Dell OptiPlex 9020 Small Form Factor Upgrade-Anleitung
Aktualisiert am 11. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts
Der Dell OptiPlex 9020 Small Form Factor ist ein Desktop aus dem Jahr 2013, der sich immer noch sinnvoll aufrüsten lässt: mehr Speicher, eine größere SSD oder Festplatte und ein schnellerer Intel-Core-Prozessor der 4. Generation. Auf dieser Platine ist nichts verlötet, alle drei Bereiche kannst du also angehen. Eine Warnung, bevor du etwas kaufst: Dell hat den OptiPlex 9020 in mehreren Gehäusen verkauft — Mini-Tower, Small Form Factor, Ultra Small Form Factor und Micro. Nur das SFF und das MT haben vier DIMM-Steckplätze und nehmen CPUs bis 84 W; das USFF und das Micro haben zwei Steckplätze und geringere CPU-Limits, und das Micro ist die einzige Version mit M.2-Steckplätzen. Achte darauf, dass du wirklich das SFF hast, bevor du Teile bestellst.
Auf einen Blick
- Arbeitsspeicher: 4 Steckplätze, DDR3-1600 Desktop DIMMs, insgesamt bis zu 32 GB
- Datenspeicher: ein 3,5-Zoll-Schacht und zwei 2,5-Zoll-SATA-Schächte, SATA III, kein M.2 oder NVMe-Boot
- CPU: LGA 1150 Socket, Haswell Core i3/i5/i7 der 4th-gen und Pentium bis 84 W
- Zwei Low-Profile PCIe Steckplätze für Erweiterungskarten; 255 W PSU ohne PCIe-Stromstecker begrenzt Grafik-Upgrades
| 4x DDR3-1600 UDIMM, max. 32 GB | 4 × DDR3 DIMM · bis zu 32 GB gesamt · 1600 MT/s |
|---|---|
| 1x 3.5" + 2x 2.5" SATA III-Einbauten | 3 × SSD / HDD 2.5" / 3.5" (SATA) · bis zu 2 TB |
| Sockel LGA 1150, Haswell bis 84 W | LGA1151 (6th/7th gen) · Core 6th gen · max. 84 W |
Lebenszyklus und Support
Standardsupport endete am 2016 (Schätzung).
| Meilenstein | Datum |
|---|---|
| Verfügbarkeit Erstmals verfügbar zum Kauf. |
2013
Offiziell
Manufacturer owner's manual dated June 2013; first availability mid-2013. Kept at year precision because the manual date is not itself the on-sale date. Quelle ↗ |
| Ende des Standardsupports (EOSL) Standard-Garantie- und Supportverträge können nicht mehr verlängert werden. |
2016
Schätzung
Rolling, not a fixed date: standard 3-year On-Site Service after Remote Diagnosis (3-3-3) runs 3 years from each unit's ship date. 2016 applies to launch units; later-sold units lapse proportionally later. Quelle ↗ |
| Verkaufsende Wird vom Hersteller (Dell nennt dies 'End of Life', Lenovo 'Withdrawn') nicht mehr als Neuware verkauft. |
2018
Schätzung
Dell publishes no date for this model. Derived by applying the 5-year OptiPlex SDLC pattern described in Dell community guidance to a 2013 model. Dell labels this milestone 'End of Life'. Quelle ↗ |
Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.
Arbeitsspeicher (RAM)
Die SFF hat vier 240-polige Desktop-DDR3-DIMM-Sockel — volle Desktop-Module, nicht die laptopgroßen SO-DIMMs wie in einigen anderen kleinen PCs. Der Arbeitsspeicher läuft im Dual-Channel-Modus bei DDR3-1600 (PC3-12800); langsamere DDR3-1333- und 1066-Module funktionieren ebenfalls, und bei gemischten Takten laufen alle mit dem Takt des langsamsten Moduls.
Was passt: Standard-DDR3-UDIMMs ohne ECC, ungepuffert, mit 1,5 V in den Größen 2 GB, 4 GB und 8 GB. Dell validiert 8 GB als größtes Modul, damit sind 32 GB (4 × 8 GB) praktisch das Maximum. 16-GB-DDR3-UDIMMs gibt es auf dem Gebrauchtmarkt, sind hier aber nicht validiert, und sie sind oft quad-rank — quad-rank-Module müssen in die Sockel mit den weißen Entriegelungshebeln, wenn du sie mit anderen Ranks mischst.
Worauf du achten solltest: Server-ECC- oder Registered-DIMMs starten nicht (kein POST), also lass die billigen gebrauchten ECC-DDR3-Module liegen. Dual-Spannungs-DDR3L mit 1,35 V/1,5 V ist die sicherste Wahl — Dell warnt, dass DDR3 und DDR3L zwar sockelkompatibel sind, reines 1,5-V-DDR3 aber auf Plattformen, die 1,35-V-Betrieb verlangen, nicht ins POST kommen kann. Prüfe außerdem dein Gehäuse: Nur MT und SFF haben vier Sockel und eine 32-GB-Obergrenze; USFF und Micro haben zwei Sockel und 16 GB.
Kauftipp: Nimm ein abgestimmtes Kit (zwei oder vier Module gleicher Größe und Taktrate) und bestücke die Sockel beginnend mit Sockel 1. Gemischte Größen sind erlaubt, aber jeder bestückte Kanal muss identisch konfiguriert sein.
So installierst du das
Sichere zuerst alles Wichtige, dann fahre herunter, ziehe das Netzkabel und drücke kurz den Netzschalter, um Restspannung abzubauen. Erde dich — berühre das blanke Gehäuse oder nutze ein Antistatik-Armband — bevor du die Module anfasst. Öffne das Gehäuse laut Benutzerhandbuch, setze die Module ein (abgestimmte Paare, beginnend mit Sockel 1; quad-rank-Module in die Sockel mit den weißen Hebeln), schließe das Gehäuse, steck alles an und schalte ein. Prüfe dann im BIOS/System Setup, ob der neue Gesamtwert erkannt wird. Die genauen Schritte zum Öffnen und Einsetzen findest du im Benutzerhandbuch und im Servicemanual.
Kauftipps
- Abgestimmte 2er- oder 4er-Kits aus DDR3-1600 (PC3-12800)
- 8 GB Module sind pro Sockel das validierte Maximum
- Dual-Spannung 1.35 V/1.5 V DDR3L statt reinem 1.5 V DDR3
- Kein ECC und kein registrierter Serverspeicher
Speicher (SSD, HDD und Erweiterungskarten)
Die Bedienungsanleitung listet einen 3,5-Zoll-SATA-Schacht und zwei 2,5-Zoll-SATA-Schächte auf. Dells Unterlagen sind hier verwirrend: Das Marketingdatenblatt liest sich leicht als nur ein 3,5-Zoll-Schacht plus der Slimline-Laufwerksschacht. Behandle die Anzahl der 2,5-Zoll-Positionen also mit etwas Vorsicht und prüfe, was in deinem Gehäuse tatsächlich verbaut ist. Die 2,5-Zoll-Positionen brauchen vermutlich Dell-eigene Einschübe oder Halterungen, und die zweite kann mit dem Slimline-Laufwerk kollidieren.
Schnittstelle und Grenzen: SATA mit 1,5, 3,0 und 6,0 Gbps (SATA III an den 6-Gbps-Anschlüssen), mit RAID 0 und RAID 1 in ausgewählten Konfigurationen. 2 TB ist Dells validierte Obergrenze für Festplatten, keine Grenze des Controllers. Für die 2,5-Zoll-Schächte gibt es keine dokumentierte Dickenbegrenzung; übliche 7 mm und 9,5 mm Laufwerke im Laptop-Format passen.
Kein M.2 und kein NVMe-Boot: Das SFF hat überhaupt keinen M.2-Steckplatz (das gibt es nur beim Micro), und die Firmware unterstützt weder NVMe nativ noch NVMe-Boot. Ein NVMe-Laufwerk auf einer PCIe-Adapterkarte funktioniert nur als sekundärer Speicher. Für ein schnelles Boot-Laufwerk ist eine 2,5-Zoll-SATA SSD die unkomplizierte Aufrüstung.
Es gibt zwei Low-Profile-PCIe-Steckplätze — einen x16 und einen x16-Steckplatz mit x4-Anbindung — in die du SATA- oder NVMe-Erweiterungskarten stecken kannst (sowie Grafikkarten, allerdings hat das 255-W-Netzteil keine PCIe-Stromanschlüsse, was die Auswahl der GPUs einschränkt).
Kauftipp: Für Geschwindigkeit eine 2,5-Zoll-SATA SSD, für Platz eine große SATA HDD. Plane Dell-Einschübe oder -Halterungen mit ein, falls das Angebot sie nicht enthält.
So baust du es ein
Erstelle vor dem Öffnen des Gehäuses ein Backup, fahre das System herunter, ziehe den Stecker und erde dich. Setze das Laufwerk in seinen Schacht oder Einschub ein (dieses Gehäuse verwendet Dell-Halterungen für die 2,5-Zoll-Positionen), schließe SATA-Daten und -Strom an, verschließe das Gehäuse und prüfe im BIOS/System Setup, ob das Laufwerk erscheint. Klone dein System auf das neue Laufwerk oder installiere es neu, bevor du das alte entfernst. Die Bedienungsanleitung beschreibt die Schachtpositionen und das Vorgehen beim Einschub.
Kauftipps
- 2,5-Zoll-SATA SSD (SATA III) für ein Boot-Laufwerk
- SATA HDD bis zu den validierten 2 TB für Massenspeicher
- Prüfe Angebote für Dell-Caddies/Halterungen
- Kein Boot von M.2 oder NVMe — eine NVMe-Karte ist nur Sekundärspeicher
Aktuell am günstigsten kompatibel
- WD Blue 500GB 2.5" 5400 RPM HDD (7 mm) 27,36 $ eBay US
- Seagate BarraCuda 500GB 2.5" 5400 RPM HDD (7 mm) 28,90 $ eBay US
- Seagate BarraCuda 2TB 2.5" 5400 RPM HDD 119,00 $ eBay US
CPU
Der Prozessor sitzt im Sockel und lässt sich austauschen — ein Desktop-LGA 1150 Socket (Socket H3) auf dem Intel Q87 Chipsatz. Dells Unterlagen nennen den Socket nicht direkt; es ist der Socket der 4th-gen Haswell Desktop-CPUs, die Dell für dieses Gerät listet. Beachte: Einige Angebote beschreiben dieses Board mit Teilen der 6./7. Generation und LGA 1151 — diese CPUs passen nicht.
Was passt: Dell listet für das SFF Prozessoren der 4th-gen Haswell Core i3, i5 und i7 sowie Pentium, im Rahmen der 84 W des Kühlers (das USFF ist auf 65 W und das Micro auf 35 W begrenzt, also sind für diese Gehäuse validierte Teile kein Maßstab für deines). Xeon E3 v3 und Broadwell-refresh-Chips sind für dieses Gerät nicht validiert und brauchen ggf. ein BIOS- oder Whitelist-Workaround.
Worauf du achten solltest: Der SFF-Kühler und die Luftführung sind auf dieses 84-W-Maximum ausgelegt, versuch also nicht, einen heißeren Chip unterzubringen. Denk auch an die Stufe der integrierten Grafik — Pentium-Teile haben schwächere integrierte Grafik als die Core-Modelle.
Kauftipp: Kauf das schnellste Haswell Core i5 oder i7, das Dell für das 9020 SFF listet, und prüfe, dass das Angebot Kühler und Wärmeleitmaterial enthält — manche gebrauchten CPUs kommen ohne.
Einbau
Backup machen, herunterfahren, Netzstecker ziehen und dich erden, bevor du das Gehäuse öffnest. Hebel des Sockets lösen, Prozessor wechseln, Wärmeleitmaterial erneut auftragen und Kühler wieder montieren, dann das Gehäuse schließen und im BIOS/System Setup prüfen, ob der neue Prozessor erkannt wird. Das Servicehandbuch beschreibt den Umgang mit Kühler und Socket.
Upgrade-Schritte (alle Upgrades)
Sichere alles Wichtige. Schalte den PC aus und ziehe den Netzkabelstecker, dann drücke kurz den Ein-/Ausschalter, um Restspannung abzubauen. Erde dich am Gehäuse oder nutze ein Antistatik-Armband. Öffne das Gehäuse gemäß Handbuch für die genaue Demontage. Baue das Teil ein. Schließe das Gehäuse, verbinde die Stromversorgung wieder und starte, dann prüfe im BIOS/System Setup, ob die neue Hardware erkannt wird.
Kauftipps
- Haswell Core i5/i7 der 4th-gen (LGA 1150), innerhalb von 84 W
- Meide Xeon E3 v3 und Broadwell refresh, wenn du das BIOS-Risiko nicht eingehen willst
- Prüfe bei gebrauchten Angeboten auf Kühler und Wärmeleitpaste
- Vorsicht bei Angeboten mit LGA 1151 oder 6./7. Generation
FAQ
Wie viel RAM fasst der Dell OptiPlex 9020 SFF?
Bis zu 32 GB, und zwar vier 8 GB DDR3-1600 Desktop-Module (UDIMM). Die USFF- und Micro-Varianten enden bei 16 GB.
Unterstützt er ECC oder registered Speicher?
Nein. Er braucht normales non-ECC unbuffered DDR3; registered DIMMs starten nicht (kein POST).
So rüstest du auf
Bevor du startest
- Prüf, dass du das SFF-Gehäuse hast — MT/SFF haben 4 DIMM Sockel und 32 GB; USFF/Micro haben 2 Sockel und 16 GB
- Notier dir deine aktuelle BIOS/System Setup Version, bevor du die CPU tauschst
- Hab Dells Laufwerkshalter/Rahmen für 2,5-Zoll-Laufwerke griffbereit
Schritte
- Daten sichern
Sichere alles Wichtige, bevor du die Hardware anfasst. - Ausschalten und Stecker ziehen
Fahre herunter, ziehe das Stromkabel ab und drücke die Einschaltaste kurz, um Reststrom abzubauen. - Erdung herstellen
Berühre das blanke Gehäuse oder verwende ein Erdungsarmband, bevor du Bauteile anfasst. - Gehäuse öffnen
Halte dich an die Bedienungsanleitung für die genaue Demontage — darin sind die Entriegelungspunkte für dieses Gehäuse beschrieben. - Einbauen
Setze neuen RAM, ein neues Laufwerk oder einen neuen Prozessor ein (siehe die Kategorie-Bereiche für Sockelreihenfolge, Schubladen und Kühlereinschränkungen). - Schließen und prüfen
Schließe das Gehäuse, stecke die Stromversorgung wieder an, starte das System und prüfe, ob BIOS/System Setup das neue Bauteil erkennt.
Gut zu wissen
- Dells Dokumente nennen den Sockel nicht direkt — LGA 1150 (Socket H3) wird aus den von Dell gelisteten Desktop-CPUs der 4. Haswell-Generation abgeleitet.
- Dells Dokumente widersprechen sich bei der Anzahl der 2,5-Zoll-Schächte; die Bedienungsanleitung nennt zwei, das Datenblatt dagegen einen 3,5-Zoll-Schacht plus den Slimline-Schacht für optische Laufwerke.
- 16 GB DDR3 UDIMMs sind für dieses Gerät nicht validiert.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel RAM passt in den Dell OptiPlex 9020 SFF?
32 GB (4 × 8 GB DDR3-1600). Dell validiert 2/4/8-GB-Module; 16-GB-DDR3-UDIMMs sind nicht validiert und oft Quad-Rank — sie gehören in die Steckplätze mit den weißen Entriegelungshebeln.
Unterstützt es DDR3L- oder ECC-Speicher?
Dual-Spannungs-DDR3L (1,35 V/1,5 V) ist die sicherste Wahl. ECC- und registrierte Server-DIMMs schaffen den POST nicht.
Hat der OptiPlex 9020 SFF einen M.2-Steckplatz oder NVMe-Boot-Support?
Nein. Im SFF gibt es kein M.2 (nur im Micro) und keinen nativen NVMe- oder NVMe-Boot-Support; eine NVMe-SSD auf einer PCIe-Karte lässt sich nur als Sekundärspeicher nutzen. Eine 2,5-Zoll-SATA-SSD ist das einfache Upgrade fürs Boot-Laufwerk.
Welche CPUs passen in den OptiPlex 9020 SFF?
Haswell der 4. Generation: Core i3/i5/i7 und Pentium auf LGA 1150, bis 84 W. CPUs der 6./7. Generation (LGA 1151) passen nicht; Xeon E3 v3 und Broadwell-Refresh-Chips sind nicht validiert und brauchen womöglich einen Workaround per BIOS oder Whitelist.
Kann ich eine SSD einbauen?
Ja — 2,5-Zoll-SATA-III-SSDs passen in die 2,5-Zoll-Schächte (Dell-Trays und -Halterungen werden wahrscheinlich gebraucht, die zweite Position kann mit dem Slimline-Optiklaufwerk kollidieren). SATA-HDDs bis zum validierten 2 TB passen ebenfalls.
Wie prüfe ich, ob das neue Teil erkannt wird?
Starte den PC und öffne das BIOS/System Setup, um zu prüfen, ob die neue Speichergröße oder das Laufwerk erscheint. Dells Seite mit den System-Setup-Optionen für das 9020 SFF zeigt dir, was du sehen solltest.
Offizielle Dokumente und Referenzen
- Dell OptiPlex 9020 SFF Benutzerhandbuch — Spezifikationen
Anzahl der Steckplätze, Speichertypen und -grenzen, Laufwerkskäfige und Kartensteckplätze für das SFF. - Dell OptiPlex Memory-Kompatibilitätsleitfaden
Empfehlungen zu DDR3 vs DDR3L, Modulregeln und Tipps zu passenden Paaren. - PDF Dell OptiPlex 9020 Servicehandbuch (PDF)
Einbauregeln für Speichermodule und Handhabung der CPU. - Dell OptiPlex 9020 SFF Benutzerhandbuch — System Setup Optionen
Was du im BIOS nach dem Einbau eines neuen Teils prüfen solltest.