HP EliteDesk 800 G3 Small Form Factor Upgrade-Guide

Aktualisiert am 11. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts

Der HP EliteDesk 800 G3 Small Form Factor PC ist einer der freundlicheren Business-Desktops zum Aufrüsten: vier Speicherslots, Platz für ein NVMe-Laufwerk plus mehrere SATA-Laufwerke und ein Sockel-CPU, den du tatsächlich tauschen kannst. Dieser Guide zeigt, was passt, wo die Grenzen liegen und worauf du vor dem Kauf achten solltest. Eine Warnung vorab: Die EliteDesk-800-G3-Familie umfasst Desktop-Mini- und All-in-One-Varianten. Diese nutzen kleinen SO-DIMM-Speicher und fassen höchstens 32 GB. Diese Seite behandelt ausschließlich die Small-Form-Factor-(SFF)-Variante, die Vollformat-Speicher und bis zu 64 GB fasst. Prüfe vor der Bestellung, ob deine Maschine die SFF ist.

Auf einen Blick

    4x 288-Pin DDR4 UDIMM, max. 64 GB (SFF)4 × DDR4 DIMM · bis zu 64 GB gesamt · 2400 MT/s
    1x M.2 NVMe + 4 SATA-Slots (2,5/3,5/optisch)4 × M.2 2230 / M.2 2280 / 2.5" / 3.5" (NVMe / SATA)
    LGA1151-Sockel, Intel Core der 6./7. GenerationLGA1151 (6th/7th gen) · Core 6th gen, Core 7th gen · max. 65 W
    CPU · LGA1151max. 65 W4 × DIMM · DDR4bis zu 64 GB gesamt1x M.2 NVMe + 4 SATA-Slots(2,5/3,5/optisch)4 × M.2 2230 / M.2 2280 / 2.5" /3.5" (NVMe / SATA)
    Schema der aufrüstbaren Steckplätze (nicht maßstabsgetreu). Die genauen Positionen findest du im Benutzerhandbuch.

    Lebenszyklus und Support

    Standardsupport ist beendet; kostenpflichtiger erweiterter Support läuft bis 31. Oktober 2027.

    201720182019202020212022202320242025202620272028Heute11 · Verfügbarkeit · Januar 201722 · Verkaufsende · August 201933 · EOSL · 31. März 202144 · EOL · 31. Oktober 202355 · Erweiterter Support endet · 31. Oktober 2027
    Ausgefüllte Punkte: vom Hersteller veröffentlichte Daten. Leere Punkte: Schätzungen von Drittanbietern.
    MeilensteinDatum
    Verfügbarkeit
    Erstmals verfügbar zum Kauf.
    Januar 2017 Schätzung HP business notebooks, desktops, and workstations - January 2017 product introductions
    Quelle ↗
    Verkaufsende
    Wird vom Hersteller (Dell nennt dies 'End of Life', Lenovo 'Withdrawn') nicht mehr als Neuware verkauft.
    August 2019 Schätzung HP EliteDesk 800 G3 released in 2017 and discontinued in 2019.
    Quelle ↗
    Ende des Standardsupports (EOSL)
    Standard-Garantie- und Supportverträge können nicht mehr verlängert werden.
    31. März 2021 Offiziell Standard commercial warranty and service options end for product (End of Standard Commercial Warranty and Service).
    Quelle ↗
    Ende der Lebensdauer (EOL)
    Der Hersteller stellt die Produktentwicklung ein: keine neuen BIOS-, Firmware- oder Treiber-Versionen.
    31. Oktober 2023 Offiziell End of interactive troubleshooting and driver updates; Start of self-help support only (HP Support Assistant), closing of support cases and clear down of support phone lines.
    Quelle ↗
    Ende des erweiterten Supports
    Kostenpflichtiger erweiterter Support endet; danach gibt es keinerlei Hersteller-Support mehr.
    31. Oktober 2027 Offiziell End of Support-Product no longer supported by HP (End of Support).
    Quelle ↗

    Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.

    Arbeitsspeicher (RAM)

    Das SFF hat vier 288-Pin-DDR4-DIMM-Steckplätze in voller Größe, zwei pro Kanal, und nichts ist auf der Platine verlötet. Maximal 16 GB pro Modul, insgesamt 64 GB.

    Was passt: ungepufferte, non-ECC DDR4-UDIMMs mit korrekten JEDEC-SPD-Daten, spezifiziert mit CL17 bei 1,2 V. HP gibt PC4-19200 (DDR4-2400) als höchste Geschwindigkeit an. Module mit x8- oder x16-Speicherchips sind in Ordnung; x4-basierte Module werden nicht unterstützt, und reine XMP-Enthusiasten-Riegel (ohne Standard-JEDEC-Profile) kommen möglicherweise nicht durch den POST. ECC-, Registered- und Load-Reduced-Speicher wird überhaupt nicht unterstützt. Ein- und doppelseitige Module funktionieren beide.

    Das Tempolimit hängt von der CPU ab. DDR4-2400 benötigt eine CPU der 7. Generation; bei einem Chip der 6. Generation kommt der Speichercontroller maximal auf DDR4-2133. Langsamere Riegel laufen einfach langsamer, schnellere taktet das System meist herunter — schau dir aber an, welche Profile der Riegel mitbringt.

    Kauftipps: Kauf passende Paare, damit beide Kanäle zusammenarbeiten. Greif lieber zu schlichten DDR4-2400-UDIMMs (oder 2133) nach JEDEC-Spezifikation statt zu Gaming-Speicher. Wenn ein Riegel nur mit XMP-Timings wirbt, lass ihn lieber — HP warnt, dass das System mit nicht unterstützten Modulen unter Umständen nicht richtig funktioniert.

    Speicher (SSD & HDD)

    Hier gibt es zwei Arten von Erweiterungen: einen M.2-NVMe-Steckplatz und vier SATA-Anschlüsse.

    Der M.2-Steckplatz ist ein M-Key-Steckplatz für ein NVMe-Laufwerk (HP nennt es Turbo Drive), verdrahtet für PCIe 3.0 x4 und in der Größe 2280 (80 mm). Die werksseitigen HP-Laufwerke gingen bis 1 TB. M.2-SSDs mit SATA-Protokoll sind hier die falsche Wahl — der Steckplatz ist offiziell nur als PCIe/NVMe dokumentiert.

    Zur 2230-Frage sind sich die HP-Unterlagen nicht ganz einig: Die Support-Seite zeigt einen festen 2280-Speichersteckplatz, während die QuickSpecs bei manchen G3-Varianten einen 2280/2230-Kombisteckplatz beschreiben. Praktisch heißt das: Schau dir vor dem Kauf die Platine an — wenn der Abstandshalter an einer zweiten Position sitzt, passt ein 2230-Laufwerk. Bestell nicht einfach vorschnell einen Kühlkörper nur für 2280.

    Die vier SATA-Anschlüsse versorgen zwei 3,5-Zoll-Schächte, einen 2,5-Zoll-Schacht und den 9-mm-Schacht für das schlanke optische Laufwerk. 2,5-Zoll-Laufwerke brauchen eine Halterung oder einen Caddy. HP listet werksseitige Laufwerke bis 2 TB in 3,5-Zoll-Bauform. Es gibt keine dokumentierte Dickenbegrenzung — plane für die 3,5-Zoll-Schächte also mit normalen Desktop-HDDs und bei den 2,5-Zoll-Laufwerken mit den üblichen SSD-Höhen. Der SD-Kartenleser vorne ist ein Kartenleser und kein Erweiterungsschacht.

    Der optische Schacht ist die einfachste Unterkunft für eine zusätzliche SSD: Er ist 9 mm schlank, und mit Caddys von Drittanbietern passt ein 2,5-Zoll-Laufwerk hinein. Das ist kein offiziell spezifizierter Speicherschacht — sieh es eher als gängigen Umbau denn als dokumentierte Funktion.

    Bei der Kapazität enden die dokumentierten HP-Optionen bei 2 TB (HDD) und 1 TB (NVMe), aber nichts in der angegebenen Spezifikation begrenzt dich darauf. Größere Laufwerke sind weit verbreitet — das geht einfach über das hinaus, was HP veröffentlicht hat.

    Kauftipps: Ein NVMe-Laufwerk für das Betriebssystem und deine schnellsten Arbeiten, dazu günstige SATA-SSDs oder eine große Festplatte für den Massenspeicher. Wenn du von einem neuen NVMe-Laufwerk booten willst, aktualisiere zuerst das BIOS. Auf der Platine gibt es noch einen separaten M.2-2230-Steckplatz für WLAN/Bluetooth — das ist kein Speichersteckplatz, also steck kein Laufwerk hinein.

    Prozessor

    Die CPU steckt in einem Standard-LGA1151-Sockel mit normaler Kühlerbefestigung und lässt sich damit austauschen. Akzeptiert werden ausschließlich Intel-Core-, Pentium- und Celeron-Prozessoren der 6. Generation (Skylake) und 7. Generation (Kaby Lake).

    Die Falle: Auch Chips der 8. und 9. Generation nutzen den LGA1151-Sockel, laufen aber nicht in diesem Rechner — Chipsatz und Management-Engine sind anders. Verlass dich nicht allein auf die Sockel-Kompatibilität.

    HP hat die Standard-Desktop-Modelle mit 65 W validiert. Die Liste umfasst den i7-7700, i5-7500/7600, i3-7100/7300/7320, Pentium G4560/G4600/G4620, Celeron G3930/G3950 sowie auf Seiten der 6. Generation den i7-6700, i5-6500/6600 und i3-6100. Stromsparende 35-W-T-Modelle (wie der i7-7700T) tauchen ebenfalls in Listen auf und sind eine legitime Option bei der Konfiguration auf Bestellung. Einige Drittanbieter-Angebote nennen 91-W-'K'-Chips; die sind unverifiziert — HP hat BIOS, Kühler und Netzteil dafür nie validiert, zähl also nicht darauf.

    Praktische Obergrenze: Der i7-7700 ist das Ende der Fahnenstange für diesen Kasten. Kühler und Netzteil sind auf 65 W ausgelegt — wenn du dich im validierten Bereich hältst, bleibt alles leise und sicher.

    Vergiss den Speicher-Hinweis oben nicht: Eine CPU der 6. Generation begrenzt dich auf DDR4-2133. Wer die vollen 2400 MT/s will, nimmt die 7. Generation.

    Kauftipps: Ein gebrauchter i7-7700 oder ein i5-7500/7600 ist meist der sinnvolle Weg. Rüstest du CPU und Speicher zusammen auf, halte die Generation passend, damit du keine Geschwindigkeit verschenkst.

    So rüstest du auf

    Bevor du startest

    • Sichere alles, was dir wichtig ist, bevor du das Gehäuse öffnest.
    • Fahre den PC ordnungsgemäß herunter und ziehe das Netzkabel (und alles andere, was angeschlossen ist) ab.
    • Erdung nicht vergessen — Metallgehäuse berühren oder Erdungsarmband benutzen —, bevor du Bauteile anfasst.
    • Öffne das Gehäuse. Das Wartungs- und Servicehandbuch von HP zeigt die genauen Demontageschritte und welche Schrauben und Verriegelungen du lösen musst; halte dich daran, statt zu raten.
    • Baue das Teil ein: Setze Speichermodule fest ein, bis die seitlichen Clips einrasten, schraube ein M.2-Laufwerk am Abstandshalter fest und beachte bei einer CPU die markierte Ausrichtung des Sockels; setze danach den Kühler wieder auf.
    • Schließe das Gehäuse, schließe die Stromversorgung wieder an und schalte den PC ein.
    • Prüfe, ob BIOS/Firmware das neue Teil erkennt (Gesamtspeicher, eingetragenes Laufwerk, CPU-Modell), bevor du in dein Betriebssystem startest. Für ein neues NVMe-Bootlaufwerk ist ein BIOS-Update vorab der reibungslosere Weg.

    Gut zu wissen

    • Verwechsle die SFF nicht mit den Desktop-Mini- oder All-in-One-Versionen des EliteDesk 800 G3 — andere Speicherslots und eine niedrigere Obergrenze.
    • Über HPs dokumentierte Optionen hinaus (2 TB HDD, 1 GB… 1 TB NVMe) sind größere Laufwerke in der Praxis verbreitet, liegen aber außerhalb der veröffentlichten Spezifikation von HP.
    • Diese Maschine liefert mit TPM 2.0 (auf TPM 1.2 herabsetzbar), aber die Prozessoren der 6./7. Generation stehen nicht auf Microsofts offizieller Windows-11-CPU-Liste — prüfe die OS-Kompatibilität separat, wenn dir das wichtig ist.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie viel RAM passt in den HP EliteDesk 800 G3 SFF?

    Bis zu 64 GB — vier Slots, 16 GB pro Modul. Dieser Wert gilt für die SFF- und Tower-Varianten; die Desktop-Mini- und All-in-One-Versionen derselben Familie fassen nur 32 GB.

    Welchen RAM brauche ich für den EliteDesk 800 G3?

    288-pin DDR4 UDIMMs, ungepuffert und ohne ECC, mit Standard-JEDEC-Profilen (CL17 bei 1.2 V). ECC-, registered-, x4-basierte und ausschließlich XMP-Module werden nicht unterstützt und starten möglicherweise nicht (kein POST). Verwende passende Paare für Dual-Channel.

    Unterstützt er NVMe SSDs?

    Ja. Es gibt einen M.2-M-Key-Slot für ein NVMe-PCIe-3.0-x4-Laufwerk (HPs Turbo Drive) in 2280-Größe — einige Boards akzeptieren auch 2230, also prüfe deinen Abstandshalter. Der Slot ist nur für NVMe; eine SATA-M.2-SSD passt nicht. Die übrigen Laufwerksschächte sind SATA.

    Welche CPUs passen in den EliteDesk 800 G3 SFF?

    Intel Core-, Pentium- und Celeron-Prozessoren der 6. und 7. Generation auf LGA1151, in der von HP validierten 65-W-Klasse (der i7-7700 ist die praktische Obergrenze). Chips der 8./9. Generation passen zwar auf den Sockel, funktionieren aber nicht. Sparsame 35-W-Modelle der T-Serie passen ebenfalls; 91-W-'K'-Chips sind für diese Maschine nicht verifiziert.

    Kann ich eine Grafikkarte nachrüsten?

    Ein bescheidener. Die PCIe-Slots fassen Low-Profile-Karten bis etwa 6,6 Zoll Länge, und die x16-Slots sind mit 35 W ausgelegt, ohne zusätzlichen Stromanschluss — also keine Gaming-Karte. Sparsame Low-Profile-Karten sind die realistische Option. HPs eigene Diskrete-Option war eine GeForce GT 730 2 GB.

    Laufen schnellere RAM-Module mit ihrer angegebenen Geschwindigkeit?

    Nur innerhalb der Grenzen der Maschine: DDR4-2400 ist die dokumentierte Obergrenze, und dafür brauchst du einen Prozessor der 7. Generation. Ein Prozessor der 6. Generation begrenzt den Speicher auf DDR4-2133. Schnellere Module takten sich in der Regel herunter.

    Offizielle Dokumente und Referenzen