Upgrade-Anleitung für die HP Z2 Tower G5 Workstation
Aktualisiert am 13. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts
Der HP Z2 Tower G5 ist eine Desktop-Workstation auf Basis von Intels 10th Gen Comet Lake Plattform. Alle drei Dinge, die Besitzer am häufigsten ändern wollen — Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Prozessor — sind gesteckt und austauschbar. Diese Anleitung zeigt dir, was hineinpasst, innerhalb welcher Grenzen du bleibst und welche kleinen Details oft stolpern lassen, damit du Bauteile sicher vergleichen kannst.
Auf einen Blick
- 4 DIMM-Slots nehmen ungepufferte DDR4 bis 128 GB (4 x 32 GB) bei 2933 MT/s
- Zwei M.2 2280 NVMe-Slots plus 2,5-Zoll-/3,5-Zoll-SATA-Schächte; der dritte M.2 ist nur für WLAN
- Der LGA1200-Sockel nimmt nur Core und Xeon W-1200 der 10. Generation — nicht der 11.
- Was du auch einbaust, prüfe vor dem Zuschrauben, ob das BIOS es erkennt
| 4× DDR4 UDIMM-Steckplätze (288-Pin), bis zu 128 GB | 4 × DDR4 DIMM · bis zu 128 GB gesamt · 2933 MT/s |
|---|---|
| 2× M.2 2280 NVMe + 2.5"/3.5" SATA-Schächte | 2 × SSD / HDD M.2 2280 / 2.5" / 3.5" (NVMe / SATA) · bis zu 2.048 TB |
| LGA1200-Sockel — 10. Generation Core / Xeon W-1200 | LGA1200 · Core 10th gen, Xeon Scalable 1st gen · max. 125 W |
Lebenszyklus und Support
Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.
| Meilenstein | Datum |
|---|---|
| Verfügbarkeit Erstmals verfügbar zum Kauf. |
28. September 2020
Schätzung
Third-party launch coverage ('Z2 Tower G5 and Z2 SFF G5 expected to hit the shelves on September 28 onwards'); HP's own QuickSpecs footnote says only 'Available in Q4, 2020' (official but less precise, and slightly inconsistent with the September date). Quelle ↗ |
Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.
Arbeitsspeicher (RAM)
Die Z2 Tower G5 hat vier DIMM-Slots mit 288 Pins und nichts ist verlötet, du kannst also den gesamten Speicher austauschen. Es werden ausschließlich ungespeicherte Desktop-Module (UDIMM) mit DDR4 unterstützt. Registrierter oder gepufferter Serverspeicher funktioniert nicht.
Das Maximum liegt bei 128 GB mit vier Modulen mit 32 GB. Module gibt es außerdem in 4 GB, 8 GB und 16 GB ohne ECC sowie in 8 GB, 16 GB und 32 GB mit ECC.
Der Takt reicht bis 2933 MT/s. HP verkauft zwar Teile mit der Bezeichnung DDR4-3200 für dieses Gerät, die Plattform betreibt sie aber mit 2933 MT/s — mehr für schneller getakteten RAM zu zahlen bringt dir also nichts.
Fehlerkorrigierender (ECC) Speicher wird unterstützt, aber nur mit einem Xeon W-1200 Prozessor. Er lässt sich nicht mit Modulen ohne ECC mischen — wähle einen Typ und bleib in allen vier Slots dabei. Das Board läuft im Dual-Channel-Modus; für beste Leistung bestücke beide Kanäle.
Kauftipps:
Stimm die Module so gut wie möglich aufeinander ab — gleiche Kapazität und gleicher Rank — für einen sauberen Dual-Channel-Aufbau.
Für 128 GB brauchst du vier Dual-Rank-UDIMMs mit 32 GB; es werden keine Module mit 64 GB unterstützt.
Lass Angebote für RDIMM und LRDIMM komplett aus; sie passen nicht in dieses Gerät.
Speicher
Es gibt zwei M.2 2280-Slots für NVMe-SSDs. Beide sind PCIe Gen3 x4 (HP nennt sie Z Turbo Drive-Slots). Eine Gen4-NVMe-SSD passt physisch und funktioniert, läuft aber nur mit Gen3-Geschwindigkeit — da lohnt sich der Gen4-Aufpreis kaum.
Außerdem gibt es einen M.2 2230-Slot, aber er ist ein WLAN-Slot (CNVi) und eignet sich nicht für Speicher.
Für großen Speicherplatz hat das Gerät interne 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-SATA-Schächte sowie einen externen 5,25-Zoll-Slim-Schacht, normalerweise für das optische Laufwerk. Die genaue Anzahl der internen 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-Schächte ist in HPs Dokumentation nicht bestätigt — sieh im Service-Handbuch nach, bevor du dich auf eine bestimmte Anzahl verlässt.
Bei der Kapazität enden HPs eigene Qualifizierungslisten bei 2 TB pro Laufwerk, und zwar sowohl bei den M.2 NVMe-SSDs als auch bei den SATA-SSDs und Festplatten. Größere Laufwerke von Drittanbietern sollten funktionieren, sind hier aber nicht verifiziert — alles über 2 TB gilt also als ungetestetes Gelände.
Kauftipps:
Eine NVMe M.2 2280 SSD ist das beste Einzel-Upgrade für mehr Geschwindigkeit im Alltag.
Gen4 kaufen? Sie funktioniert, aber nur mit Gen3-Tempo — eine gute Gen3-SSD ist die sinnvollere Wahl.
Wenn du mehr als 2 TB pro Laufwerk brauchst, prüfe die Kompatibilität vorher genau; das liegt außerhalb dessen, was HP qualifiziert.
Prozessor (CPU)
Der Prozessor sitzt in einem einzelnen LGA1200-Sockel und ist vollständig austauschbar. Die Maschine basiert auf dem Intel W480-Chipsatz und unterstützt Core-Prozessoren der 10. Generation, Comet Lake — vom Core i3-10100T bis zum i9-10900K — sowie Prozessoren der Intel Xeon W-1200-Serie, vom W-1250 bis zum W-1290P. Die Top-Modelle bringen 10 Kerne und 20 Threads mit.
Eine große Warnung: Prozessoren der 11. Generation, Rocket Lake, werden nicht unterstützt. Sie verwenden denselben LGA1200-Sockel und passen also physisch, aber Chipsatz und HP-Firmware lassen in dieser Maschine nur Teile der 10. Generation zu. Kauf kein Modell der 11. Generation in der Erwartung, dass es startet.
Unterstützte Thermal Design Power reicht bis 125 W bei den K- und P-Serien-Modellen, daneben gibt es 35-W-T-Modelle und 65-W-Standardchips. HP hat diese Maschinen je nach Prozessorklasse mit unterschiedlichen Netzteilen und Kühlungen ausgeliefert. Bevor du ein 125-W-Modell für eine Maschine kaufst, die mit einem 65-W-Modell kam, prüfe, ob Netzteil und Kühler das schaffen — ein unpassendes Gehäuse kann drosseln, oder das BIOS lehnt das Teil schlicht ab.
Wenn du ECC-Speicher willst, musst du einen Xeon W-1200-Prozessor einbauen.
Kauftipps:
Bleib bei Core der 10. Generation oder Xeon W-1200 — sonst läuft nichts.
Prüfe Netzteil und Kühlung, bevor du auf ein 125-W-K- oder P-Modell umsteigst.
Ein Xeon W-1200 ist nur nötig, wenn du ECC brauchst.
So rüstest du auf
Bevor du startest
- Mach vorher ein Backup von allem Wichtigen.
- Fahr herunter, schalte das Netzteil ab, falls es einen Schalter hat, und ziehe das Stromkabel.
- Entlade dich zuerst — berühre das Metallgehäuse, bevor du Bauteile anfasst, und arbeite auf einer statikfreien Unterlage.
- Öffne das Gehäuse. Bei RAM, Speicher und CPU variiert der genaue Abbau, halte dich also an die Bedienungsanleitung deines Geräts zu Clips, Schrauben und Abdeckungen.
- Baue das Teil ein. Vorsicht beim CPU-Sockel — setze den Chip richtig ein und verbiege keine Pins.
- Schließe das Gehäuse, schließe die Stromversorgung wieder an und starte das Gerät.
- Rufe das BIOS/die Firmware auf und bestätige, dass das neue Teil erkannt wird, bevor du in dein Betriebssystem startest.
Schritte
- Schritt 1
Sichere vorher alles Wichtige. - Schritt 2
Fahr das Gerät herunter, schalte das Netzteil ab, falls es einen Schalter hat, und ziehe das Stromkabel. - Schritt 3
Erde dich — berühre das Metallgehäuse, bevor du Teile anfasst, und arbeite auf einer nicht statisch aufladenden Oberfläche. - Schritt 4
Öffne das Gehäuse. Bei RAM, Speichermedien und CPU unterscheidet sich der genaue Zerlegungsvorgang, folge also bei Verschlüssen, Schrauben und Abdeckungen der Bedienungsanleitung deines Geräts. - Schritt 5
Bau das Teil ein. Achte auf den CPU-Sockel — setze den Chip richtig aus und verbiege keine Pins. - Schritt 6
Schließe das Gehäuse, stecke die Stromversorgung wieder an und starte das Gerät. - Schritt 7
Ruf das BIOS/die Firmware auf und stell sicher, dass das neue Teil erkannt wird, bevor du in dein Betriebssystem startest.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Arbeitsspeicher unterstützt der HP Z2 Tower G5?
Insgesamt 128 GB, aufgebaut aus vier ungepufferten DDR4-Modulen mit je 32 GB in den vier DIMM-Steckplätzen. Module mit 64 GB werden nicht unterstützt.
Welchen RAM verwendet der HP Z2 Tower G5?
Ungepufferte DDR4 (UDIMM) für Desktop-Systeme, 288-polig, mit Taktraten von bis zu 2933 MT/s. ECC- und Non-ECC-Module funktionieren beide, aber du kannst sie nicht in einem System mischen – für ECC brauchst du einen Xeon W-1200-Prozessor.
Unterstützt der HP Z2 Tower G5 ECC-Speicher?
Ja, aber nur mit einer Xeon W-1200 CPU. Verwende mit einem Core-Prozessor Module ohne ECC. Mische die beiden Typen niemals.
Wie viele SSDs kann ich in den HP Z2 Tower G5 einbauen?
Zwei M.2 2280 NVMe SSDs, dazu weitere SATA SSDs oder Festplatten in den internen 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-Schächten. Die genaue Anzahl der Schächte ist in der HP-Dokumentation nicht bestätigt, sieh daher im Servicehandbuch nach. Außerdem gibt es einen M.2 2230-Slot, der jedoch nur für WLAN gedacht ist.
Unterstützt der HP Z2 Tower G5 PCIe Gen4 oder 11th Gen CPUs?
Beides nein. Die M.2-Slots sind PCIe Gen3, Gen4 NVMe-Laufwerke laufen also nur mit Gen3-Geschwindigkeit. Der CPU-Sockel ist LGA1200, unterstützt werden aber nur 10th Gen Comet Lake und Xeon W-1200 Prozessoren — nicht 11th Gen.
Welche CPUs passen in den HP Z2 Tower G5?
10th Gen Intel Core (vom i3-10100T bis zum i9-10900K) und Xeon W-1200 Serie (W-1250 bis W-1290P) im LGA1200-Sockel, mit einer maximal unterstützten TDP von 125 W. Prüfe dein Netzteil und deine Kühlung, bevor du ein 125-W-Teil einbaust.
Offizielle Dokumente und Referenzen
- PDF HP Z2 G5 Tower QuickSpecs (PDF)
HPs ausführliche Listen mit Optionen und Support zu Arbeitsspeicher, Storage und CPU. - PDF HP Z2 G5 Tower QuickSpecs (PDF-Mirror)
Ein Mirror der QuickSpecs, falls das oben verlinkte Dokument nicht verfügbar ist. - PDF HP Z2 G5 Workstation Datenblatt (PDF)
HPs eigenes Produktdatenblatt zu den unterstützten Prozessoren und Speicheroptionen. - PDF HP Z2 Tower G5 Produktdatenblatt (PDF)
Offizielles HP-Datenblatt. - HP Workstation Z2 Tower G5 Benutzerhandbuch
Referenz für genaues Zerlegen und Bauteilpositionen.