Aufrüstungsanleitung für den HP EliteDesk 800 G5 Tower PC
Aktualisiert am 12. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts
Der EliteDesk 800 G5 Tower (auch gelistet als 800 G5 TWR oder 800 G5 MT) lässt sich gut aufrüsten: vier Speicherplätze, Platz für M.2- und SATA-Laufwerke und eine gesteckte CPU, die du später selbst tauschen kannst. Diese Anleitung zeigt dir die drei Aufrüstungen, die sich die meisten Besitzer wünschen. Ein Hinweis, bevor du etwas kaufst: Diese Seite gilt nur für den Tower. Die SFF-, DM-(mini-) und AiO-Versionen des EliteDesk 800 G5 haben andere Steckplatzzahlen und niedrigere Leistungsgrenzen für die CPU, ihre Aufrüstregeln sind also nicht dieselben. Der 5.25"-Optikschacht und der SD-Kartenleser waren optionale Extras, nicht jedes Gerät hat sie also.
Auf einen Blick
- 4 DDR4 UDIMM-Slots, 32 GB pro Modul (die HP-Unterlagen widersprechen sich: Gesamtsumme 64 oder 128 GB)
- 2 M.2-Speicher-Slots (2230/2280 NVMe) plus 2.5"/3.5" SATA-Schächte
- LGA 1151-Sockel, Coffee Lake CPUs der 8./9. Generation, bis zu 95 W in diesem Gehäuse
| 4x 288-Pin DDR4 UDIMM (ohne ECC, unbuffered) | 4 × DDR4 / DDR4 DIMM · bis zu 128 GB gesamt · 2666 MT/s |
|---|---|
| 2x M.2 2230/2280 NVMe + 2.5"/3.5" SATA-Slots | 2 × SSD / HDD M.2 2230 / M.2 2280 / 2.5" / 3.5" (NVMe / SATA) |
| LGA 1151 (Socket H4), 1 Sockel, Coffee Lake | LGA1151 (8th/9th gen) · Core 8th gen, Core 9th gen · max. 95 W |
Lebenszyklus und Support
Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.
| Meilenstein | Datum |
|---|---|
| Verfügbarkeit Erstmals verfügbar zum Kauf. |
Oktober 2019 Schätzung Quelle ↗ |
Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.
Speicher (RAM)
Was passt: vier 288-Pin-DDR4-UDIMM-Steckplätze, ausschließlich non-ECC und unbuffered. Das heißt ganz normale Desktop-Arbeitsspeichermodule — nicht die kurzen SO-DIMMs aus Laptops und kein Server-Speicher (ECC oder registered). x8- und x16-Module sind in Ordnung; x4-DIMMs werden ausdrücklich nicht unterstützt. Ein- und zweiseitige Module funktionieren beide. Es gibt keinen verlöteten Speicher, alle vier Steckplätze stehen dir zur Verfügung.
Wie viel: 32 GB pro Modul, also 4 x 32 GB = 128 GB theoretisch. Hier widersprechen sich die HP-Unterlagen, und das solltest du wissen, bevor du Geld ausgibst: Der Maintenance & Service Guide und der Hardware Reference Guide nennen maximal 64 GB, die Quickspecs dagegen 128 GB mit 4 x 32 GB. Der Text im Handbuch ist veralteter Standardtext, und 32-GB-dual-rank-UDIMMs laufen in diesen Boards. Wenn der HP-Support 64 GB nennt, ist das der veraltete Wert.
Tempo: DDR4-2666 MT/s ist die Obergrenze, die tatsächliche Geschwindigkeit hängt von der CPU ab. Mit Core i5, i7 oder i9 der 8./9. Generation läuft DDR4-2666; bei Core i3, Celeron oder Pentium macht der Speichercontroller bei DDR4-2400 Schluss, schnellere Module laufen dann einfach langsamer. Schnellerer RAM schadet nicht, bringt aber auch nichts.
Worauf du achten solltest: Viele Geräte kommen mit nur einem Modul im Single-Channel-Betrieb, was die integrierte UHD 630 deutlich ausbremst. Kauf den Speicher als abgestimmtes Paar (gleiche Größe und Geschwindigkeit) und bestücke die Steckplätze für Dual-Channel. Prüfe außerdem, welche CPU verbaut ist, bevor du einen Aufpreis für 2666er Module zahlst.
Kauftipp: Such nach DDR4-2666-CL17-UDIMM-Kits mit JEDEC SPD — die von HP genannten Module sind Standard-Desktop-Speicher mit 1.2 V und zwingend SPD, exotischer Übertaktungsspeicher mit nicht-standardmäßigen Timings ist hier nicht nötig.
Kauftipps
- Abgestimmte Paare aus Desktop-DDR4-UDIMM, non-ECC unbuffered
- DDR4-2666 für i5/i7/i9, DDR4-2400 reicht für i3/Celeron/Pentium
- x4-DIMMs, ECC und registered oder Server-Speicher vermeiden
Speicher
Was hineinpasst: zwei M.2-Slots für Speicher, beide nehmen NVMe-Laufwerke in 2230- oder 2280-Größe. Ein dritter M.2-2230-Slot ist nur für die WLAN-Karte gedacht — ein Laufwerk funktioniert dort nicht. Die SATA-Seite des Boards bietet 2.5"- und 3.5"-Schächte für SATA SSDs und Festplatten, und am Systemboard sind SATA-Strom und ein SATA-Port dokumentiert. Bei Konfigurationen mit der Optiklaufwerk-Option gibt es außerdem einen externen 5.25"-Schacht für optische Laufwerke.
Schnittstellen-Details: Die M.2-Speicherslots sind PCIe NVMe (PCIe 3.0-Generation). Ob M.2-Laufwerke mit SATA-Protokoll funktionieren, ist in der verfügbaren Dokumentation nicht bestätigt — geh also von NVMe aus, dann wirst du nicht enttäuscht. Intel Optane war ab Werk eine Option, inklusive Optane Memory H10.
Kapazität: Die HP-Quickspecs listen Werkslaufwerke bis 2 TB (2 TB TLC NVMe, 2 TB 7200 rpm HDD), aber kein Dokument nennt ein festes Maximum — moderne Laufwerke größer als diese Werksvarianten können sehr wohl funktionieren. Wenn du ein sehr großes Laufwerk willst, sieh in der aktuellen HP-Dokumentation nach oder frag HP direkt, statt von einem Limit auszugehen.
Worauf du achten solltest: Die genaue Anzahl der SATA-Schächte, das Dicken-Limit für 2.5"-Laufwerke und ob Caddies oder Halterungen mitgeliefert sind, stehen auf den verfügbaren Seiten nicht — der Maintenance & Service Guide enthält das Kapitel zu den Laufwerksschächten und ist die richtige Stelle, um vor der Bestellung eines Laufwerks oder einer Caddy nachzuprüfen. Denk auch daran, dass die M.2-Slots und die SATA-Laufwerke sich die Lanes des Chipsatzes teilen und der zweite PCIe-x16-Slot elektrisch nur x4 angebunden ist — bei aufwendigen Multi-Laufwerks-Setups können da die Bandbreitengrenzen erreicht werden. Der optionale 5-in-1-SD-Leser ist nicht in allen Konfigurationen vorhanden.
Kauftipp: Eine M.2 2280 NVMe SSD ist das einfachste große Upgrade — keine Kabel, keine Caddy nötig, du steckst sie direkt in einen der beiden M.2-Speicherplätze. Im Handbuch siehst du, welchen Slot du am leichtesten erreichst.
Kauftipps
- M.2 2280 NVMe SSD — keine Kabel, keine Caddy nötig
- SATA-Laufwerke: Prüfe im Servicehandbuch zuerst die Anzahl der Einbays und die nötigen Halterungen
- Sieh die SATA M.2-Unterstützung als unbestätigt an und kauf dir NVMe
Aktuell am günstigsten kompatibel
- WD Blue Desktop 1 TB 3.5" SATA HDD 40,99 $ eBay US
- Samsung Spinpoint M8 1 TB 2.5" SATA HDD (now Seagate) 49,00 $ eBay US
- WD Red NAS 1 TB 3.5" SATA HDD (CMR) 52,67 $ eBay US
Prozessor (CPU)
Was passt: ein LGA 1151 (Socket H4) Prozessor, Coffee Lake-Generation, auf der Intel Q370-Plattform. Es handelt sich um einen Steckprozessor, er lässt sich also austauschen — aber nur innerhalb der Familien der 8. und 9. Generation. Der Sockel sieht genauso aus wie bei den älteren 6./7.-Generation-Chips mit LGA 1151, und diese älteren Prozessoren laufen hier nicht. Unterstützt werden aus der 8. Generation Core i3-8100, i5-8500 und i7-8700 sowie aus der 9. Generation Core i3-9100/9300, i5-9500/9600/9600K, i7-9700/9700K und i9-9900/9900K, dazu Celeron G4930 und Pentium Gold G5420/G5600/G5620.
Leistungslimit: Das Tower-Gehäuse unterstützt bis zu 95 W, damit sind auch die übertaktbaren K-Modelle (i5-9600K, i7-9700K, i9-9900K) abgedeckt. Die Standard-Chips haben 65 W. Die 95-W-K-Modelle sind als ausschließlich für Tower vorgesehen — die kleineren EliteDesk 800 G5-Varianten nutzen stattdessen 65-W- und 35-W-Prozessoren.
Worauf du achten solltest: Prozessoren der 9. Generation können auf früh produzierten Boards ein BIOS-Update nötig machen, also aktualisiere die Firmware, bevor du die neue CPU einsetzt, falls dein Board ein frühes ist. Mit einem 95-W-K-Chip und dem Standardkühler ist mit mehr Lautstärke und möglicherweise knapper Kühlung zu rechnen — der Standardkühler ist auf die Standardmodelle ausgelegt. Wenn du zusätzlich eine Grafikkarte einbaust, achte auf die Reserve des Netzteils. Und beachte: Die Celeron- und Pentium-Konfigurationen wurden ausschließlich mit Windows 10 verkauft.
Kauftipp: Für die meisten ist der Sprung auf einen gebrauchten Core i7-8700 oder i7-9700 der beste Kompromiss — keine Sorgen bei Kühlung oder Stromversorgung, und DDR4-2666 wird unterstützt. Die K-Modelle lohnen sich nur, wenn du die letzten paar Prozent rausholen willst und Lüfterlärm in Kauf nimmst.
Kauftipps
- Nur 8th/9th Gen Coffee Lake — 6th/7th Gen LGA 1151-Chips funktionieren nicht
- 65-W-Modelle sind die sichere Wahl; die 95-W-K-Serie wird unterstützt, ist aber lauter
- Aktualisiere zuerst das BIOS, wenn du auf eine 9th-Gen-CPU wechselst
So rüstest du auf
Bevor du startest
- Sichere deine Daten, bevor du etwas anfasst.
- Fahre das Gerät herunter, schalte es am Netzteil aus, falls es einen Schalter hat, und ziehe das Stromkabel und alle übrigen Kabel ab.
- Erde dich — berühre das Metallgehäuse oder benutze ein Erdungsband —, damit statische Entladung die Platine nicht beschädigt.
- Öffne das Gehäuse. Die genauen Entriegelungspunkte, Schrauben und Verriegelungen unterscheiden sich je nach Bauweise. Halte dich beim Ausbau an die Bedienungsanleitung, statt etwas zu erzwingen.
- Setze das neue Bauteil ein und achte darauf, dass Speichermodule bis zum Einrasten sitzen und M.2-Laufwerke flach aufliegen, bevor du sie befestigst.
- Schließe das Gehäuse und schließe die Kabel wieder an.
- Schalte den PC ein und prüfe im BIOS/der Firmware, ob der neue Speicher, das neue Laufwerk oder der neue Prozessor erkannt wird. Starte dann dein Betriebssystem.
Schritte
- Backup erstellen
Sichere alles, was dir wichtig ist, bevor du loslegst. Aufrüstungen sind meist problemlos, aber ein Backup kostet nichts. - Herunterfahren und abstecken
Fahre den PC normal herunter, schalte das Netzteil aus, falls es einen Schalter hat, und zieh dann das Netzkabel und alle Peripheriegeräte ab. - Erdung herstellen
Arbeite auf einer harten Fläche ohne Teppich. Berühre vor dem Anfassen der Bauteile das Metallgehäuse oder trage ein Erdungsband. - Gehäuse öffnen
Halte dich beim Öffnen genau an die Bedienungsanleitung – auch zu Schrauben und Entriegelungspunkten. Hebel Abdeckungen oder Verriegelungen nicht auf. - Aufrüstung einbauen
Setze das Modul oder Laufwerk fest ein — der Arbeitsspeicher muss in beide Halterungen einrasten und ein M.2-Laufwerk muss flach aufliegen, bevor du es befestigst. Tauschst du die CPU, aktualisiere zuerst das BIOS, wenn du auf einen Chip der 9. Generation wechselst. - Schließen und prüfen
Bringe die Abdeckungen wieder an, schließe die Stromversorgung wieder an, starte den PC und prüfe im BIOS/Firmware, ob der neue Speicher, das neue Laufwerk oder die neue CPU erkannt wird, bevor du in Windows startest.
Gut zu wissen
- Diese Anleitung gilt nur für das Tower-Gehäuse (TWR/MT).
- Die HP-Unterlagen widersprechen sich beim maximalen RAM: 64 GB laut Service-Handbüchern, 128 GB laut Quickspecs.
- Die Unterstützung von SATA-M.2-Laufwerken ist nicht bestätigt.
- Anzahl der Laufwerksschächte, Dickenbeschränkungen und Einbaurahmen bitte im Maintenance & Service Guide prüfen.
- Die genauen Demontageschritte hängen von der Konfiguration ab — nutze die Bedienungsanleitung.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel RAM fasst der HP EliteDesk 800 G5 Tower?
Vier DDR4 UDIMM-Slots, 32 GB pro Modul. Laut quickspecs sind es insgesamt 128 GB; laut Maintenance & Service Guide und Hardware Reference Guide nur 64 GB. Die 64-GB-Angabe in den Handbüchern ist älterer Standardtext — 32-GB-Module laufen durchaus —, aber wenn du auf Nummer sicher gehen willst, gilt: 128 GB ist die spätere, richtige Angabe, und die Handbuch-Angabe ist veraltet.
Welchen RAM nutzt der EliteDesk 800 G5 Tower?
288-Pin DDR4 Desktop UDIMM, non-ECC und unbuffered, bis zu DDR4-2666 (DDR4-2400 mit Core i3-, Celeron- und Pentium-Prozessoren). Keine SO-DIMM, kein ECC oder registered, und keine x4-Module. Kauf passende Paare für dual-channel.
Unterstützt er NVMe SSDs?
Ja. Es gibt zwei M.2 2230/2280-Slots für Speicher, darin laufen PCIe-NVMe-Laufwerke (PCIe-3.0-Generation). Ein dritter M.2 2230-Slot ist nur für die WLAN-Karte. Die Unterstützung für M.2-Laufwerke mit SATA-Protokoll ist nicht bestätigt, bleib also bei NVMe.
Welche CPUs werden unterstützt?
Prozessoren der 8. und 9. Generation (Coffee Lake) auf LGA 1151: Core i3-8100, i5-8500, i7-8700, Core i3-9100/9300, i5-9500/9600/9600K, i7-9700/9700K, i9-9900/9900K, dazu Celeron G4930 und Pentium Gold G5420/G5600/G5620. Chips der 6. und 7. Generation auf LGA 1151 funktionieren trotz passendem Sockel nicht. Der Tower verkraftet bis zu 95 W, die Modelle der K-Serie werden also unterstützt.
Brauche ich ein BIOS-Update, um die CPU aufzurüsten?
Möglicherweise. Prozessoren der 9. Generation brauchen bei früh produzierten Boards ein BIOS-Update, also aktualisiere die Firmware, bevor du den neuen Chip einbaust. Prüfe danach, ob der Prozessor im BIOS auftaucht.
Wie viele Laufwerke kann ich einbauen?
Zwei M.2-Speicherlaufwerke (2230 oder 2280 NVMe) sowie 2.5"/3.5"-SATA-Laufwerke in den Schächten. Die genaue Anzahl der SATA-Schächte, das Dickenlimit für 2.5"-Laufwerke und nötige Caddys stehen nicht in den verfügbaren Seiten — prüfe sie vor deiner Bestellung im Maintenance & Service Guide. Der 5.25"-Optikschacht und der SD-Kartenleser waren optional, nicht jedes Gerät hat sie also.
Offizielle Dokumente und Referenzen
- PDF HP EliteDesk 800 G5 Tower PC — Wartungs- und Servicehandbuch (Demontage, Laufwerksschächte, Serviceverfahren für Speicher und CPU)
Deckt auch den EliteDesk 880 G5 Tower ab; das Layout entspricht dem 800 G5 Tower. - PDF HP EliteDesk 800 G5 Tower PC — Quickspecs (Werksausstattung, 128 GB Speicherwert, unterstützte CPUs, Liste der Datenträger)
- PDF HP EliteDesk 800 G5 — Options- und Spezifikationsblatt (M.2-Slots, Erweiterungs-Slots)
- PDF HP EliteDesk 800 G5 Datenblatt (CPU-Optionen und TDP-Grenzen je Gehäuse)
Nützlich, um zu bestätigen, dass es die 95-W-K-Serie nur im Tower gibt. - PDF HP EliteDesk 800 G5 — Referenzdokument (Liste unterstützter Prozessoren)