauf keine, wenn du auf einen Upgrade-Pfad hoffst. Lenovos Dokumente bestätigen Sockel und Generationenliste; der Punkt ist nur: Sockel-Kompatibilität ist nicht dasselbe wie Unterstützung.
Falls dir vPro wichtig ist: dabei ist es nur beim Core i5-6500/i5-6600 und Core i7-6700.
Kauftipp: Der größte Sprung in der Praxis ist hier meist der Wechsel von Celeron/Pentium oder Core i3 auf Core i5 oder i7-6700 — und wenn dein Rechner schon einen i5 hat, ist der i7-6700 der einzige offizielle Schritt nach oben. Prüfe also, ob der Leistungsgewinn den Preis rechtfertigt.
Kauftipps
- 6. Gen. Skylake, 65 W oder weniger, LGA1151 — das ist der sichere Rahmen
- Meide 7. Gen. und 91-W-'K'-CPUs trotz des gleichen Sockels
- vPro nötig? Nur i5-6500/i5-6600 und i7-6700 haben es
So rüstest du auf
Bevor du startest
- Sichere alles, was dir wichtig ist, bevor du das Gehäuse öffnest.
- Fahre das Gerät vollständig herunter und ziehe das Netzkabel sowie alle Peripheriegeräte ab.
- Erde dich — berühre das Metallgehäuse, bevor du Teile anfasst, und halte Module und Karten nur an den Kanten.
- Öffne das Gehäuse (die genaue Anordnung von Verschluss/Schrauben steht im Handbuch; die Laufwerke selbst kommen ohne Werkzeug aus).
- Baue das Teil ein und achte auf die Pins im CPU-Sockel und die Ausrichtung des RAM — die Kerben sorgen dafür, dass sich DDR4 nur in einer Richtung einsetzen lässt.
- Schließe das Gehäuse, stecke das Netzkabel wieder an und starte das Gerät.
- Prüfe, ob BIOS/Firmware das neue Teil erkennt, und achte bei einem M.2 NVMe-Startlaufwerk darauf, dass die Firmware aktuell ist und das Laufwerk bei Bedarf als Startlaufwerk festgelegt ist.
Schritte
- RAM einbauen
Verwende die vier DIMM-Steckplätze (DIMM1–DIMM4). Setze jedes Modul an beiden Enden fest ein, bis die Halteklammern einrasten. Es ist nichts verlötet, alle vier Steckplätze stehen dir also zur Verfügung. Prüfe nach dem Neustart, ob das BIOS den neuen Gesamtwert anzeigt; die Bedienungsanleitung zeigt die Steckplatzbelegung, und Seite 32 beschreibt die DIMM-Positionen. - SATA- oder M.2-Laufwerk einbauen
Für 2,5-/3,5-Zoll-Laufwerke verwende die werkzeuglosen Laufwerksschächte oder den 5,25-Zoll-Schacht mit Einbaurahmen, und schließe ein SATA-6-Gb/s-Kabel an einen freien Port an (denk daran: Die eSATA-Option belegt einen). Für eine NVMe SSD verwende den einzelnen M.2-Steckplatz, nachdem du die Länge des Laufwerks anhand der Lenovo-Dokumentation geprüft hast. Wenn du von NVMe starten möchtest, prüfe zuerst, ob es ein BIOS-/Firmware-Update gibt. RAID 0/1 nur, wenn du ein Array aus zwei Laufwerken planst. - CPU austauschen
Der Prozessor sitzt unter dem Kühler auf dem LGA1151-Sockel und hat einen eigenen Lüfteranschluss. Unterstützt werden nur Skylake-CPUs der 6. Generation bis 65 W. Halte dich beim Abnehmen und Wiederanbringen des Kühlers an die Bedienungsanleitung, und trage neues Wärmeleitmaterial auf, wenn du den Kühler vom Chip trennst. Bestätige danach im BIOS das neue CPU-Modell.
Gut zu wissen
- Die Details zu den einzelnen Schächten (exakte Anzahl der 3,5-Zoll-Schächte und zulässige Dicke der 2,5-Zoll-Laufwerke) findest du in der vollständigen PSREF-Tabelle; prüfe sie im PSREF-PDF oder auf der Komponentenseite von Lenovo, bevor du ein Build mit mehreren Laufwerken planst.
- Die unterstützte M.2-Laufwerkslänge ist in den verfügbaren Lenovo-Quellen nicht dokumentiert — behandle 2242/2280 als unbestätigt und prüfe vor dem Kauf nach.
- Geh nicht davon aus, dass CPUs der 7. Generation unterstützt werden, nur weil LGA1151-Chips mechanisch passen — Lenovos Liste endet bei Skylake der 6. Generation, 65 W.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel RAM passt in den Lenovo ThinkCentre M900 Tower?
Maximal 64 GB, in vier UDIMM-Slots für DDR4-2133 non-ECC (4x 16 GB). Ein 16-GB-Modul ist der größte unterstützte Riegel, und kein Speicher ist festverlötet.
Kann ich Laptop-Speicher (SO-DIMM) oder ECC-Speicher im M900 Tower verwenden?
Nein. Die Slots nehmen 288-Pin-DDR4-UDIMM, ungepuffert, non-ECC, ausschließlich 1,2 V. SO-DIMM, DDR3, ECC und Registered-Speicher passen nicht oder starten nicht (kein POST).
Unterstützt der M900 Tower eine M.2 NVMe SSD?
Ja — ein M.2-Slot, PCIe 3.0 x4 NVMe (32 Gb/s). Die unterstützten M.2-Längen stehen nicht in den verfügbaren Lenovo-Dokumenten (2242/2280 sind für diese Plattform üblich), also prüfe vor dem Kauf das PSREF-Datenblatt oder das Hardware Maintenance Manual. Für den Start von NVMe ist eventuell ein BIOS-Update nötig.
Welche CPUs passen in den ThinkCentre M900 Tower?
Intel-Skylake-Prozessoren der 6. Generation auf LGA1151, bis 65 W — Celeron, Pentium, Core i3/i5/i7, ganz oben der Core i7-6700. Kaby Lake der 7. Generation und 91-W-'K'-Chips werden offiziell nicht unterstützt, obwohl der Sockel derselbe ist.
Wie viele Laufwerke kann ich einbauen?
Bis zu vier SATA-Laufwerke in den werkzeuglosen 2,5/3,5-Zoll-Schächten und dem 5,25-Zoll-Optikschacht, dazu eine M.2 NVMe SSD. Der optionale eSATA-Port hinten belegt einen der vier SATA-Anschlüsse, es bleiben drei interne. Nur RAID 0/1.
Ist der M900 Tower innen dasselbe wie der M900 SFF?
Nein. Sie tragen denselben Namen, unterscheiden sich aber in Schächten, Erweiterungssteckplätzen und Kartenlesern (29-in-1 beim Tower vs 9-in-1 beim SFF). Prüfe vor der Bestellung von Teilen deine Typnummer (10FM/10FL, auch 10FR/10FS).
Offizielle Dokumente und Referenzen
- PDF Lenovo PSREF — Spezifikationsblatt ThinkCentre M900 Tower (PDF)
Offizielle Plattform-Specs: Arbeitsspeicher, SATA/eSATA, RAID und Speicher-Optionen - PDF Lenovo M800/M900 Tower – Bedienungsanleitung (PDF)
Layout der Hauptplatine (DIMM-Slots, LGA1151-Sockel, Festplatteneinschübe) und Demontageanleitungen - Lenovo PSREF — Produktseite ThinkCentre M900 Tower
Übersicht über unterstützte CPUs und die Plattform - Lenovo Support — Komponenten des ThinkCentre M900 (Typen 10FL/10FM/10FR/10FS)
Modellidentifikation und Komponenteninfos zu den Tower-Typen - Lenovo-Support — Detaillierte Spezifikationen und Überblick zum ThinkCentre M900
Chipsatz, CPU-Unterstützung und detaillierte technische Daten - Kingston-Speicherkonfigurator — Lenovo ThinkCentre M900 (SFF/Tower)
Bestätigt 4 Steckplätze, max. 64 GB, Modultyp und dass schnellere DDR4 heruntertaktet