Gigabyte Z490-Upgrade-Guide: RAM, Speicher und CPU

Aktualisiert am 24. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts

Gigabyte Z490 ist eine Chipsatz-Familie, kein einzelnes Board. Modelle wie das Z490 AORUS ELITE (und ELITE AC), GAMING X, VISION D / VISION G, MASTER / MASTER WF und UD AC teilen sich eine Plattform: ein LGA1200-CPU-Sockel, vier DDR4-Slots, zwei M.2-Slots und sechs SATA-Ports. Speichertakt, M.2-Slot-Längen, Thermalschutz und Extras wie Wi-Fi oder Thunderbolt unterscheiden sich zwischen den Modellen – prüf daher das genaue Datenblatt deines Boards, bevor du Module oder lange, mit Kühlern versehene SSDs bestellst. Dieser Guide zeigt, was in alle passt und wo sie sich unterscheiden.

Auf einen Blick

  • 4 x DDR4 DIMM-Steckplätze, insgesamt bis zu 128 GB
  • 2 x M.2 (NVMe oder SATA) plus 6 x SATA 6 Gb/s
  • LGA1200-Sockel: 10. Gen Intel Core, dazu 11. Gen mit BIOS-Update
4x DDR4 DIMM (Dual-Channel), max. 128 GB4 × DDR4 DIMM · bis zu 128 GB gesamt · 5000 MT/s
2x M.2 (M-Key) + 6x SATA 6 Gb/s8 × SSD M.2 2242 / M.2 2260 / M.2 2280 / M.2 22110 (NVMe / SATA)
LGA1200-Sockel (10./11. Gen Intel Core)LGA1200 · Core 10th gen, Core 11th gen, Core 11th gen
CPU · LGA12004 × DIMM · DDR4bis zu 128 GB gesamt2x M.2 (M-Key) + 6x SATA 6 Gb/s8 × SSD M.2 2242 / M.2 2260 / M.2 2280 /M.2 22110 (NVMe / SATA)
Schema der aufrüstbaren Steckplätze (nicht maßstabsgetreu). Die genauen Positionen findest du im Benutzerhandbuch.

Lebenszyklus und Support

Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.

20202021202220232024202520262027Heute11 · Verfügbarkeit · April 2020
Ausgefüllte Punkte: vom Hersteller veröffentlichte Daten. Leere Punkte: Schätzungen von Drittanbietern.
MeilensteinDatum
Verfügbarkeit
Erstmals verfügbar zum Kauf.
April 2020 Schätzung Third-party page states "Announced on April 30, 2020… Released Apr 2020"; the precise availability date is not published, so the date is kept at month precision. Intel (manufacturer) only gives chipset-level "Launch Date: Q2'20" (https://www.intel.com/content/www/us/en/products/sku/201834/intel-z490
Quelle ↗

Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.

RAM

Jedes Z490-Gigabyte-Board, das wir uns angeschaut haben, hat vier 288-polige DDR4-DIMM-Slots (Desktop-DIMMs, keine Laptop-SO-DIMMs). Nichts ist verlötet, alle vier Slots kannst du also selbst befüllen. Das Maximum sind 32 GB pro Modul, macht 128 GB über vier Slots, und 32-GB-Module brauchen Chips mit 16 Gb-Dichte, um diesen Wert zu erreichen. Der Speicher läuft im Dual Channel: Mit zwei Modulen setzt du sie in die Slots 1 und 3 oder 2 und 4 statt nebeneinander.

Der Unterschied liegt bei der Geschwindigkeit. GIGABYTE validiert DDR4-5000 (XMP) auf der Z490 AORUS ELITE, DDR4-4600 auf der GAMING X, während die Handbücher von VISION D und ELITE AC DDR4-3200 nennen. Offenbar zitieren die Handbücher Intels standardmäßig unterstütztes Maximum, die Webseiten dagegen die validierte Übertaktung — und das Handbuch selbst verweist für die neuesten Zahlen auf die GIGABYTE-Website. Die Angaben weichen also je nach Dokument voneinander ab. In der Praxis begrenzt außerdem die CPU: Core i5, i3-, Pentium- und Celeron-Chips sind auf DDR4-2666 und darunter beschränkt, egal was das Board unterstützt. Extreme Geschwindigkeiten sind nicht einmal theoretisch garantiert.

ECC-UDIMMs passen zwar mechanisch, das Board betreibt sie aber im Non-ECC-Modus — kauf diese Plattform also nicht in der Erwartung von Fehlerkorrektur. Registrierter oder gepufferter Server-Speicher wird gar nicht unterstützt.

Kauftipp: Passe das Kit an deine CPU an. Ein DDR4-4000-Kit lohnt nicht, wenn du einen i5 betreibst. XMP wird von allen Modellen unterstützt — ein moderates XMP-Kit ist die beste Wahl.

Kauftipps

  • Kauf 2 statt 4 Riegel, wenn du noch Platz für ein späteres Upgrade lassen möchtest.
  • Sieh dir die Specs-Seite deines Boards an — die maximal erreichbare XMP-Geschwindigkeit variiert je nach Modell.
  • ECC-Speicher bringt dir hier nichts; er läuft im Nicht-ECC-Modus.

Speicher

Du bekommst zwei M.2-Steckplätze (Socket 3, M key) und sechs SATA-Ports mit 6 Gb/s. Die M.2-Steckplätze nehmen NVMe- oder SATA-Laufwerke in den Längen 2242, 2260 und 2280 auf. Beim AORUS ELITE (und ELITE AC) passen in beide Steckplätze auch 22110-Laufwerke; beim GAMING X endet der zweite Steckplatz bei 2280. Prüfe das, bevor du ein 110-mm-Laufwerk oder eine SSD mit hohem Kühlkörper kaufst.

Alle M.2- und PCIe-Steckplätze sind PCI Express 3.0. Eine Gen4-NVMe läuft zwar, aber nur mit Gen3-Geschwindigkeit — es gibt also kaum einen Grund, dafür mehr zu bezahlen. Es gibt keine dokumentierte Kapazitätsgrenze pro Laufwerk; größere NVMe-Laufwerke funktionieren in der Praxis, aber GIGABYTE veröffentlicht eine Speicher-Kompatibilitätsliste, die du dir ansehen kannst. Laufwerksschächte bringt dein Gehäuse mit — die Platine selbst hat keine.

Zwei Dinge solltest du einplanen. Erstens: Ein SATA-M.2-Laufwerk deaktiviert einen der sechs SATA-Ports, zähle deine Laufwerke also, bevor du alles verkabelst. Zweitens: Beim GAMING X liegt nur ein M.2-Kühlblech bei, und ein ungekühltes NVMe-Laufwerk kann im ungeschützten Steckplatz unter Last drosseln. RAID 0/1/5/10 über Intel RST ist verfügbar, wenn du Laufwerke kombinieren möchtest.

Kauftipp: Entscheide dich für NVMe statt SATA M.2, wenn du alle sechs SATA-Ports brauchst. Wenn dein zweiter Steckplatz nur 2280 aufnimmt, lass die langen 22110-Laufwerke weg.

Kauftipps

  • NVMe M.2 lässt alle sechs SATA-Ports frei; SATA M.2 kostet dich einen davon.
  • Gen3-Laufwerke bringen hier im Alltag dieselbe Geschwindigkeit wie Gen4.
  • Prüfe vor dem Kauf die Längenbegrenzung des zweiten Steckplatzes bei deinem Modell.

CPU

Der Sockel ist LGA1200, die CPU lässt sich tauschen. 10th Gen Intel Core i9/i7/i5/i3, Pentium und Celeron (Comet Lake) werden nativ unterstützt. 11th Gen Core (Rocket Lake) läuft ebenfalls, aber erst nach einem BIOS-Update — GIGABYTE kennzeichnet das mit einem Sternchen auf der Spec-Seite und verweist auf die CPU Support List.

Eine maximale CPU-TDP ist nirgends dokumentiert. Die Plattform verkraftet K-Serie-CPUs mit 125 W, aber freigeschaltete i9-Chips ziehen unter Turbo rund 250 W, und die günstigen Boards (GAMING X, UD) haben dafür nur knapp bemessene Spannungsversorgung. Wenn du einen freigeschalteten i9 ins Auge fasst, greif lieber zu den höherwertigen Modellen.

Zwei ehrliche Grenzen, die du vor dem Kauf kennen solltest. Dieser Sockel ist eine Sackgasse: 12th Gen und neuere Intel-CPUs brauchen ein LGA1700-Board, die genannten CPUs sind also der komplette Upgrade-Pfad. Und obwohl manche Z490-Boards als PCIe 4.0-ready vermarktet wurden, hat Intel PCIe 4.0 auf dieser Plattform nie freigeschaltet, auch nicht mit einem 11th Gen-Chip — alles bleibt bei Gen3.

Kauftipp: Wenn du auf einem bestehenden Board auf eine 11th Gen-CPU umsteigst, sorg vorher für ein aktuelles BIOS (oder kauf bei einem Verkäufer, der die Revision bestätigt). Mit einem alten Werks-BIOS und ohne unterstützten Bootweg brauchst du womöglich erst einen 10th Gen-Chip, um das Update durchzuführen.

Kauftipps

  • Prüf in der CPU Support List von GIGABYTE deine genaue Board-Revision.
  • Ein freigeschalteter i9 ist für die Spannungsversorgung der günstigen Boards grenzwertig.
  • Der Sockel endet bei 11th Gen — es gibt keinen späteren CPU-Upgrade-Pfad.

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So rüstest du auf

Bevor du startest

  • Sichere alles Wichtige, bevor du das Gehäuse öffnest.
  • Fahre den Rechner herunter, schalte das Netzteil (PSU) aus und ziehe das Netzkabel.
  • Erde dich — berühre das Gehäuse oder benutze ein Erdungsband —, bevor du Bauteile anfasst.
  • Öffne das Gehäuse und baue das Bauteil ein. Bei RAM rasten die DIMM-Hebel an beiden Enden ein, sobald ein Modul sitzt; bei einem M.2-Laufwerk schiebst du das Laufwerk in den Stecker und fixierst es am anderen Ende (falls vorhanden, kommt das Kühlblech wieder oben drauf); bei einer CPU hält der Haltebügel des Sockets den Prozessor fest. Für die genaue Demontage deines Modells folge bitte der Bedienungsanleitung.
  • Schließe das Gehäuse, schließe die Stromversorgung wieder an und starte den Rechner.
  • Prüfe im BIOS/Firmware, ob der neue RAM, das neue Laufwerk oder die neue CPU erkannt werden und mit der erwarteten Geschwindigkeit laufen.

Schritte

  1. 1. Sicherung deiner Daten erstellen
    Erstell ein Backup von allem, was dir wichtig ist, bevor du Hardware tauschst.
  2. 2. Strom trennen und Kabel abziehen
    Fahr den PC vollständig herunter, schalte das Netzteil aus und zieh das Netzkabel ab.
  3. 3. Erden
    Entlade statische Elektrizität, indem du das Gehäuse berührst oder ein Erdungsband trägst, bevor du Komponenten anfasst.
  4. 4. Gehäuse öffnen und einbauen
    Setz RAM, SSD oder CPU in ihren Slot. Halte dich für den genauen Ausbau an das Handbuch deines Modells – die Abdeckung, Halterungen und Schraubpositionen variieren. Wenn du eine CPU der 11. Generation in ein bestehendes Board einbaust, kommt das BIOS-Update zuerst.
  5. 5. Zusammenbauen und starten
    Setz alle Schutzabdeckungen oder Kühler wieder an, schließ das Gehäuse und schließ den Strom wieder an.
  6. 6. Im BIOS prüfen
    Öffne das BIOS und prüf, ob der neue Gesamtspeicher und -takt, das Laufwerk oder die CPU korrekt erkannt werden.

Gut zu wissen

  • Der angegebene Speichertakt hängt vom genauen Board und der jeweiligen Quelle ab: Die GIGABYTE-Webseiten nennen übertaktete (XMP-)Werte, während die Handbücher niedrigere Standardwerte auflisten. Prüf die Specs-Seite deines Modells und betrachte alles über den Standardwerten hinaus als unbestätigt.
  • Für keines dieser Boards ist ein maximaler CPU-TDP dokumentiert.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel RAM fasst ein Gigabyte Z490-Board?

Vier DDR4 DIMM-Slots, 32 GB pro Modul, 128 GB insgesamt. 32-GB-Module müssen Chips mit 16-Gb-Dichte verwenden, um diesen Wert zu erreichen.

Unterstützt ein Gigabyte Z490 Intel CPUs der 11. Generation?

Ja, aber mit BIOS-Update. Core/Pentium/Celeron der 10. Generation laufen sofort; Rocket Lake braucht die neuere Firmware, prüf also zuerst die CPU-Support-Liste von GIGABYTE für deine Board-Revision.

Unterstützt Gigabyte Z490 PCIe 4.0 SSDs?

Ein Gen4-Laufwerk passt und läuft, aber alle M.2-Slots laufen mit PCIe 3.0, du bekommst also nur Gen3-Geschwindigkeiten. Intel hat PCIe 4.0 auf der Z490-Plattform nie aktiviert.

Kann ich ECC- oder Serverspeicher in einem Gigabyte Z490 verwenden?

ECC UDIMMs passen, laufen aber im Non-ECC-Modus – du bekommst also keine Fehlerkorrektur. Registered/Buffered RDIMMs werden gar nicht unterstützt.

Verbraucht eine SATA M.2 SSD einen meiner SATA-Ports?

Ja. Besetzt du einen M.2-Slot mit einem SATA-Laufwerk, wird einer der sechs SATA-6-Gb/s-Ports deaktiviert. Ein NVMe M.2-Laufwerk lässt alle sechs frei.

Welche M.2-SSD-Längen passen in ein Gigabyte Z490?

2242, 2260 und 2280 in beiden Slots. Der AORUS ELITE nimmt außerdem 22110-Laufwerke in beiden Slots, während der zweite Slot des GAMING X bei 2280 Schluss ist. Prüf die Specs-Seite deines Modells, bevor du ein langes oder mit Kühler versehenes Laufwerk kaufst.

Offizielle Dokumente und Referenzen