Lenovo ThinkCentre M710s SFF Aufrüstanleitung: RAM, Speicher und CPU

Aktualisiert am 19. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts

Der Lenovo ThinkCentre M710s Small Form Factor (Type 10MQ/10MR) ist ein 8,4-Liter-Desktop auf dem Intel B250-Chipset. Gute Nachricht für Aufrüstungen: nichts ist verlötet. Die CPU sitzt in einem Sockel, alle vier Speicherslots sind gewöhnliche vollformatige DIMM-Sockets, dazu kommen ein M.2 SSD-Slot und Platz für SATA-Laufwerke. Erst die Identitätsprüfung: Das hier ist das SFF-Modell, nicht der M710t (Tower) oder der M710q (Tiny). Das Tiny nutzt Laptop-Speicher und ein einzelnes 2,5"-Laufwerk; der Tower hat mehr Fächer und Full-Height-Slots. Such auf dem Typenschild nach der Maschinentype 10MQ oder 10MR. Zwei Einschränkungen, die du vor der Planung beachten solltest: Das Netzteil hat 180 W, und jeder Expansionsslot ist Low-Profile. Falls dein Gerät die optionale vordere 2x-USB-C-Modul hat, sitzt sie im PCIe x16-Slot und lässt keinen Platz für eine Grafikkarte.

Auf einen Blick

  • RAM: 4 x DDR4 UDIMM-Steckplätze, bis zu 16 GB pro Modul und 64 GB insgesamt
  • RAM-Geschwindigkeit: maximal DDR4-2400, eine CPU der 6. Generation betreibt den Speicher aber nur mit 2133 MT/s
  • Speicher: 1 x M.2 NVMe SSD-Slot (PCIe 3.0 x4) plus insgesamt 3 SATA-Ports
  • CPU: LGA 1151 im Sockel, nur Intel der 6./7. Generation, maximal 65 W
  • Gehäuse: nur Low-Profile-Slots, Netzteil mit 180 W
  • Nicht verwechseln mit dem Tower M710t oder dem Tiny M710q
4x DDR4 UDIMM (288-pin)4 × DDR4 DIMM · bis zu 64 GB gesamt · 2400 MT/s
M.2 NVMe + 3x SATA-Schächte (1x 3,5", 1x 2,5")4 × SSD / HDD / HDD M.2 2242 / M.2 2280 / 2.5" / 3.5" (NVMe / SATA)
LGA 1151 (B250) - 6./7. Gen. IntelLGA1151 (6th/7th gen) · Core 6th gen, Core 7th gen · max. 65 W
CPU · LGA1151max. 65 W4 × DIMM · DDR4bis zu 64 GB gesamtM.2 NVMe + 3x SATA-Schächte (1x3,5", 1x 2,5")4 × SSD / HDD / HDD M.2 2242 /M.2 2280 / 2.5" / 3.5" (NVMe / SATA)
Schema der aufrüstbaren Steckplätze (nicht maßstabsgetreu). Die genauen Positionen findest du im Benutzerhandbuch.

Lebenszyklus und Support

Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.

20172018201920202021202220232024202520262027Heute11 · Verfügbarkeit · 21. Februar 2017
Ausgefüllte Punkte: vom Hersteller veröffentlichte Daten. Leere Punkte: Schätzungen von Drittanbietern.
MeilensteinDatum
Verfügbarkeit
Erstmals verfügbar zum Kauf.
21. Februar 2017 Schätzung Lenovo Japan announced the ThinkCentre M710s/M910s Small on 21 Feb 2017 and began sales the same day; date taken from press coverage of the manufacturer's own announcement (PSREF 'Announce Date' should match).
Quelle ↗

Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.

Speicher (RAM)

Der M710s SFF hat vier vollwertige 288-Pin-DDR4-DIMM-Sockel (DIMM1 bis DIMM4 auf der Hauptplatine). Es ist kein Speicher verlötet, du kannst also alle vier Steckplätze nutzen.

Was hineinpasst: nicht-ECC, unbuffered DDR4-UDIMMs mit 1,2 V. Das sind ganz normale Desktop-Module, keine SO-DIMMs aus Notebooks und kein Server-Speicher. ECC- oder registered Module funktionieren in diesem Rechner nicht.

Die Grenzen: 16 GB pro Modul, insgesamt 64 GB (4 x 16 GB). Als Höchsttempo ist DDR4-2400 (PC4-19200) möglich. Mit einer 6. Generation CPU wie einem i5-6500 oder i7-6700 arbeitet der Speichercontroller mit 2133 MT/s, der RAM wird also heruntergetaktet; DDR4-2400 braucht einen 7. Generation Chip. Schnellere DDR4-2666-Module funktionieren ebenfalls, aber nur, weil sie auf 2400 heruntertakten. Der B250-Chipsatz takted nicht hoch, XMP-Profile bringen also nichts - der Speicher läuft einfach mit seiner Standardgeschwindigkeit.

Kauftipps: Kauf, wenn möglich, passende Module aus nicht-ECC, unbuffered Desktop-DDR4, damit der Dual-Channel-Support richtig genutzt wird. Wenn dein Rechner noch eine 6. Generation CPU hat, zahl nicht extra für Tempo, das du gar nicht siehst - die Platine takted den RAM bis zum CPU-Upgrade auf 2133 MT/s herunter.

Kauftipps

  • Nur nicht-ECC, unbuffered DDR4-UDIMM (1,2 V) - kein SO-DIMM, kein ECC/registered
  • Maximal 16 GB pro Modul, insgesamt 64 GB auf den vier Steckplätzen
  • DDR4-2400 ist die Obergrenze; DDR4-2666-Module laufen nur mit 2400
  • Mit einer 6. Generation CPU läuft der Speicher mit 2133 MT/s, egal was du einbaust

Speicher (SSD und HDD)

Es gibt zwei Möglichkeiten, Speicher zu erweitern: ein M.2-Slot für eine SSD und drei SATA-Anschlüsse, die sich die Laufwerkschächte teilen.

Der M.2-Slot ist ein M-Key-Sockel für eine SSD und als PCIe 3.0 x4 NVMe verdrahtet. Ein Modul der Länge 2280 ist bestätigt; Lenovo-Serviceunterlagen nennen auch 2242, prüfe also vor der Bestellung die Standoff-Position auf deinem eigenen Board. SATA-M.2-Laufwerke sind nicht offiziell dokumentiert - manche Upgrade-Händler führen sie, bestätigt ist aber nur NVMe, also prüfe vor dem Kauf, falls das dein Plan ist. PCIe 4.0-Laufwerke passen physisch und funktionieren, laufen in diesem Slot aber nur mit Gen3-Tempo, sodass du für Geschwindigkeit bezahlst, die du nicht nutzen kannst. Aktualisiere das BIOS vor oder nach dem Einbau eines NVMe-Laufwerks. Intel Optane Memory-Caching setzt eine Core-CPU der 7. Generation voraus.

Für SATA-Laufwerke gibt es insgesamt drei Anschlüsse, und die Schächte teilen sie sich: der schmale optische Laufwerksschacht, ein interner 3.5"-Schacht (25.4 mm hoch) und ein optionaler interner 2.5"-Schacht. Optisches Laufwerk plus 3.5"-Laufwerk plus 2.5"-Laufwerk heißt: alle drei Anschlüsse belegt - ein viertes SATA-Gerät braucht eine Erweiterungskarte, und denk daran, jeder Erweiterungsplatz ist Low-Profile. Bei gebrauchten Geräten fehlt im 2.5"-Schacht eventuell Halter oder Käfig, also schau zuerst hinein, bevor du eine 2.5"-SSD bestellst.

Lenovo nennt keine dokumentierte Kapazitätsgrenze, und die SATA-Anschlüsse akzeptieren die heutigen größeren 2.5"- und 3.5"-Laufwerke. Werkskonfigurationen endeten etwa bei Festplatten mit 2 TB und SATA-SSDs mit 512 GB. Beachte: Der separate M.2-Slot für die WLAN-/Bluetooth-Karte ist ein Key-E-Sockel - darin passt kein Speicherlaufwerk.

Kauftipps: für den großen Temposprung ist eine NVMe-SSD im M.2-Slot das Upgrade der Wahl. Wenn du die drei SATA-Anschlüsse nutzt, zähle zuerst deine Geräte - das optische Laufwerk belegt einen davon.

Kauftipps

  • M.2 NVMe SSD, PCIe 3.0 x4 - 2280 bestätigt, 2242 passt evtl. je nach deinem Standoff
  • Keine dokumentierte maximale Laufwerkskapazität; große moderne SATA-Laufwerke funktionieren
  • Nur 3 SATA-Anschlüsse insgesamt, und das optische Laufwerk belegt einen davon
  • BIOS vor oder nach der NVMe-Installation aktualisieren; Optane braucht eine CPU der 7. Generation

Prozessor (CPU)

Der Prozessor steckt im Sockel (LGA 1151, erste Revision) auf dem Intel B250 Chipsatz, du kannst ihn also tauschen - in einem engen Rahmen.

Was passt: Intel Core i3/i5/i7, Pentium und Celeron der 6. Generation (Skylake) und der 7. Generation (Kaby Lake). Das beste Modell aus der Lenovo-Liste ist der Core i7-7700. 35-W-'T'-Modelle werden unterstützt und laufen in diesem kleinen Gehäuse kühler.

Die Grenzen: 65 W ist das maximal unterstützte TDP - Lenovo führt für dieses Gerät keine 91-W-'K'-Prozessoren, und du solltest den Original-SFF-Kühler und das Netzteil beibehalten. Der häufigste Fehler ist ein Chip der 8. oder 9. Generation: Diese Prozessoren passen zwar physisch in den Sockel, arbeiten aber nicht, denn Chipsatz B250 und BIOS unterstützen nur die 6. und 7. Generation. Prüfe vor dem Kauf die genaue Modellnummer der CPU, nicht nur den Sockel.

Wenn du von einer 6th-gen CPU auf eine 7th-gen CPU aufrüstest, schaltest du zusätzlich DDR4-2400 frei - ein schöner Nebeneffekt, wenn du gleichzeitig RAM ergänzt.

Kauftipps: Der i7-7700 ist der stärkste unterstützte Chip; ein i5-7500 oder i5-7600 ist eine sinnvolle Mittelklasse-Wahl. Ein 35-W-'T'-Modell lohnt sich, wenn du ein leiseres, kühleres Gerät willst. Ignoriere jedes Angebot mit '8th/9th gen supported'.

Kauftipps

  • LGA 1151 (erste Revision) - nur Intel der 6. und 7. Generation
  • Stärkste unterstützte CPU: Core i7-7700
  • maximal 65 W TDP; 35-W-'T'-Modelle werden unterstützt
  • Chips der 8./9. Generation passen in den Sockel, starten aber nicht

So rüstest du auf

Bevor du startest

  • Prüfe, ob dein Maschinentyp 10MQ oder 10MR (M710s SFF) ist – nicht M710t oder M710q
  • Prüfe, ob das optionale 2.5"-Einschub-Kit, ein Medienleser oder das vordere USB-C-Modul verbaut ist
  • Aktualisiere das System-BIOS und die Firmware, bevor du eine NVMe SSD installierst
  • Wenn dein Gerät das vordere 2x USB-C-Modul hat, belegt es den PCIe x16-Slot - eine Grafikkarte passt dann nicht

Schritte

  1. Vorbereiten und sichern
    Sicher zuerst alles, was dir wichtig ist, und aktualisiere das BIOS/Firmware auf die aktuelle Version von Lenovos Support-Seite – besonders wenn du ein NVMe-Laufwerk einbaust.
  2. Herunterfahren
    Fahre das System ordnungsgemäß herunter, schalte es aus und ziehe das Netzkabel sowie alle angeschlossenen Geräte.
  3. Gehäuse öffnen
    Erde dich (Metallgehäuse berühren oder antistatisches Armband nutzen), damit statische Aufladungen die Teile nicht beschädigen. Öffne das Gehäuse gemäß Benutzerhandbuch / Hardware-Wartungshandbuch – dort sind die genauen Schritte zum Entfernen des Deckels und aller Halterungen beschrieben.
  4. Teil einbauen
    Beim RAM setzt du die Module fest in die DIMM-Sockel, bis die Rasten einrasten. Eine M.2 SSD steckst du im richtigen Winkel in den Speicherplatz und verschraubst sie am Standoff. Ein 2,5" oder 3,5"-Laufwerk setzt du in die Halterung ein und verbindest einen der drei SATA-Anschlüsse. Beim CPU gehst du vorsichtig mit den Sockelpins um und verwendest den mitgelieferten Kühler - die Anleitung beschreibt Kühler- und Sockelhandling im Detail.
  5. Schließen und prüfen
    Schließe das Gehäuse, stecke die Stromversorgung wieder an und schalte den PC ein. Rufe das BIOS-/Firmware-Setup auf und bestätige, dass die neue Speichergröße, das Laufwerk oder der Prozessor erkannt wird. Starte dann dein Betriebssystem und prüfe es auch dort nach.

Gut zu wissen

  • Die Quellen widersprechen sich in einigen Details. Die DDR4-2666-Modullisten der Upgrade-Händler zeigen das Heruntertakten auf 2400, nicht eine höher unterstützte Geschwindigkeit. Angaben zu Unterstützung für PCIe Gen4/Gen5 NVMe passen nicht zu dieser Plattform - der Slot ist PCIe 3.0 x4. SATA-M.2-Laufwerke führen zwar manche Händler, offiziell dokumentiert ist aber nur NVMe. M.2 2280 ist bestätigt, das Lenovo-Service-Material nennt zusätzlich 2242 - prüfe den Standoff auf deiner eigenen Platine.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel RAM fasst der Lenovo ThinkCentre M710s SFF?

64 GB insgesamt. Es gibt vier vollformatige DDR4 DIMM-Slots, jeder davon nimmt bis zu ein 16-GB-Modul (4 x 16 GB). Der Speicher muss non-ECC, unbuffered Desktop DDR4 UDIMM bei 1,2 V sein.

Welche RAM-Geschwindigkeit unterstützt der M710s SFF?

DDR4-2400 ist das Maximum. Mit einer 6.-Generation-CPU läuft der Speicher bei 2133 MT/s; für 2400 brauchst du einen 7.-Generation-Chip. DDR4-2666-Module funktionieren, aber nur durch Downclocking auf 2400. Das B250-Chipset übertaktet nicht, XMP ist also irrelevant.

Unterstützt der M710s SFF M.2 NVMe SSDs?

Ja – ein M.2 M-Key-Slot, verdrahtet als PCIe 3.0 x4 NVMe. Ein 2280-Laufwerk ist bestätigt; in Lenovos Serviceunterlagen wird auch 2242 erwähnt, also prüfe die Abstandshalter auf deinem Board. SATA M.2-Laufwerke sind nicht offiziell dokumentiert – vor dem Kauf nachfragen. Aktualisiere das BIOS vor oder direkt nach dem Einbau. Hinweis: PCIe 4.0 SSDs laufen hier nur mit Gen3-Geschwindigkeit.

Wie viele Laufwerke kann ich einbauen?

Eine M.2 SSD plus insgesamt drei SATA-Geräte. Die drei SATA-Ports werden zwischen dem Slim-Optical-Laufwerksfach, dem 3,5"-Fach und dem optionalen 2,5"-Fach geteilt – ein optisches Laufwerk plus zwei Laufwerke belegen also alle Ports. Es gibt keine dokumentierte Kapazitätsgrenze.

Welche CPUs passen in den M710s SFF?

Nur Prozessoren der 6. und 7. Generation – Intel Core i3/i5/i7, Pentium und Celeron – auf dem LGA-1151-Sockel, bis zu 65 W. Das stärkste unterstützte Modell ist der Core i7-7700. Chips der 8. und 9. Generation passen zwar physisch in den Sockel, funktionieren aber mit diesem Chipset und BIOS nicht – ein häufiger Kauffehler.

Kann ich eine Grafikkarte nachrüsten?

Nur eine Low-Profile-Karte, und das 180-W-Netzteil beschränkt dich tatsächlich auf eine vom Slot versorgte Karte (die Werksausstattung war eine kurze Low-Profile-Karte mit 35 W). Falls dein Gerät die optionale vordere 2x-USB-C-Modul hat, belegt sie den PCIe x16-Slot – für eine GPU bleibt dann gar kein Platz.

Offizielle Dokumente und Referenzen