Upgrade-Anleitung für den HP ProDesk 600 G5 Small Form Factor PC

Aktualisiert am 19. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts

Der HP ProDesk 600 G5 Small Form Factor (SFF) ist einfach aufrüstbar. Er nimmt bis zu 128 GB Desktop-DDR4-Speicher, eine NVMe SSD in einem M.2-Slot plus eine SATA-Festplatte oder SSD, und einen sockelbaren Intel-Prozessor der 8. oder 9. Generation. Diese Anleitung behandelt alle drei Upgrades, mit den Grenzen und Fallstricken, die du vor dem Kauf kennen solltest. Alles hier gilt für das SFF-Gehäuse (z. B. 7PJ81EA) – das Desktop Mini mit gleichem Namen ist ein anderes Gerät mit nur 2 SO-DIMM-Slots und 32 GB Speichergrenze, verwechsle die beiden also nicht.

Auf einen Blick

  • Arbeitsspeicher: 4 x DDR4 UDIMM Steckplätze, bis zu 128 GB, nur non-ECC, Low-Profile-Module
  • Massenspeicher: ein M.2 2230/2280 NVMe Steckplatz (PCIe 3.0 x4) und ein interner 2.5"/3.5" SATA Schacht
  • CPU: Sockel LGA1151 (Coffee Lake) mit 65 W TDP-Limit, nur 8th- und 9th-Gen Core/Pentium/Celeron
4x 288-pin DDR4-2666 UDIMM, non-ECC4 × DDR4 DIMM · bis zu 128 GB gesamt · 2666 MT/s
M.2 2230/2280 NVMe-Slot (PCIe 3.0 x4)SSD M.2 2230 / M.2 2280 (NVMe) · bis zu 1.024 TB
Interner 3.5"/2.5" SATA-SchachtHDD / SSD 2.5" / 3.5" (SATA) · bis zu 2.048 TB
LGA1151v2 (Coffee Lake), 1 SockelLGA1151 (8th/9th gen) · Core 8th gen, Core 9th gen · max. 65 W
CPU · LGA1151 v2max. 65 W4 × DIMM · DDR4bis zu 128 GB gesamtM.2 2230/2280 NVMe-Slot (PCIe3.0 x4)SSD M.2 2230 / M.2 2280 (NVMe) ·bis zu 1.024 TBInterner 3.5"/2.5" SATA-SchachtHDD / SSD 2.5" / 3.5" (SATA) ·bis zu 2.048 TB
Schema der aufrüstbaren Steckplätze (nicht maßstabsgetreu). Die genauen Positionen findest du im Benutzerhandbuch.

Lebenszyklus und Support

Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.

201920202021202220232024202520262027Heute11 · Verfügbarkeit · Juli 2019
Ausgefüllte Punkte: vom Hersteller veröffentlichte Daten. Leere Punkte: Schätzungen von Drittanbietern.
MeilensteinDatum
Verfügbarkeit
Erstmals verfügbar zum Kauf.
Juli 2019 Schätzung HP launch press release states HP commercial devices (including the ProDesk 600 G5 SFF) available from July 2019; announced 2019-07-09, but no exact on-sale day published (Latin America availability was August 2019).
Quelle ↗

Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.

RAM (Speicher)

Der ProDesk 600 G5 SFF hat vier 288-polige DDR4 DIMM-Slots - volle Desktop-Module, nicht die kleinen SO-DIMMs aus Laptops oder dem Desktop Mini. Es ist kein Speicher verlötet, dein gesamter RAM steckt in diesen Slots, und du kannst alles austauschen, was die Maschine ausgeliefert bekommen hat.

Was passt: ungepufferte, non-ECC DDR4 UDIMMs mit bis zu DDR4-2666 (PC4-21300), 1,2 V. Server-Speicher - ECC, registrierter oder gepufferter DDR4 - funktioniert nicht. Maximal 32 GB pro Modul, insgesamt also 128 GB über die vier Slots.

Ein Hinweis zum Maximum: Das US-Datenblatt von HP und Kingston bestätigen beide 128 GB (4 x 32 GB), während das japanische CTO-Blatt von HP noch 64 GB (4 x 16 GB) nennt. Der niedrigere Wert ist höchstwahrscheinlich ein älteres Limit aus der Zeit, bevor 32-GB-Desktop-Module üblich waren - von 128 GB solltest du ausgehen, 64 GB ist einfach das, was HP ursprünglich verkauft hat.

Zwei Hinweise zur Geschwindigkeit. Die Plattform ist für DDR4-2666 ausgelegt, aber dein tatsächlicher Speichertakt folgt der CPU: Core i5/i7/i9 der 9. Generation betreiben den Speicher mit 2666 MT/s, die i3-, Pentium- und Celeron-Modelle laufen dagegen mit DDR4-2400. Schnellere Module takten einfach herunter, also zahl keinen Aufpreis für Highspeed-RAM, den deine CPU gar nicht nutzen kann. Und setze Module paarweise in die richtigen Kanäle ein, damit Dual-Channel greift - ein einzelner Riegel läuft im Single-Channel-Modus.

Einkaufstipps:
- Kauf flache DDR4 UDIMMs ohne hohe Heat-Spreader - über dem SFF muss noch Platz bleiben, und hoke Module können verhindern, dass der Deckel schließt.
- Module nach JEDEC-Standard von den üblichen Marken funktionieren in der Praxis; die HP-Servicehandbücher bevorzugen HP-Speicher oder qualifizierten Speicher, also prüfe eine Kompatibilitätsliste, wenn dir absolut stabiler Betrieb wichtig ist.
- Gemischte Kits: Verwende passende Module (gleiche Größe und Geschwindigkeit) für den reibungslosesten Dual-Channel-Betrieb.

Kauftipps

  • Nur ungepufferte (UDIMM), non-ECC DDR4
  • Flache Module, damit der SFF-Deckel schließt
  • Kauf passende Paare und beachte das Speicher-Taktlimit der CPU

Speicher (SSD und Festplatte)

Es gibt hier zwei echte Upgrade-Möglichkeiten für den Speicher: einen M.2 NVMe-Slot und ein internes SATA-Fach.

M.2 NVMe-Slot. Der Key-M-Slot nimmt M.2 2230 oder 2280 Laufwerke mit Anbindung für PCIe 3.0 x4 NVMe. HP lieferte Laufwerke von 128 GB bis 1 TB aus, 1 TB ist das validierte Maximum – größere NVMe-Laufwerke funktionieren meist, stehen aber nicht auf HPs getesteter Liste. Eine Warnung zu M.2 SATA-Laufwerken: HP bietet sie für dieses Gerät nicht an, und bei diesen Business-Desktops sind sie oft nicht angebunden oder unterstützt – prüfe also vor dem Kauf deine konkrete SKU. Verwechsle außerdem die Slots nicht – der separate kleine Key-E-2230-Slot nimmt nur die WLAN-Karte auf und ist überhaupt kein Speicher-Slot.

Internes SATA-Fach. Die Standardkonfiguration hat ein internes Fach, in das entweder eine 2,5" SSD oder eine 3,5" Festplatte an SATA-3 (6 Gb/s) passt. HP validierte Laufwerke bis 2 TB; größere SATA-Laufwerke funktionieren meist ebenfalls, aber die Platzverhältnisse im Gehäuse sind bei 3,5"-Modellen die eigentliche Grenze. Die Teileliste im Service-Handbuch nennt außerdem eine optionale zweite 3,5" Festplatte in manchen Konfigurationen, während HPs japanisches CTO-Datenblatt nur das eine interne Fach aufführt – wenn du also zwei Festplatten willst, prüfe zuerst Drive-Cage und Kabel deiner SKU. Es gibt außerdem ein separates 9,5-mm-Slimline-Optikfach (DVD- oder Blu-ray-Brenner), das du unverändert lassen oder – wenn du kreativ bist – anderweitig nutzen kannst, auch wenn HP es als optisches Laufwerksfach dokumentiert.

Noch etwas: Intel-Optane-Caching beschleunigt, wo verfügbar, nur SATA-Laufwerke – HPs eigene technische Notizen sagen, dass NVMe-Laufwerke nicht unterstützt werden, es bringt dir also nichts, wenn du ganz auf NVMe setzt.

Kauftipps:
- Für den größten Tempogewinn im Alltag: Betriebssystem auf einem NVMe-Laufwerk im M.2-Slot installieren.
- Wähle ein 2280 NVMe-Laufwerk, außer du brauchst ausdrücklich das kurze 2230-Format.
- Für Massenspeicher bietet eine 3,5" SATA HDD die meiste Kapazität; eine 2,5" SATA SSD ist die leise, schnelle Wahl.
- Zwei Festplatten gewünscht? Prüfe vor der Bestellung, dass dein Gerät den zweiten Laufwerkskäfig und die Kabel hat.

Kauftipps

  • M.2: NVMe PCIe 3.0 x4, 2230 oder 2280 - HP-validiert bis 1 TB
  • SATA-Fach: 2,5" oder 3,5", bis 2 TB validiert
  • Prüfe den Laufwerkskäfig und die Kabel, wenn du ein zweites SATA-Laufwerk einbauen möchtest

CPU (Prozessor)

Der Prozessor ist gesteckt und aufrüstbar. Der Sockel ist LGA1151 (Coffee Lake) mit Intels Q370-Chipsatz, unterstützt werden die 8. Generation (Coffee Lake) und die 9. Generation (Coffee Lake Refresh) Core i3/i5/i7/i9 sowie Pentium Gold und Celeron.

Die harten Grenzen, die du kennen solltest: Das Board unterstützt CPUs bis 65 W TDP, die 95-W- und 125-W-'K'-Übertaktungs-Chips sind damit raus. Prozessoren der 10. Generation und neuer funktionieren nicht - sie nutzen einen anderen Sockel. Und wichtig, auch wenn's ungewöhnlich klingt: Der i5-9500F hat keine integrierte Grafik, das heißt, du bräuchtest zusätzlich eine dedizierte Grafikkarte.

Ein Hinweis zum Timing: Systeme, die mit einer CPU der 8. Generation ausgeliefert wurden, brauchen womöglich ein BIOS-Update, bevor sie einen Chip der 9. Generation annehmen. Wenn du eine Generation nach oben gehst, aktualisiere zuerst das BIOS, während die alte CPU noch eingebaut ist. Schau in den Support-Seiten von HP nach deiner genauen SKU oder Seriennummer - Konfigurationen wie 7PJ81EA wurden auf Bestellung gebaut, ausgelieferte CPU, Speicher und Datenträger unterscheiden sich daher von Gerät zu Gerät.

Kauftipps:
- Such nach Core-Chips der 8. oder 9. Generation mit 65 W oder weniger; lass alles mit 'K' oder einer TDP über 65 W liegen.
- Aktualisiere das BIOS, bevor du eine CPU der 9. Generation einbaust, wenn deine Maschine mit einer der 8. Generation kam.
- Ein gebrauchter Core i7 oder i9 der 9. Generation ist das naheliegende Top-Upgrade für dieses Board.

Kauftipps

  • maximal 65 W TDP - keine K-Serie-Chips
  • nur 8. und 9. Generation; die 10. Generation braucht einen anderen Sockel
  • BIOS zuerst aktualisieren, wenn das Gerät mit einer 8th-Gen CPU ausgeliefert wurde

So rüstest du auf

Bevor du startest

  • Sichere alles, was dir wichtig ist, bevor du das Gehäuse öffnest.
  • Fahre den PC herunter, schalte die Stromversorgung aus und ziehe das Netzkabel (und alle anderen Kabel) heraus.
  • Erdung herstellen – berühre das Metallgehäuse oder benutze ein antistatisches Handgelenkband – und fasse Teile nur an den Rändern an.
  • Öffne das Gehäuse und baue das neue Teil ein. Für die genauen Entriegelungsklammern, Schrauben und die Demontagereihenfolge dieses Gehäuses: Siehe HPs Wartungs- und Servicehandbuch für den ProDesk 600 G5 SFF; die Details unterscheiden sich je nach HP-Modell, und dieses Handbuch erfindet sie nicht.
  • Schließe das Gehäuse, steck die Kabel wieder an und schalte den PC ein.
  • Öffne das BIOS-/Firmware-Setup und bestätige, dass der neue Speicher, die neue Festplatte oder die neue CPU erkannt wird – und prüfe, ob der Gesamt-RAM und das Startlaufwerk deinen Erwartungen entsprechen.

Schritte

  1. RAM einbauen
    Sichere deine Daten, schalte aus und zieh den Stecker, erde dich und öffne dann das Gehäuse. Öffne die Halterungen der Speicherslots, richte die Kerbe des Moduls am Schlüssel des Slots aus und drück es fest hinein, bis die Halterungen einrasten. Verwende passende Paare in den richtigen Kanälen. Schließe das Gehäuse und prüfe im BIOS, dass der neue Gesamtwert erkannt wird.
  2. Eine M.2 NVMe SSD einbauen
    Sichere deine Daten, schalte aus und zieh den Stecker, erde dich und öffne dann das Gehäuse. Finde den Key-M-Speicherslot (nicht den kleinen Key-E-Slot für die WLAN-Karte), setz das 2230- oder 2280-Laufwerk leicht schräg ein und sichere es mit der Halteschraube. Schließe das Gehäuse und bestätige im BIOS, dass das Laufwerk erscheint.
  3. Ein SATA-Laufwerk einbauen
    Sichere deine Daten, schalte aus und zieh den Stecker, erde dich und öffne dann das Gehäuse. Bau das 2,5"- oder 3,5"-Laufwerk in den internen Schacht ein und verbinde die SATA-Daten- und Stromkabel. Wenn du eine zweite Festplatte willst, prüf zuerst, ob dein Gerät wirklich den zweiten Käfig und die Kabel hat. Schließe das Gehäuse und kontrolliere im BIOS, dass das Laufwerk erkannt wird.
  4. CPU einbauen
    Sicher deine Daten, schalt das Gerät aus und zieh den Stecker, erd dich. Wenn du in ein Gerät, das mit einem Chip der 8. Generation ausgeliefert wurde, einen Chip der 9. Generation einbauen willst, aktualisiere zuerst das BIOS - mit der alten CPU noch eingebaut. Dann öffne das Gehäuse, löse den Hebel des Sockels, klapp die Halterung hoch, tausch den Prozessor aus - passend zur Ausrichtung des Sockels - und schließ Halterung und Hebel wieder. Setz den Kühler wieder auf. Schließ das Gehäuse und prüf die neue CPU im BIOS. Das genaue Sockel-Verfahren findest du im Maintenance and Service Guide von HP.

Gut zu wissen

  • Diese Seite gilt nur für das SFF-Gehäuse - ProDesk 600 G5 Desktop Mini und MT sind andere Geräte mit anderen Grenzen.
  • Die Maximalwerte sind die von HP validierten Angaben; größere Nachrüstlaufwerke und -Module funktionieren oft, liegen aber außerhalb von HPs getesteter Liste.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel RAM passt in den HP ProDesk 600 G5 SFF?

Bis zu 128 GB, und zwar 4 x 32 GB non-ECC DDR4 UDIMMs in den vier DIMM-Slots. Das US-Datenblatt von HP und Kingston bestätigen 128 GB; ein älteres japanisches Datenblatt von HP nennt noch 64 GB – das war sehr wahrscheinlich die ursprünglich validierte Grenze, bevor 32-GB-Module üblich waren.

Welchen RAM nutzt der ProDesk 600 G5 SFF?

Desktop-DDR4-UDIMMs in Vollgröße mit 288 Pins, non-ECC und ungepuffert, bis zu DDR4-2666. ECC und registered Server-Speicher werden nicht unterstützt. Verwende am besten Low-Profile-Module, damit der Deckel des SFF-Gehäuses noch schließt.

Werden Intel-CPUs der 9. oder 10. Generation unterstützt?

Er unterstützt Core i3/i5/i7/i9 der 8. und 9. Generation, Pentium Gold und Celeron auf LGA1151, mit bis zu 65 W TDP. Prozessoren der 10. Generation und neuer werden nicht unterstützt - sie brauchen einen anderen Sockel. Rechner, die mit einer 8.-Gen-CPU ausgeliefert wurden, brauchen unter Umständen ein BIOS-Update, bevor eine 9.-Gen-CPU läuft.

Kann ich eine M.2 SATA SSD einbauen?

Unklar. HP bietet für dieses Gerät nur PCIe NVMe M.2-Laufwerke an, und M.2 SATA-Module sind bei HP-Business-Desktops oft nicht verdrahtet oder unterstützt. Prüfe es für deine genaue SKU, bevor du eines kaufst - die sichere Wahl ist ein NVMe-Laufwerk im M.2 2230/2280-Slot.

Wie viele Speicherlaufwerke passen hinein?

In der Standardkonfiguration: eine M.2 NVMe SSD plus ein internes 2.5"/3.5" SATA-Laufwerk. In der Teileliste des Service-Handbuchs ist bei manchen Konfigurationen außerdem ein optionales zweites 3.5"-Laufwerk aufgeführt - prüf also Käfig und Kabel deines Geräts, wenn du zwei SATA-Laufwerke nutzen möchtest.

Ist der ProDesk 600 G5 Desktop Mini dasselbe Gerät?

Nein. Die Desktop-Mini-Variante trägt zwar denselben Modellnamen, hat aber nur 2 SO-DIMM-Slots (max. 32 GB) und andere Speicherhardware. Diese Anleitung gilt nur für das SFF-Gehäuse.

Offizielle Dokumente und Referenzen