HP ProBook 440 G8 Notebook PC — Upgrade-Anleitung für RAM, SSD und CPU

Aktualisiert am 19. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts

Das HP ProBook 440 G8 ist ein 14-Zoll-Business-Laptop von 2021, gebaut auf Intels Plattform der 11. Generation "Tiger Lake-UP3". Im Inneren ist er erfrischend einfach: zwei Speicherslots und ein SSD-Schacht, mehr gibt es nicht. Damit sind Aufrüstungen schnell und lohnend — mehr RAM und eine größere oder schnellere SSD bringen dir sofort etwas. Beim Prozessor sieht es anders aus: Er ist auf die Platine gelötet, eine CPU-Aufrüstung gibt es also gar nicht. Hier findest du, was hineinpasst, welche Grenzen gelten und worauf du vor dem Kauf achten solltest.

Auf einen Blick

  • RAM: 2x DDR4 SO-DIMM, je bis zu 16 GB, insgesamt 32 GB, 3200 MT/s
  • Speicher: 1x M.2 2280 PCIe NVMe Gen3 x4 — der einzige Laufwerksschacht
  • CPU: verlötet, nicht aufrüstbar
2x DDR4 SO-DIMM (260-pin), je bis zu 16 GB2 × DDR4 SO-DIMM · bis zu 32 GB gesamt · 3200 MT/s
1x M.2 2280 M-key PCIe NVMe Gen3 x4SSD M.2 2280 (NVMe)
2 × SO-DIMM · DDR4bis zu 32 GB gesamt1x M.2 2280 M-key PCIe NVMe Gen3 x4SSD M.2 2280 (NVMe)
Schema der aufrüstbaren Steckplätze (nicht maßstabsgetreu). Die genauen Positionen findest du im Benutzerhandbuch.

Lebenszyklus und Support

Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.

20202021202220232024202520262027Heute11 · Verfügbarkeit · November 2020
Ausgefüllte Punkte: vom Hersteller veröffentlichte Daten. Leere Punkte: Schätzungen von Drittanbietern.
MeilensteinDatum
Verfügbarkeit
Erstmals verfügbar zum Kauf.
November 2020 Schätzung Also corroborated by https://www.itworldcanada.com/article/hp-releases-probook-600-g8-and-probook-400-g8-business-laptops/435832
Quelle ↗

Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.

RAM-Aufrüstung

Der ProBook 440 G8 hat zwei DDR4 SO-DIMM-Slots (260-pin) — beide sind gesteckt, nichts ist verlötet. Du kannst also jedes eingebaute Modul herausnehmen und ersetzen. Die Module sind DDR4-3200 (PC4-25600), 1,2 V, unbuffered und non-ECC. ECC- oder registered Server-SO-DIMMs werden nicht unterstützt und funktionieren nicht.

Kapazitätsgrenze: maximal 16 GB pro Modul, damit ist 2 x 16 GB = 32 GB die harte Grenze. Für dieses Gerät sind nur 4-, 8- und 16-GB-Module gelistet; 32-GB-Module sind nicht dafür validiert — behandle 32 GB insgesamt als Maximum. Falls dein Laptop gerade eine ungerade Kombination wie 8 + 4 GB hat, ist das werksseitig so verbaut und darf bleiben — ist aber kein gepaarter Dual-Channel-Betrieb.

Tempo: Der Speicher läuft höchstens mit 3200 MT/s; mischst du verschiedene Tempi, läuft das gesamte System mit der Rate des langsameren Moduls. Dual-Channel braucht ein passendes Paar. Der saubere Weg ist also ein Kit aus zwei identischen DDR4-3200 SO-DIMMs.

Ein Hinweis zur Erlaubnis: Die offiziellen QuickSpecs von HP bezeichnen die Slots als aufrüstbar nur durch IT oder Selbstwartende, und HP empfiehlt aus Kompatibilitäts- und Garantiegründen HP-Speicher. Ein anderes HP-Datenblatt bezeichnet beide Slots schlicht als kundenseitig zugänglich und aufrüstbar. In der Praxis ist das Aufrüsten selbst unkompliziert; besteht aber noch eine Business-Garantie, können Fremdmodule für jeden speicherbezogenen Fehler verantwortlich gemacht werden.

Kauftipps

  • Kauf ein passendes Paar DDR4-3200 SO-DIMMs (2 x 8 GB oder 2 x 16 GB) für Dual-Channel-Leistung
  • Verzichte auf ECC-, registered- oder "Server"-SO-DIMMs — dieser Laptop braucht schlichtes unbuffered non-ECC DDR4
  • Bleib bei maximal 16 GB pro Modul; 32-GB-Module sind hier nicht validiert
  • HP empfiehlt HP-eigenen Speicher, wenn du dich möglichst eng an die Garantiebedingungen halten möchtest

SSD / Speicher-Upgrade

Es gibt genau einen Laufwerkschacht: einen M.2 2280-M-Key-Slot mit PCIe NVMe Gen3 x4. Das war's — kein 2,5-Zoll-Schacht, kein zweiter M.2-Slot und keine SATA-M.2-Unterstützung (die Teile- und Konfigurationslisten von HP zeigen nur NVMe-Laufwerke). Außen gibt es einen microSD-Kartensteckplatz, aber das ist ein Kartenleser, kein Laufwerkschacht, und der kleine M.2-2230-Slot im Inneren ist nur für das WLAN/Bluetooth-Modul. In diesem Modell gibt es keinen WWAN/LTE-Slot.

Da es nur einen Schacht gibt, plane deine Kapazität gleich von vornherein: Ist das Werkslaufwerk zu klein, besteht die Lösung darin, es auszutauschen und das alte Laufwerk zu klonen oder zu sichern — nicht darin, ein zweites hinzuzufügen. HP nennt keine maximale Laufwerksgröße für den Slot; die größte Werksvariante ist ein 1 TB NVMe-Laufwerk, und Laufwerke ab dieser Größe gelten als sicher.

Bei der Geschwindigkeit kann sich ein Austausch wirklich lohnen. Einige Basiskonfigurationen wurden mit "Value"-PCIe-Gen3-x2-SSDs ausgeliefert (und das Optane-H10-Hybridlaufwerk ist ein x2x2-Design), obwohl der Slot selbst Gen3 x4 ist. Eine volle x4-NVMe-SSD ist damit ein echtes Tempo-Upgrade gegenüber vielen Werkslaufwerken — bei gleicher oder größerer Kapazität.

Die bauliche Passform zählt. Jedes Werkslaufwerk ist einseitig und 2,3 mm hoch. Ein doppelseitiges M.2-2280-Modul passt möglicherweise nicht ins Gehäuse, also nimm lieber ein einseitiges Laufwerk. Es gibt außerdem keine Befestigungspunkte für die Längen 2230, 2242 oder 2260 — da gilt nur 2280 oder gar nichts.

Kauftipps

  • Wähle eine M.2 2280-NVMe-SSD (M-key); SATA-M.2-Laufwerke funktionieren hier nicht
  • Nimm ein Gen3-x4-Modell, um das Beste aus dem Slot herauszuholen — viele Werkslaufwerke sind nur Gen3 x2
  • Nimm lieber ein einseitiges Laufwerk; doppelseitige Module passen möglicherweise nicht
  • Kauf dir gleich die Kapazität, die du brauchst, denn im Laptop ist nur ein Laufwerk möglich

So rüstest du auf

Bevor du startest

  • Mach zuerst ein Backup deiner Daten — besonders vor dem Austausch der einzigen SSD, auf der alles liegt
  • Speichere deinen BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel und prüfe auf BIOS-/Firmware-Updates; installiere sie vor dem Öffnen des Gehäuses, falls welche ausstehen
  • Schalte das Notebook vollständig aus und zieh das Netzteil
  • Erde dich selbst (berühr ein geerdetes Metallobjekt) oder nutz ein Erdungsband, und arbeit auf einer nicht leitenden Unterlage
  • Halt das HP Wartungs- und Servicehandbuch bereit — darin findest du die genauen Demontageschritte und Schraubenpositionen für dein Modell

Schritte

  1. Sichere deine Daten
    Mach vorher ein vollständiges Backup oder ein Image, bevor du irgendetwas anfasst. Wenn du die SSD austauscht, ist sie deine einzige Kopie des Betriebssystems und deiner Dateien — plane also zuerst, wie du klonen oder neu installieren willst.
  2. Herunterfahren und trennen
    Fahre den Laptop vollständig herunter (nicht nur Ruhezustand), ziehe das Netzteil aus der Steckdose und entferne alle angeschlossenen Geräte und Karten.
  3. Erde dich
    Entlade statische Elektrizität, indem du ein geerdetes Metallobjekt berührst, und lege die entfernten Schrauben nach Position sortiert bereit.
  4. Öffne das Gehäuse
    Öffne die Bodenabdeckung gemäß dem HP Maintenance and Service Guide für das ProBook 440 G8. Dort findest du die genauen Schraubengrößen und die Reihenfolge beim Herausdrehen; immer ohne Gewalt arbeiten – wenn etwas Widerstand leistet, prüfe die Anleitung erneut, statt zu hebeln.
  5. Baue das Teil ein
    RAM: Stecke jedes DDR4 SO-DIMM schräg fest ein und drücke es herunter, bis die seitlichen Klammern einrasten. Am besten nimmst du ein passendes Paar für die beiden Steckplätze. SSD: Setze das M.2 2280 NVMe-Laufwerk bündig am Steckplatz und am 2280-Gewindestift an, schiebe es ein und sichere es mit der einzelnen Halteschraube. Verwende kein doppelseitiges und kein kürzeres Laufwerk.
  6. Schließe das Gehäuse
    Setze die Abdeckung und die Schrauben in umgekehrter Reihenfolge wieder an und schließe dann das Netzteil wieder an.
  7. Prüfe, ob das BIOS das neue Teil erkennt
    Schalte das Gerät ein und rufe das BIOS-/Firmware-Setup auf, um zu bestätigen, dass die installierte Speichermenge und das NVMe-Laufwerk erkannt werden. Lass dann das Betriebssystem starten und prüfe dasselbe noch einmal (Speicher im Task-Manager/Systeminformationen, das Laufwerk in der Datenträgerverwaltung, wo du eine fabrikneue SSD eventuell initialisieren und formatieren musst).

Gut zu wissen

  • Die Quellen sind sich nicht einig, wer den Speicher aufrüsten darf: Ein HP-Datenblatt bezeichnet beide Steckplätze als kundenzugänglich und aufrüstbar, während die QuickSpecs von HP das Upgrade IT-Abteilungen oder Selbstwartenden überlassen und Speicher von HP empfehlen. Falls dir die Garantie wichtig ist, prüfe die Bedingungen, bevor du Module von Fremdherstellern einbaust.
  • HP nennt keine maximale SSD-Kapazität für den M.2-Slot; das größte werksseitig konfigurierte Laufwerk ist 1 TB NVMe.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel RAM fasst der HP ProBook 440 G8?

Bis zu 32 GB insgesamt, als zwei 16 GB DDR4-3200 SO-DIMMs. Beide Steckplätze sind nicht verlötet, du kannst also jedes eingebaute Modul austauschen.

Kann ich 32-GB-Speichermodule einbauen?

Nicht als solche für dieses Gerät validiert. Gelisted sind nur 4-, 8- und 16-GB-Module, und 32 GB SO-DIMMs sind hier nicht validiert – bleib für die maximalen 32 GB also bei 2 x 16 GB.

Unterstützt es ECC- oder registered Speicher?

Nein. Es braucht ganz normale DDR4-3200 SO-DIMMs mit 1,2 V, unbuffered und non-ECC. ECC- und registered Module funktionieren nicht.

Kann ich eine zweite SSD oder eine 2,5-Zoll-Festplatte einbauen?

Nein. Es gibt einen M.2 2280 NVMe-Schacht und keinerlei zweiten Laufwerksschacht. Für mehr Speicherplatz tauschst du das vorhandene Laufwerk aus und klonst dorthin oder installierst neu.

Unterstützt es SATA oder kurze M.2-Laufwerke?

Keine Unterstützung für SATA M.2 — nur NVMe. Außerdem fehlen Befestigungspunkte für 2230-, 2242- oder 2260-Laufwerke, das Laufwerk muss also 2280 (22 x 80 mm) sein — einseitig bestückte Modelle sind am sichersten, damit nichts anschlägt.

Kann ich die CPU aufrüsten?

Nein. Der Tiger-Lake-Prozessor der 11. Generation ist auf das Motherboard gelötet — es gibt keinen Sockel — und neuere CPUs sind nicht kompatibel. RAM und eine schnellere NVMe SSD sind deine einzigen Aufrüstungsmöglichkeiten.

Offizielle Dokumente und Referenzen