Dell OptiPlex 7090 Micro Upgrade-Anleitung: RAM, SSD und CPU
Aktualisiert am 20. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts
Der Dell OptiPlex 7090 Micro ist ein winziger Desktop, lässt sich aber leichter aufrüsten als die meisten SFF-Rechner. Nichts ist fest verlötet: Du bekommst zwei Speicherslots, zwei M.2-Slots für NVMe-SSDs (plus einen 2,5-Zoll-SATA-Schacht bei manchen Modellen) und eine wechselbare Desktop-CPU. Hier findest du, was passt, welche Grenzen gelten und worauf du vor dem Kauf achten solltest.
Auf einen Blick
- RAM: 2 x DDR4 SO-DIMM-Steckplätze, bis zu 32 GB pro Modul und 64 GB gesamt, nur non-ECC unbuffered
- Die Speichergeschwindigkeit bestimmt die CPU: 2666 MT/s (10. Generation i5), 2933 MT/s (10. Generation i7/i9), 3200 MT/s (11. Generation)
- Speicher: 2 x M.2 NVMe-Steckplätze (2230/2280) plus eine 2,5-Zoll-SATA-Schacht, nur bei Modellen mit integrierter Grafik
- PCIe Gen4 NVMe benötigt eine CPU der 11. Generation; mit der 10. Generation laufen die M.2-Steckplätze mit Gen3 x4
- CPU: Sockel LGA1200, Intel Core der 10. und 11. Generation; die 11. Generation ist das Maximum, und 35-W-Chips der T-Serie passen zum Gehäuse
| 2× DDR4 SO-DIMM (260-pin), max. 64 GB | 2 × DDR4 SO-DIMM · bis zu 64 GB gesamt · 3200 MT/s |
|---|---|
| 2× M.2 M-key NVMe SSD (2230/2280) | 2 × SSD M.2 2230 / M.2 2280 (NVMe) · bis zu 2.048 TB |
| 1× 2.5"-SATA-3.0-Schacht (HDD/SSD) | HDD / SSD 2.5" (SATA) · max. 9 mm dick |
| 1× LGA1200-Sockel (Intel 10./11. Generation) | LGA1200 · Core 10th gen, Core 11th gen · max. 65 W |
Lebenszyklus und Support
Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.
| Meilenstein | Datum |
|---|---|
| Verfügbarkeit Erstmals verfügbar zum Kauf. |
17. Oktober 2022
Schätzung
Third-party reseller: 'Product was discontinued 17 Oct 22'. Dell's own shop page marks the OptiPlex 7090 Micro 'Discontinued' but gives no date. This date is end of sale / Dell's 'End of Life'. Quelle ↗ |
Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.
Arbeitsspeicher (RAM)
Der OptiPlex 7090 Micro hat zwei DDR4 SO-DIMM-Steckplätze (260-Pin), in die Module gesteckt werden, und keinen verlöteten Speicher – beide Steckplätze stehen dir also zur Verfügung. Maximal sind 32 GB pro Modul und 64 GB insgesamt möglich (2 x 32 GB).
Der Speichertyp ist entscheidend. Du brauchst DDR4 SO-DIMMs (Module im Laptop-Format), non-ECC und ungepuffert. ECC- und Registered-Speicher (RDIMM) wird von der Q570-Plattform nicht unterstützt – trotz der Business-Ausrichtung der Maschine.
Die Geschwindigkeit bestimmt deine CPU, nicht dein Kauf. Mit einem i5 der 10. Generation läuft der Speicher mit 2666 MT/s; mit einem i7 oder i9 der 10. Generation mit 2933 MT/s; mit jedem Prozessor der 11. Generation mit 3200 MT/s. Schnellere Module takten einfach auf diese Werte herunter, deshalb lohnt sich ein Aufpreis für DDR4-3200 nicht – es sei denn, du planst später eine CPU der 11. Generation einzubauen.
Für beste Leistung baust du den Speicher passend gepaart ein, damit die Maschine im Dual-Channel-Modus läuft. Dells gültige Konfigurationen reichen von 1 x 4 GB bis 2 x 32 GB.
Kauftipp: Greif zu einem passenden Kit mit zwei Modulen in der Geschwindigkeit, die deine CPU auch wirklich nutzen kann. Kingstons Kompatibilitätsliste ist praktisch zur Gegenprüfung – und non-ECC-ungepufferte DDR4-3200-Module laufen in Systemen der 10. Generation problemlos auch mit niedrigeren Taktraten.
Kauftipps
- Kauf ein passendes Paar (2 x 8 GB, 2 x 16 GB oder 2 x 32 GB) für volle Dual-Channel-Leistung
- Wähl die Geschwindigkeit, die deine CPU unterstützt — 2666, 2933 oder 3200 MT/s —, damit du nicht für Tempo zahlst, das du gar nicht nutzen kannst
- Vermeide ECC- und Registered-Module; in diese Maschine passen ausschließlich non-ECC-SO-DIMMs (ungepuffert)
Speicher (M.2 SSDs und der 2,5-Zoll-Schacht)
Es gibt zwei M.2-M-Key-Steckplätze für NVMe SSDs, und laut dem Technical Guidebook von Dell passen hinein sowohl 2230- als auch 2280-Laufwerke. Dells eigene Produktseite beschreibt die Steckplätze etwas anders — einer für 2230/2280 und einer nur für 2280 — deshalb solltest du, wenn du ein kurzes 2230-Laufwerk willst, vor dem Kauf das Gehäuse öffnen und die Position der Abstandshalter am zweiten Steckplatz prüfen. Intel Optane H10-Laufwerke werden unterstützt.
Geschwindigkeit und Generation hängen von deiner CPU ab. Mit einer CPU der 10. Generation laufen die M.2-Steckplätze mit PCIe Gen3 x4; Gen4 x4 gibt es nur mit einer CPU der 11. Generation. Ein Gen4-Laufwerk funktioniert auch in einem System der 10. Generation, läuft dort aber mit Gen3-Geschwindigkeit.
2 TB ist die größte SSD, die Dell angeboten hat (eine Class-40-2280-SSD), aber das spiegelt eher Dells Verkaufssortiment als eine echte technische Grenze wider. Bei SSD-Konfigurationen ist die erste M.2-SSD normalerweise das Startlaufwerk.
Bei Modellen mit integrierter Grafik gibt es zusätzlich einen 2,5-Zoll-SATA-3.0-Schacht (bis zu 6 Gb/s) für eine HDD oder SSD. Laufwerke von 7 mm bis 9 mm passen; 9,5-mm-Laufwerke sind nicht bestätigt. Beachte, dass Skus mit separater Grafik (DGFX) diesen Schacht gar nicht besitzen – wenn dir ein zweites 2,5-Zoll-Laufwerk wichtig ist, nimm das Modell mit integrierter Grafik.
Dells Katalog zeigt 2,5-Zoll-Laufwerke bis 2 TB (HDD) oder 500 GB (SSD), aber auch das sind die Optionen, die Dell verkauft hat, keine technische Obergrenze. Es gibt keine 3,5-Zoll-Schächte, kein optisches Laufwerk, keinen Kartenleser und keine PCIe-Erweiterungskarten-Steckplätze. Der Riser-Anschluss auf der Platine ist nur für Dells optionales Legacy-Modul mit Seriellem/VGA vorgesehen.
Kauftipp: Als Hauptlaufwerk ist eine 2280 NVMe SSD die sichere Wahl – in beide Steckplätze. Greif nur dann zu einem 2230-Laufwerk, wenn du den Abstandshalter dafür bestätigt hast, und plane ein 2,5-Zoll-Laufwerk nur ein, wenn deine Maschine die Variante mit integrierter Grafik ist.
Kauftipps
- Lieber eine 2280 NVMe SSD — sie passt in beide Steckplätze, egal welche Version der Steckplatzanordnung du hast
- Zahl keinen Aufpreis für Gen4, es sei denn, du hast eine CPU der 11. Generation; in Systemen der 10. Generation läuft M.2 mit Gen3 x4
- Prüf vor dem Kauf eines 2,5-Zoll-Laufwerks, ob dein Modell kein DGFX-Sku (separate Grafik) ist — dort fehlt der SATA-Schacht
Prozessor (CPU)
Der Prozessor sitzt in einem wechselbaren LGA1200-Sockel auf einem Q570-Board und lässt sich damit austauschen. Unterstützt werden Intel Core i3/i5/i7/i9 der 10. Generation (Comet Lake, dazu Celeron-/Pentium-Modelle) und Core i5/i7/i9 der 11. Generation (Rocket Lake). Mit der 11. Generation ist Schluss — Prozessoren der 12. und 13. Generation werden nicht unterstützt.
Was die Leistung angeht: In Dells Prozessorliste stehen sowohl 35-W-T-series-Modelle als auch 65-W-Teile, und 65 W ist das Maximum der Plattform. Die meisten Micro-Konfigurationen sind aber mit 35-W-T-series-Chips ausgeliefert worden (zum Beispiel dem i7-10700T), und Gehäuse und Kühlung sind auf sie ausgelegt. Für eine leise, sichere Aufrüstung ist ein 35-W-T-series-Chip die vernünftige Wahl.
Noch ein Hinweis: Die Liste der unterstützten CPUs hängt von der BIOS- und Microcode-Version deines Geräts ab (zum Beispiel 11JN gegenüber 0A36). Prüf also vor der Bestellung deinen genauen Service-Tag auf Dells Support-Seite. Was für die 7090 Micro von jemand anderem funktioniert hat, steht unter Umständen nicht in der Liste für dein Gerät.
Kauftipp: Ermittle zuerst deinen aktuellen CPU und Service-Tag, dann wähle einen Chip der 10. oder 11. Generation aus der Liste, die Dell für dein Gerät veröffentlicht. Ein gebrauchtes T-series i7 oder ein Upgrade auf die 11. Generation bringt dir beides: mehr Kerne und Unterstützung für schnelleren Arbeitsspeicher und Storage.
Kauftipps
- Such auf Dells Support-Seite nach deinem Service-Tag, um die CPU-Liste für deine BIOS-Version zu sehen
- Bleib bei 35-W-T-series-Chips; das Micro-Gehäuse ist darauf ausgelegt
- Eine CPU der 11. Generation schaltet DDR4-3200-Speichergeschwindigkeit und Gen4-NVMe-Support frei
So rüstest du auf
Bevor du startest
- Mach zuerst ein Backup deiner Daten — Upgrades können schiefgehen und Datenträger können beim Klonen oder Migrieren ausfallen.
- Fahre das Gerät herunter und ziehe das Netzkabel sowie alle angeschlossenen Geräte ab.
- Erde dich (berühre ein Metallteil des Gehäuses), damit die Bauteile nicht durch statische Entladung Schaden nehmen.
- Öffne das Gehäuse und baue das Teil ein. Die Benutzer- und Servicehandbücher von Dell zeigen die genauen Demontageschritte für das Micro-Gehäuse, inklusive aller Entriegelungshebel oder Schrauben — hab sie also griffbereit.
- Schließe das Gehäuse, verbinde den Strom wieder und starte das Gerät. Prüfe dann, ob BIOS und Firmware das neue Teil mit der erwarteten Kapazität oder Geschwindigkeit erkennen.
Schritte
- 1. Sichere deine Daten
Sichere vor dem Öffnen des Gehäuses alle wichtigen Daten. Wenn du die Startfestplatte tauschst, plane zuerst, wie du Windows und deine Dateien auf die neue SSD überträgst. - 2. Strom trennen und Kabel abziehen
Fahre das System vollständig herunter und ziehe das Netzkabel sowie alle Peripheriegeräte ab. Arbeite niemals an einem Gerät, das noch mit dem Stromnetz verbunden ist. - 3. Erdung herstellen
Berühre ein Metallteil des Gehäuses, um statische Elektrizität abzuleiten, oder verwende ein Antistatikband. Speichermodule und SSDs lassen sich durch statische Aufladung leicht beschädigen. - 4. Gehäuse öffnen und einbauen
Öffne das Micro-Gehäuse und setze das Bauteil ein — schiebe SO-DIMMs fest in ihre Steckplätze, setze M.2-Laufwerke in den Anschluss ein und sichere sie am Abstandshalter, und fasse den Prozessor nur an den Kanten an. Die Hand- und Serviceunterlagen von Dell beschreiben den genauen Ausbau für dieses Modell, einschließlich aller Entriegelungshebel oder Schrauben — halte dich daran, statt Gewalt anzuwenden. - 5. Gehäuse schließen
Setze die Abdeckung und alle Schrauben wieder an, schließe dann das Netzkabel und deine Geräte wieder an. - 6. BIOS und Firmware prüfen
Starte das Gerät und rufe das BIOS auf, um zu prüfen, ob der neue Speicher oder das neue Laufwerk mit der erwarteten Größe erkannt wird. Prüfe bei einer CPU-Aufrüstung, ob das Modell korrekt angezeigt wird, und stelle sicher, dass dein BIOS für deinen Service-Tag aktuell ist.
Gut zu wissen
- Die Dokumente von Dell beschreiben die beiden M.2-Slots unterschiedlich: Das Technical Guidebook gibt an, dass beide 2230/2280-Laufwerke aufnehmen, während die Produktseite von Dell von einem 2230/2280- und einem 2280-Slot spricht. Prüfe den zweiten Abstandshalter, bevor du ein 2230-Laufwerk kaufst.
- In den Handbüchern von Dell widersprechen sich die Speichergrenzen teilweise; Größen wie 2 TB (HDD) und 500 GB (SATA SSD) spiegeln eher wider, was Dell verkauft hat, als bestätigte technische Grenzen.
- Die Quellen bestätigen nicht, dass 2,5-Zoll-Laufwerke mit 9,5 mm passen; Laufwerke mit 7 mm und 9 mm sind bestätigt.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel RAM passt in den Dell OptiPlex 7090 Micro?
Bis zu 64 GB, mit zwei 32-GB-DDR4-SO-DIMM-Modulen (eines pro Slot). Es gibt keinen verlöteten Speicher, beide Slots sind also frei. Der Speicher muss non-ECC und ungepuffert sein.
Unterstützt der OptiPlex 7090 Micro DDR5?
Nein. Es passen nur DDR4 SO-DIMM-Module. Auch ECC oder registrierter Speicher werden nicht unterstützt, und je nach eingebauter CPU läuft der Speicher mit 2666, 2933 oder 3200 MT/s.
Wie viele SSDs kann ich einbauen?
Zwei M.2-NVMe-SSDs, plus ein 2,5-Zoll-SATA-Laufwerk, wenn du das Modell mit integrierter Grafik hast. Die Versionen mit separater Grafik (DGFX) haben keinen 2,5-Zoll-Schacht.
Unterstützt er PCIe-Gen4-NVMe-Laufwerke?
Nur mit einer CPU der 11. Generation. Mit einer CPU der 10. Generation laufen die M.2-Slots mit PCIe Gen3 x4. Gen4-Laufwerke funktionieren auch in Systemen der 10. Generation, allerdings mit Gen3-Geschwindigkeit.
Kann ich die CPU im OptiPlex 7090 Micro aufrüsten?
Ja. Der sockelbare LGA1200-Prozessor unterstützt Intel-Core-Chips der 10. Generation (i3/i5/i7/i9, Celeron/Pentium) und der 11. Generation (i5/i7/i9). Die 11. Generation ist das Maximum — CPUs der 12. und 13. Generation werden nicht unterstützt — und die unterstützte Liste hängt von deiner BIOS-Version ab. Prüfe also zuerst deinen Service-Tag auf der Dell-Supportseite.
Welche Größe für ein 2,5-Zoll-Laufwerk passt?
Laufwerke mit 7 mm bis 9 mm Dicke passen laut Bestätigung in den SATA-Schacht. 9,5-mm-Laufwerke sind nicht bestätigt, nimm also am besten 7-mm- oder 9-mm-Laufwerke.
Offizielle Dokumente und Referenzen
- PDF Dell OptiPlex 7090 Technical Guidebook / Produktkatalog (PDF)
Hauptquelle für Speicherkonfigurationen, Storage-Optionen, Prozessorliste und den DGFX-SKU-Hinweis. - Dell OptiPlex 7090 Micro Setup and Specifications manual
Offizielles Dell-Handbuch zu Ports, Slots und Einrichtung des Micro-Modells. - PDF Dell OptiPlex 7090 Micro service and safety notes (PDF)
Neben dem Handbuch nützlich für Demontage und Sicherheitshinweise. - PDF Dell OptiPlex 7090 Micro Statement of Volatility (PDF)
Bestätigt den gesteckten DDR4-Arbeitsspeicher an DIMM1/DIMM2. - Produktseite Dell OptiPlex 7090 Micro
Dells Beschreibung der M.2-Slot-Belegung und des fehlenden SATA-Schachts bei DGFX-Modellen. - Speicherkompatibilitätsliste von Kingston für den Dell OptiPlex 7090 Micro
Praktischer Abgleich für kompatible DDR4 SO-DIMM-Teilenummern und -spezifikationen.