HP EliteDesk 800 G4 Tower Upgrade-Anleitung: RAM, SSD und CPU

Aktualisiert am 19. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts

Der HP EliteDesk 800 G4 Tower (auch als 800 G4 MT verkauft) gehört zu den geschäftstauglichen Desktops, die sich besonders leicht aufrüsten lassen: Alle vier Speicherplätze sind nutzerseitig zugänglich, nichts ist gelötet, dazu kommen zwei M.2-Slots für NVMe SSDs und drei SATA-Schächte für Festplatten, und der Prozessor steckt im Sockel statt auf der Platine gelötet zu sein. Diese Anleitung zeigt, was in jeden Bereich passt und worauf du vor dem Kauf achten solltest. Kurz vorweg ein Hinweis: Die G4-Familie umfasst sehr unterschiedliche Geräte — den Tower (dieses hier), das SFF, das Desktop Mini und den nahezu identischen 880 G4 Tower. Das Mini verwendet SO-DIMMs wie im Notebook, und im SFF brauchst du Low-Profile-Karten. Prüfe also vor der Bestellung, dass du das Tower-Gehäuse hast. Außerdem gilt: Mit 32-Bit-Windows kannst du nur etwa 3 GB Speicher nutzen; alles über 4 GB braucht ein 64-Bit-Betriebssystem.

Auf einen Blick

  • RAM: 4 x DDR4 DIMM-Steckplätze, bis zu 64 GB gesamt (4 x 16 GB), nichts verlötet
  • Speicher: 2 x M.2 NVMe-Steckplätze (2280/2230) plus 3 Schächte für SATA 6 Gb/s
  • CPU: Stecksockel LGA1151v2, nur Intel der 8. Generation, bis zu 95 W
4× DDR4 DIMM (non-ECC, max. 64 GB)4 × DDR4 DIMM · bis zu 64 GB gesamt · 2666 MT/s
2× M.2 2280/2230 NVMe (PCIe 3.0 x4)2 × SSD M.2 2230 / M.2 2280 (NVMe)
3× SATA 6-Gb/s-Schächte (2× 3,5", 1× 2,5")3 × HDD / SSD 2.5" / 3.5" (SATA)
LGA1151v2-CPU-Sockel (8. Generation Intel)LGA1151 (8th/9th gen) · Core 8th gen · max. 95 W
CPU · LGA1151 v2max. 95 W4 × DIMM · DDR4bis zu 64 GB gesamt2× M.2 2280/2230 NVMe (PCIe 3.0x4)2 × SSD M.2 2230 / M.2 2280 (NVMe)3× SATA 6-Gb/s-Schächte (2×3,5", 1× 2,5")3 × HDD / SSD 2.5" / 3.5" (SATA)
Schema der aufrüstbaren Steckplätze (nicht maßstabsgetreu). Die genauen Positionen findest du im Benutzerhandbuch.

Lebenszyklus und Support

Standardsupport endete am Dezember 2024 (Schätzung).

2018201920202021202220232024202520262027Heute11 · Verfügbarkeit · August 201822 · Verkaufsende · Januar 202033 · EOL · Dezember 202444 · EOSL · Dezember 2024
Ausgefüllte Punkte: vom Hersteller veröffentlichte Daten. Leere Punkte: Schätzungen von Drittanbietern.
MeilensteinDatum
Verfügbarkeit
Erstmals verfügbar zum Kauf.
August 2018 Schätzung JP-market announce/first availability; consistent with 2018 release per hardware-corner.net (https://www.hardware-corner.net/desktop-models/HP-EliteDesk-800-G4-Tower/)
Quelle ↗
Verkaufsende
Wird vom Hersteller (Dell nennt dies 'End of Life', Lenovo 'Withdrawn') nicht mehr als Neuware verkauft.
Januar 2020 Schätzung JP market (販売終了 2020年1月)
Quelle ↗
Ende der Lebensdauer (EOL)
Der Hersteller stellt die Produktentwicklung ein: keine neuen BIOS-, Firmware- oder Treiber-Versionen.
Dezember 2024 Schätzung The source publishes one 保守期限 date that the notes map to both end-of-life and end-of-standard-support
Quelle ↗
Ende des Standardsupports (EOSL)
Standard-Garantie- und Supportverträge können nicht mehr verlängert werden.
Dezember 2024 Schätzung JP market (保守期限)
Quelle ↗

Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.

Speicher (RAM)

Der Tower bietet vier 288-Pin-Desktop-DIMM-Slots, alle von dir erreichbar, und auf der Platine ist kein Speicher verlötet. Verbaut wird ausschließlich ungepufferter DDR4-Speicher ohne ECC im Dual-Channel-Betrieb, maximal 16 GB pro Modul und insgesamt 64 GB (vier 16-GB-Riegel). HP warnt, dass nicht unterstützte Module womöglich nicht funktionieren, und im Handbuch steht, dass das System damit nicht einwandfrei läuft — lass also ECC-, registered- und Server-Speicher weg und ebenso x4-Device-Module. Unterstützt werden x8- und x16-Devices, einseitig oder beidseitig bestückt.

Die Geschwindigkeit legt dein Prozessor fest, nicht die Platine. Mit einem Core i5 oder i7 der 8. Generation läuft der Speicher mit bis zu 2666 MT/s; mit Core i3, Pentium oder Celeron sind höchstens 2400 MT/s möglich. Achtung: Die HP-Unterlagen widersprechen sich hier — das Service-Handbuch nennt DDR4-2400-CL17-Module, die Datenblätter dagegen DDR4-2666. Beides funktioniert — schnellere Module laufen einfach mit dem langsameren Takt —, kauf also, was sich besser ausgeht, und mach dir wegen des Widerspruchs keine Gedanken.

Vorsicht bei Kapazitätsangaben, die du woanders siehst: 32-GB-Module ohne Puffer sind für diese Plattform nicht validiert, 64 GB bedeuten also vier 16-GB-Riegel, nicht zwei 32-GB-Riegel.

Kauftipps: Halte dich beim Modultyp an das Handbuch (DDR4, ungepuffert, ohne ECC). Wenn du die vollen 2666 MT/s willst, brauchst du einen i5 oder i7 der 8. Generation. Wenn du leere Slots neben vorhandenem Speicher füllst, halte die Summe möglichst gleichmäßig auf die beiden Kanäle verteilt.

Kauftipps

  • DDR4 DIMM (Desktop-Größe), nur ungepuffert und ohne ECC
  • Maximal 16 GB pro Riegel, 64 GB insgesamt mit 4 x 16 GB
  • 2666 MT/s brauchen einen i5/i7 der 8. Generation; sonst 2400 MT/s
  • Meide ECC-, registered- und x4-Device-Module

Speicher (SSD und Festplatte)

Speicher ist die große Stärke dieser Maschine. Du bekommst zwei M.2-Slots für NVMe SSDs, beschaltet als PCIe 3.0 x4, die sowohl 2280er als auch 2230er Laufwerke aufnehmen (ein kürzeres 2230-Laufwerk braucht den Abstandshalter und die passende Schraubenposition für diese Länge). Außerdem gibt es einen dritten M.2 2230-Slot, der aber als PCIe x1 beschaltet ist und ausschließlich für die Wi-Fi/Bluetooth-Karte gedacht ist — ein Laufwerk passt dort nicht. HP dokumentiert keine Unterstützung für M.2 SATA in den Speicherslots dieses Gehäuses, also behandle die M.2-Slots sicherheitshalber als NVMe-only.

Für SATA-Laufwerke gibt es drei interne Einschübe mit 6 Gb/s: zwei 3,5-Zoll-Einschübe und einen eigenen 2,5-Zoll-Einschub. Ein 2,5-Zoll-Laufwerk passt nur mit Adapter oder Einschubrahmen in einen 3,5-Zoll-Einschub. Dazu gibt es einen freien 5,25-Zoll-Halbhöhen-Außeneinschub, in den ein optisches Laufwerk, ein Laufwerkskäfig oder ein optionaler Kartenleser passt.

HP nennt für keines davon eine Kapazitätsgrenze; die größten von HP ausgelieferten Laufwerke waren 2 TB SATA Festplatten und 1 TB M.2 SSDs, aber größere Nachrüst-Laufwerke funktionieren in der Regel — sie werden nur von HP nicht validiert. Wenn du deine alte Platte auf eine neue NVMe SSD klonst, machen dir die beiden M.2-Slots das leicht: neues Laufwerk in den freien Slot stecken, klonen, dann tauschen oder beide behalten.

Kauftipps: jede gängige NVMe M.2 2280 SSD funktioniert, und PCIe 3.0 heißt, dass sich ein Aufpreis für ein PCIe 4.0-Laufwerk kaum lohnt. Für Massenspeicher ist eine SATA SSD oder Festplatte in den 3,5-Zoll-Einschüben der günstige Weg.

Kauftipps

  • M.2-Slots nehmen NVMe SSDs in der Länge 2280 oder 2230
  • Im Zweifel nur NVMe — M.2 SATA ist für diese Slots nicht dokumentiert
  • 2,5-Zoll-Laufwerke brauchen für die 3,5-Zoll-Einschübe einen Einschubrahmen
  • Keine dokumentierte Kapazitätsgrenze; größere Nachrüst-Laufwerke funktionieren in der Regel

Prozessor (CPU)

Der Prozessor ist sockelbasiert (LGA1151v2) und austauschbar, auf dem Intel Q370-Chipsatz. HPs Dokumentation listet nur CPUs der 8. Generation Intel Coffee Lake-S: Core i3, i5 und i7 sowie Pentium Gold und Celeron. Beispiele aus HPs Liste: Core i3-8100/8300, i5-8400/8500/8600, i5-8600K, i7-8700 und i7-8700K.

Das höchste von HP unterstützte TDP liegt bei 95 W (der i7-8700K und der i5-8600K, gelistet für die Workstation Edition dieser gleichen Tower-Plattform). Ein 65-W-Chip wie der i7-8700 ist für die meisten Besitzer das sinnvolle Upgrade — dieselben sechs Kerne mit mehr Spielraum als ein i5, ohne Kühlung oder Netzteil zu überlasten.

Häufig gefragt wird die Unterstützung der 9. Generation. Der physische Sockel ist derselbe und CPUs wie der i9-9900 passen mechanisch, aber HP hat für das G4 nie CPUs der 9. Generation gelistet — das kam erst mit dem G5 — und die BIOS- und Microcode-Unterstützung ist unsicher. Kauf dir keinen Chip der 9. Generation in der Hoffnung, dass er funktioniert.

Falls deine Upgrade-Pläne auch eine Grafikkarte umfassen, beachte die Leistungsgrenzen: das serienmäßige Netzteil hat rund 250 W und verwendet ein HP-eigenes Format, sodass eine 95-W-K-Serie-CPU plus moderne GPU vermutlich das leistungsstärkere Netzteil aus der 880 G4 Tower-Konfiguration oder ein Nachrüstnetzteil benötigt.

Kauftipps

  • Nur Intel Coffee Lake-S der 8. Generation: Core i3/i5/i7, Pentium Gold, Celeron
  • 95 W ist die höchste unterstützte TDP; ein 65-W-i7-8700 ist die sichere Wahl
  • Kauf keine CPU der 9. Generation — die Unterstützung ist nicht bestätigt
  • Plane das serienmäßige ~250-W-Netzteil mit ein, falls auch ein GPU-Upgrade geplant ist

So rüstest du auf

Bevor du startest

  • Mach vor dem Öffnen des Gehäuses ein Backup von allem, was dir wichtig ist.
  • Fahre den PC herunter, schalte ihn aus und ziehe das Netzkabel.
  • Entlade dich statisch (berühre das Metallgehäuse oder benutze ein Antistatik-Armband), bevor du Bauteile anfasst.
  • Öffne das Gehäuse — die genauen Demontageschritte, Schrauben und Verschlüsse hängen vom Modell ab, also folge der Bedienungsanleitung/dem Servicehandbuch für dieses Gehäuse.
  • Baue das neue Teil ein, verschließe das Gehäuse und schließe die Stromversorgung wieder an.
  • Starte den PC und rufe das BIOS-/Firmware-Setup auf, um sicherzustellen, dass der neue Arbeitsspeicher oder das neue Laufwerk erkannt wird. Starte dann dein Betriebssystem und prüfe die Kapazität.

Schritte

  1. Installieren und überprüfen
    Arbeite die Checkliste oben durch. HPs Wartungs- und Servicehandbuch für den EliteDesk 800 G4 TWR / 880 G4 TWR enthält die bebilderten Demontage- und Ausbauschritte für dieses Gehäuse; nutze es für die genauen Schrauben- und Rastpositionen, statt zu raten.

Gut zu wissen

  • Verwechsle den Tower nicht mit dem 800 G4 SFF, Desktop Mini oder 880 G4 Tower — Speicher-, Karten- und Laufwerksoptionen unterscheiden sich.
  • 32-Bit Windows kann nicht mehr als ca. 3 GB Speicher nutzen; für alles über 4 GB brauchst du 64-Bit Windows.
  • Kapazitätsangaben über die Werks-Optionen von HP hinaus werden von HP in der Regel nicht validiert, auch wenn sie in der Praxis funktionieren.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel RAM kannst du in den HP EliteDesk 800 G4 Tower einbauen?

64 GB insgesamt, bestehend aus vier 16 GB ungepufferten, nicht-ECC DDR4 DIMMs. Alle vier Steckplätze sind für dich zugänglich, nichts ist fest verlötet. 32-GB-Module sind für diese Plattform nicht validiert, deshalb bedeutet 64 GB: 4 x 16 GB.

Welche RAM-Geschwindigkeit unterstützt der 800 G4 Tower?

Bis zu 2666 MT/s, aber nur mit einem Core i5 oder i7 der 8. Generation. Mit einem Core i3, Pentium oder Celeron läuft der Speicher mit 2400 MT/s. Beachte: Die Unterlagen von HP widersprechen sich — das Servicehandbuch nennt DDR4-2400, die Datenblätter DDR4-2666 —, aber beides funktioniert, da schnellere Module einfach mit der langsameren Rate laufen.

Unterstützt der 800 G4 Tower ECC- oder registered-Speicher?

Nein. Es benötigt ungepufferte DDR4-Module ohne ECC. ECC- und registered/server-Module werden nicht unterstützt, und das Handbuch warnt, dass das System damit möglicherweise nicht einwandfrei arbeitet. Auch Module mit x4-Devices werden nicht unterstützt.

Wie viele SSDs kann ich in den 800 G4 Tower einbauen?

Bis zu fünf Laufwerke insgesamt: zwei M.2 NVMe SSDs (2280 oder 2230, PCIe 3.0 x4) plus drei Laufwerke mit SATA 6 Gb/s in den 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-Schächten. Der zusätzliche M.2-Steckplatz ist ein PCIe-x1-WLAN-Steckplatz und nimmt kein Laufwerk auf.

Unterstützt der 800 G4 Tower CPUs der 9. Intel-Generation?

Nicht offiziell. HP listet für dieses Gerät ausschließlich Prozessoren der 8. Generation (Coffee Lake-S). Ein Chip der 9. Generation wie der i9-9900 passt zwar physisch in den Sockel, doch die Unterstützung durch BIOS und Microcode ist unsicher, deshalb raten wir von einem Kauf für diesen PC ab.

Kann ich die CPU aufrüsten?

Ja — der Prozessor ist gesteckt, nicht gelötet. HP unterstützt Core i3/i5/i7 der 8. Generation, Pentium Gold und Celeron-Modelle bis 95 W. Der i7-8700 (65 W) ist ein beliebter Aufstieg; die 95-W-Modelle der K-Serie gab es in der Workstation Edition dieses Towers.

Offizielle Dokumente und Referenzen