Upgrade-Anleitung für den HP Z2 G4 Tower Workstation

Aktualisiert am 19. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts

Diese Anleitung gilt für den HP Z2 Tower G4 (auch Z2 Tower G4 oder Z2G4 genannt). Prüfe zuerst dein Gerät: Der Z2 G4 SFF ist trotz gleichen Namens ein anderer Rechner – er hat nur 2 DIMM-Slots, maximal 64 GB und nimmt ausschließlich 2,5-Zoll-Laufwerke. Alles Folgende bezieht sich auf das Tower-Gehäuse.

Auf einen Blick

  • RAM: 4 DDR4 DIMM-Slots, max. 128 GB, 2666 MT/s
  • Speicher: 2x 3,5-Zoll-Schächte, 2x 5,25-Zoll-Schächte, 2x M.2 NVMe, 4 SATA-Anschlüsse
  • CPU: LGA 1151 mit Sockel (Core der 8./9. Generation, Pentium Gold, Xeon E)
  • Aktualisiere das BIOS, bevor du eine CPU der 9. Generation oder ein Xeon E-22xx einbaust
4x DDR4 DIMM (UDIMM), max. 128 GB4 × DDR4 DIMM · bis zu 128 GB gesamt · 2666 MT/s
2x 3,5" + 2x 5,25"-Schächte, 2x M.2 NVMe (<=110 mm)6 × SSD / HDD 3.5" / M.2 2242 / M.2 2260 / M.2 2280 / M.2 22110 (SATA / NVMe)
LGA1151v2 (C246), Intel der 8./9. GenerationLGA1151 (8th/9th gen) · Core 8th gen, Core 9th gen
CPU · LGA1151 v24 × DIMM · DDR4bis zu 128 GB gesamt2x 3,5" + 2x 5,25"-Schächte,2x M.2 NVMe (<=110 mm)6 × SSD / HDD 3.5" / M.2 2242 /M.2 2260 / M.2 2280 / M.2 22110 (SATA /NVMe)
Schema der aufrüstbaren Steckplätze (nicht maßstabsgetreu). Die genauen Positionen findest du im Benutzerhandbuch.

Lebenszyklus und Support

Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.

2018201920202021202220232024202520262027Heute11 · Verfügbarkeit · Juli 2018
Ausgefüllte Punkte: vom Hersteller veröffentlichte Daten. Leere Punkte: Schätzungen von Drittanbietern.
MeilensteinDatum
Verfügbarkeit
Erstmals verfügbar zum Kauf.
Juli 2018 Offiziell HP press release 18 Jul 2018: 'expected to be available later this month' — first availability late July 2018. Corroborated by HP's Maintenance and Service Guide (First Edition: July 2018) at https://h10032.www1.hp.com/ctg/Manual/c06099795.pdf and the Wikipedia Z-series history table at https://en.w
Quelle ↗

Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.

Speicher (RAM)

Der Tower hat 4 DDR4 DIMM-Slots und keinen verlöteten Speicher, der Speicher ist also komplett austauschbar. Es sind Desktop-DIMMs in voller Größe (288-polig), keine laptop-typischen SO-DIMMs.

Was passt: ausschließlich DDR4 UDIMM-Module (ungepuffert). Registrierter Speicher (RDIMM/LRDIMM) funktioniert nicht. Taktraten bis 2666 MT/s. HP hat 32 GB-Module validiert, insgesamt sind also maximal 128 GB möglich (4 x 32 GB).

Grenzen und Hinweise: Die offizielle Spezifikation von Intel für diese CPUs endet bei 64 GB, während HP 32 GB DIMMs und insgesamt 128 GB validiert hat. Die BIOS-Unterstützung ist da, aber Drittanbieter-32-GB-DIMMs laufen nicht garantiert — sieh dir die Rückgaberegelung des Händlers an. Außerdem: Wenn dein Rechner eine 2400 MT/s-CPU hat (Core i3-8100 oder Pentium G5400), läuft der Speicher mit 2400 MT/s, egal welches Modul du kaufst — zahl also nicht extra für schnellere Riegel.

ECC hängt vom Prozessor ab, nicht vom Board. Xeon E-2100/E-2200-, Core-i3- und Pentium-CPUs vertragen ECC- oder Non-ECC-Speicher; Core i5/i7 (und i9) vertragen nur Non-ECC. ECC- und Non-ECC-Module lassen sich in einem System nicht mischen. Wenn dein Rechner mit Core i5/i7/i9 aufgebaut ist, kommst du an ECC nur heran, indem du später auf eine Xeon E-, i3- oder Pentium-CPU tauschst.

Kauftipp: Kauf gleiche Paare und steck sie als Paare ein (DIMM1 und 3, dann DIMM2 und 4), damit beide Speicherkanäle arbeiten. Achte bei den Modulen auf gleiche Größe und Geschwindigkeit.

Kauftipps

  • Nur Desktop DDR4 UDIMM — nicht SO-DIMM, kein registrierter Speicher
  • Gleiche Paare, in den gepaarten Slots installiert
  • 32 GB DIMMs sind von HP validiert, Drittanbieter-Module sind aber nicht garantiert
  • 2400 MT/s-CPUs begrenzen den RAM auf 2400 MT/s

Speicher (SSD und Festplatte)

Der Tower bietet Platz für 2.5/3.5-Zoll-SATA-Laufwerke und M.2 NVMe SSDs.

Was hineinpasst: zwei interne 3.5-Zoll-Schächte und zwei externe halbhoch ausgeführte 5.25-Zoll-Schächte (in einem sitzt meist das optische Laufwerk). Insgesamt gibt es 4 SATA-6-Gb/s-Ports, einer davon kann optional als eSATA herausgeführt werden. Weil das optische Laufwerk einen Port belegt, brauchst du für ein drittes oder viertes SATA-Laufwerk einen 5.25-auf-3.5-Zoll-Einsatzrahmen in einem der halbhohen 5.25-Zoll-Schächte. Für mehr als vier SATA-Laufwerke brauchst du zusätzlich einen PCIe-Hostbusadapter in einem Erweiterungsslot.

Außerdem gibt es 2 M.2-Slots mit PCIe Gen3 x4 NVMe. Laufwerke bis 110 mm Länge passen (Längen 2242, 2260, 2280 und 22110). M.2 SATA wird in HPs Unterlagen nicht eindeutig dokumentiert — frag vor dem Kauf einer M.2 SATA SSD beim Verkäufer nach. Der separate M.2 2230-Slot ist für ein WLAN-Modul gedacht und kein Speicher-Slot.

Grenzen und Stolperfallen: HP nennt keine Kapazitätsgrenze pro Schacht, sehr große 3.5-Zoll-Laufwerke passen also bauartbedingt in die Schächte — HPs eigene Validierungsliste endet aber deutlich niedriger, größere Laufwerke gehen auf dein Risiko. M.2-Laufwerke müssen 110 mm oder kürzer sein. Intel RST RAID 0/1/5/10 wird unterstützt, und HP weist darauf hin, dass RAID 5 bei Laufwerken über 500 GB nicht empfohlen wird. Wenn du eine PCIe-Speicherkarte einbaust, beachte: Im Gen3 x16-Slot unterstützt HP für Garantiezwecke nur HP-qualifizierte Karten.

Kauftipp: Miss nach, bevor du loslegst. Wenn du mehr als zwei SATA-Laufwerke willst, plane zusätzlich zum Laufwerk auch einen 5.25-auf-3.5-Zoll-Einsatzrahmen ein. Für Tempo ist eine einzelne M.2 NVMe SSD das einfachste Upgrade — keine Kabel, kein Schacht nötig.

Kauftipps

  • M.2 NVMe SSD, 110 mm oder kürzer (2242/2260/2280/22110)
  • SATA-Laufwerke: Prüfe deine freien Ports — insgesamt 4, einer wird evtl. vom optischen Laufwerk belegt
  • Für ein 3. oder 4. SATA-Laufwerk brauchst du einen 5.25-auf-3.5-Einsatzrahmen
  • Prüfe die M.2 SATA Unterstützung, bevor du eine M.2 SATA SSD kaufst

Prozessor (CPU)

Der Prozessor sitzt in einem einzelnen LGA 1151-Sockel auf dem C246-Chipsatz von Intel, lässt sich also austauschen.

Was passt: Intel Core i3/i5/i7/i9 der 8. Generation (Coffee Lake) und der 9. Generation, Pentium Gold sowie Xeon E-2100 und E-2200. Die Verfügbarkeit einzelner Modelle hängt von Region und Konfiguration auf Bestellung ab, prüf also vor dem Kauf die HP-Liste für deinen Markt.

Grenzen und Stolperfallen: Aktualisiere das System-BIOS, bevor du die aktuelle CPU entfernst. Frühe BIOS-Versionen unterstützen nur CPUs der 8. Gen und Xeon E-2100, ein Chip der 9. Gen oder Xeon E-22xx wird also erst mit aktueller Firmware erkannt. HP nennt keine konkrete thermische Grenze, validierte Modelle erreichen aber 95 W (z. B. Core i9-9900K, Core i7-9700K und Xeon E-2286G) — daraus siehst du, dass Platine und Kühler für ungefähr diese Chipklasse ausgelegt sind. Achte darauf, dass dein Gerät den leistungsstärkeren Kühlkörper hat, bevor du so einen einbaust. Beachte außerdem: Laut HP unterstützen Core-i-Modelle nur Windows 10.

Ein CPU-Tausch kann deine Speicher-Optionen verändern: Mit Xeon E, Core i3 oder Pentium wird ECC-Speicher unterstützt, während Core i5/i7/i9-Konfigurationen nur ohne ECC laufen.

Kauftipp: Prüf zuerst den Kühler — ein heißer Chip im Gehäuse mit dem Basiskühlkörper ist ein teurer Fehler. Und wenn du auf eine CPU der 9. Gen wechselst, plane das BIOS-Update rechtzeitig ein: Es muss laufen, solange die alte CPU noch eingebaut ist.

Kauftipps

  • LGA 1151, Core der 8./9. Generation, Pentium Gold oder Xeon E-2100/E-2200
  • BIOS aktualisieren, bevor du eine CPU der 9. Gen oder Xeon E-22xx einbaust
  • Leistungsstärkeren Kühlkörper bestätigen, bevor du einen Chip mit 95 W kaufst
  • Ein Tausch auf Xeon E, i3 oder Pentium ermöglicht ECC-Speicher

So rüstest du auf

Bevor du startest

  • Sichere alles Wichtige, bevor du die Hardware anfasst.
  • Fahre den Rechner herunter und ziehe Stromkabel und alle anderen Kabel ab.
  • Leite statische Ladung ab, indem du dich erdest — ein Erdungsband oder ein blankes Metallteil des Gehäuses genügt.
  • Wenn du die CPU tauschst, aktualisiere zuerst das BIOS, solange noch der alte Prozessor eingebaut ist.
  • Öffne das Gehäuse. Das Handbuch von HP zeigt die genaue Demontage deines Gehäuses, halte es also griffbereit.
  • Baue das neue Teil ein (Arbeitsspeicher in passenden Paaren, M.2-Laufwerk 110 mm oder kürzer).
  • Schließe das Gehäuse, schließe die Kabel wieder an und schalte den Rechner ein.
  • Prüfe, ob das BIOS oder die Firmware das neue Teil erkennt, bevor du das Betriebssystem startest.

Schritte

  1. Allgemeiner Installationsüberblick
    Mach zuerst ein Backup, dann fahre das Gerät herunter und ziehe den Stecker. Erdre dich gegen elektrostatische Entladung, öffne das Gehäuse, baue das Teil ein, schließe das Gehäuse und schließe alles wieder an. Zum Schluss startest du den Rechner und prüfst, ob BIOS oder Firmware den neuen Speicher, das neue Laufwerk oder den neuen Prozessor korrekt anzeigen.
  2. Gerätespezifische Details, die du kennen solltest
    Speicher wird als passende Paare in die gepaarten Slots gesteckt (DIMM1 mit 3, DIMM2 mit 4). M.2 Speicherlaufwerke dürfen höchstens 110 mm lang sein. Vor dem Einbau eines Prozessors der 9. Generation oder eines Xeon E-22xx ist ein BIOS-Update nötig. Für die Demontage Schritt für Schritt sieh in HPs Handbuch für den Z2 Tower G4 nach.

Gut zu wissen

  • Die regionalen CPU-Listen weichen von der weltweiten Spezifikation ab, und die Verfügbarkeit eines bestimmten Prozessors hängt von Region und Konfiguration ab.
  • HPs Unterlagen nennen keine maximale Laufwerkskapazität pro Schacht – etwas passt physikalisch, ist aber nicht automatisch validiert.
  • HP unterstützt im Gen3 x16 Slot aus Garantiegründen nur HP-zugelassene PCIe-Karten; Karten von Fremdanbietern funktionieren in der Regel, werden aber nicht unterstützt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel RAM fasst der HP Z2 G4 Tower?

Insgesamt 128 GB, mit vier 32 GB DDR4 UDIMMs. HP hat diese Konfiguration validiert, obwohl Intels veröffentlichte Spezifikation für diese CPUs bei 64 GB endet – 32 GB DIMMs von Fremdanbietern sind daher nicht garantiert kompatibel. Der Z2 G4 SFF dagegen hat nur 2 DIMM-Slots und maximal 64 GB.

Unterstützt der Z2 G4 Tower ECC-Speicher?

Das kommt auf den Prozessor an. Xeon E-2100/E-2200, Core i3 und Pentium vertragen ECC- oder nicht-ECC-Speicher (ungepuffert); Systeme mit Core i5/i7/i9 nur nicht-ECC. Die beiden Typen darfst du nie in einem Rechner mischen. Wer ECC will, wechselt auf einen Xeon E, i3 oder Pentium.

Werden NVMe SSDs unterstützt?

Ja. Es gibt 2 M.2 Slots mit PCIe Gen3 x4 NVMe; Laufwerke bis 110 mm Länge passen (2242, 2260, 2280, 22110). Ob M.2 SATA unterstützt wird, ist in HPs Unterlagen nicht eindeutig dokumentiert – prüfe die Kompatibilität, bevor du ein M.2 SATA-Laufwerk kaufst.

Wie viele Festplatten oder SATA SSDs kann ich einbauen?

Es gibt 4 SATA 6 Gb/s Ports und zwei interne 3,5-Zoll-Schächte, dazu zwei externe 5,25-Zoll-Halbhöhenschächte. Ist das optische Laufwerk verbaut, belegt es einen Port – für ein drittes oder viertes SATA-Laufwerk brauchst du dann einen 5,25-zu-3,5-Zoll-Einsatz. Mehr als vier SATA-Laufwerke erfordern einen PCIe Host-Bus-Adapter.

Brauche ich vor dem CPU-Wechsel ein BIOS-Update?

Ja, wenn du einen Core der 9. Generation oder einen Xeon E-22xx-Prozessor einbaust. Frühe BIOS-Versionen erkennen nur Modelle der 8. Generation und Xeon E-2100 – aktualisiere die Firmware also zuerst, solange noch der alte Prozessor drin ist.

Kann ich einen schnelleren 95-W-Prozessor in meinen Z2 G4 Tower einbauen?

Validiert sind unter anderem 95-W-Modelle wie Core i9-9900K, Core i7-9700K und Xeon E-2286G; HP lieferte je nach Originalkonfiguration aber unterschiedliche Kühler aus. Prüfe, ob dein Gerät den leistungsstärkeren Kühlkörper hat, bevor du einen einbaust. Beachte außerdem: Laut HP unterstützen Modelle der Core i-Serie nur Windows 10.

Offizielle Dokumente und Referenzen