Upgrade-Guide für den Dell OptiPlex 7040 Micro
Aktualisiert am 19. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts
Der Dell OptiPlex 7040 Micro ist ein kompakter Desktop, der sich leichter aufrüsten lässt, als er aussieht. Er hat zwei Speichersteckplätze im Laptop-Format, einen M.2-Slot für eine SSD, einen 2,5-Zoll-Laufwerkschacht und einen Sockelprozessor. Er ist nicht dasselbe Gerät wie der OptiPlex 7040 Mini Tower oder Small Form Factor: Diese Geschwister haben 3,5-Zoll-Schächte und ein optisches Laufwerk, und nur diese Modelle unterstützen RAID. Hier erfährst du, was in den Micro passt und worauf du achten solltest.
Auf einen Blick
- RAM: 2x DDR4 SO-DIMM, non-ECC. Dells Handbücher geben insgesamt 16 GB an; Dell-Community, Kingston und MemoryCow bestätigen, dass 32 GB (2x16 GB) in der Praxis funktionieren. 2133 MT/s ist die native Geschwindigkeit.
- Speicherplatz: ein M.2-2280-Slot (M-key, M.2 SATA oder PCIe NVMe Gen3 x4) plus ein 2,5-Zoll-SATA-Schacht. Beide können gleichzeitig belegt werden.
- CPU: LGA1151 (Sockel), unterstützt werden aber nur 35-W-Prozessoren der Skylake-T-Serie der 6. Generation. Normale 65-W-Desktop-Chips funktionieren hier nicht.
- Prüfe vor dem Gebrauchtkauf, ob das externe 65-W-Netzteil dabei ist.
| 2x DDR4 SO-DIMM (260-polig), non-ECC | 2 × DDR4 SO-DIMM · bis zu 32 GB gesamt · 2133 MT/s |
|---|---|
| M.2 2280 Socket 3 (M-key) - SATA oder NVMe | SSD M.2 2242 / M.2 2260 / M.2 2280 (SATA / NVMe) |
| 2,5"-SATA-Schacht (6 Gbit/s) | HDD / SSD 2.5" (SATA) · max. 7 mm dick · bis zu 2 TB |
| LGA 1151 (Socket H4) - nur 35 W T-Serie | LGA1151 (6th/7th gen) · Core 6th gen · max. 35 W |
Lebenszyklus und Support
Nicht mehr als Neuware verkauft. Der Hersteller hat kein End-of-Support-Datum veröffentlicht.
| Meilenstein | Datum |
|---|---|
| Verfügbarkeit Erstmals verfügbar zum Kauf. |
November 2015
Schätzung
First availability. Trade press reported the announcement on 2015-10-20 (https://www.techpowerup.com/216887/dell-refreshes-its-optiplex-desktop-lineup), but availability itself is only documented as 2015-11 by the third-party entry above. Quelle ↗ |
| Verkaufsende Wird vom Hersteller (Dell nennt dies 'End of Life', Lenovo 'Withdrawn') nicht mehr als Neuware verkauft. |
2021
Schätzung
No Dell source confirms this date. Quelle ↗ |
Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.
RAM-Upgrade
Der OptiPlex 7040 Micro hat zwei DDR4 SO-DIMM-Slots (260-polig), beide zugänglich. Es gibt keinen verlöteten Speicher – alles, was du einbaust, steckt also in auswechselbaren Modulen. Der Speicher muss ohne ECC und ungepuffert sein; ECC-Module funktionieren nicht.
Die offiziellen Angaben sind etwas verwirrend: Dells ursprüngliches Handbuch begrenzt jeden Slot auf 8 GB (16 GB insgesamt), und das veröffentlichte Datenblatt von Dell nennt für das Micro-Modell 16 GB. Dells eigene Community, Kingston und MemoryCow bestätigen dagegen 2x16 GB = 32 GB, und genau davon berichten Besitzer, dass es zuverlässig läuft. Geh von 32 GB als praktischem Maximum aus und von 16 GB als dem Wert, den Dell zum Marktstart validiert hat.
Die native Geschwindigkeit beträgt 2133 MT/s. Schnelleres DDR4 (2400 bis 3200 MT/s) funktioniert, taktet aber schlicht auf die langsamere native Geschwindigkeit herunter – zahl also nicht extra für Tempo, das du gar nicht nutzen kannst. Dells Dokumente nennen keine Spannung, aber DDR4 SO-DIMMs mit den üblichen 1,2 V sind hier normal.
Kauftipp: Kauf zwei passende Module für den Dual-Channel-Modus. Die integrierte HD 530-Grafik nutzt Systemspeicher, Dual-Channel bringt daher im Vergleich zu einem einzelnen Riegel einen spürbaren Grafik-Boost.
Kauftipps
- Zwei passende DDR4 SO-DIMMs für den Dual-Channel-Betrieb.
- Nur ohne ECC und ungepuffert. ECC-Module funktionieren nicht.
- 2133 MT/s ist die native Geschwindigkeit; schnelleres DDR4 taktet einfach herunter. Vergleiche also die Preise der günstigsten kompatiblen Riegel.
Massenspeicher-Upgrades (M.2 SSD und 2,5-Zoll-Laufwerk)
Der Micro bietet dir zwei Speichermöglichkeiten, und die lassen sich kombinieren: eine M.2 SSD und ein 2,5-Zoll-SATA-Laufwerk.
Der M.2-Slot ist ein M-Key-Slot (Socket 3) für 2280-Laufwerke, kürzere 2242- und 2260-Laufwerke passen, wenn du die Schraube auf die richtige Position setzt. 22110-Laufwerke passen nicht. Sowohl M.2 SATA als auch PCIe NVMe Gen3 x4 funktionieren; NVMe ist die schnellere Option, mit einer realen Obergrenze von rund 3,5 GB/s über den Gen3-x4-Link. Beachte: Im Inneren gibt es noch einen zweiten, winzigen M.2 2230-Slot, der aber nur für die Wi-Fi/Bluetooth-Karte gedacht ist und nicht für Speicher genutzt werden kann. Wenn du von NVMe booten willst, aktualisiere zuerst das BIOS und stelle im Firmware den SATA-Betriebsmodus korrekt ein, sonst erscheint das Laufwerk möglicherweise nicht als Boot-Laufwerk.
Der 2,5-Zoll-Schacht nimmt ein Standard-SATA-Laufwerk mit 6 Gbps auf. Dell liefert 7-mm-Laufwerke, und 7 mm ist die sichere Wahl: MemoryCow bewirbt Kompatibilität mit 9,5 mm, aber prüfe deinen Caddy, bevor du ein dickeres Laufwerk kaufst. Dell hat Festplatten bis 2 TB validiert. Größere 2,5-Zoll-SATA-SSDs (4 TB und mehr) und große NVMe-Laufwerke passen baulich und sollen laut Berichten funktionieren, Dell hat sie aber nicht validiert – behandle sie also als unbestätigtes Risiko. Das Micro-Modell unterstützt kein RAID.
Kauftipp: eine kleine NVMe SSD fürs Betriebssystem plus eine 2,5-Zoll-SATA-SSD für große Datenmengen ist das klassische Setup für diese Maschine, und beides lässt sich gemeinsam nutzen.
Kauftipps
- Prüfe, welche M.2-Länge du brauchst: 2280 ist Standard, 2242/2260 brauchen die richtige Schraubenposition.
- Wähle im M-Key-Slot zwischen M.2 SATA und NVMe; NVMe ist die schnellere Option.
- Für den 2,5-Zoll-Schacht sind 7-mm-Laufwerke die sichere Wahl. Bis 2 TB ist validiert; größere Laufwerke sind nicht validiert.
CPU-Upgrade
Der Prozessor steckt in einem Sockel LGA1151 (Socket H4) und ist damit grundsätzlich austauschbar. In der Praxis sind die Möglichkeiten aber sehr begrenzt.
Die Kühlung der Micro ist nur für 35-W-Chips ausgelegt: Dells Datenblatt nennt 35 W für die Micro und 65 W für die größeren Modelle. Normale 65-W-Desktop-Prozessoren werden also nicht unterstützt und könnten das kleine Gehäuse überhitzen.
Sicher bist du mit 35-W-Prozessoren der 6th Gen Skylake T-Serie auf dem Intel Q170-Chipsatz, etwa dem i5-6500T und i7-6700T (für günstigere Optionen wie den Pentium G4400T und i3-6100T gelten dieselben Regeln). Dells Dokumente nennen den Sockel nicht; diese Chips verwenden LGA1151.
7th Gen Kaby Lake Prozessoren passen physisch in denselben Sockel, aber Dells BIOS für die 7040 unterstützt sie offiziell nicht: Diese Unterstützung gibt es erst bei der 7050. Wenn du diese Maschine mit 7th Gen beworben siehst, geh sicherheitshalber nur von 6th Gen T-Serie aus.
Da die Micro leise und dicht gepackt ist, ist ein CPU-Tausch aufwändiger als ein RAM- oder SSD-Upgrade, und der reale Gewinn ist oft bescheiden. Es lohnt sich vor allem, wenn deine Maschine derzeit einen schwachen Chip hat und du eine 35-W-i5 oder i7 der T-Serie zu einem vernünftigen Preis findest.
Kauftipps
- Nur 35 W T-Serie (i5-6500T, i7-6700T und ähnliche). 65-W-Desktop-CPUs werden nicht unterstützt.
- 6th Gen Skylake ist die sichere Wahl. 7th Gen passt physisch, wird aber offiziell nicht unterstützt.
- Stell vor der Zahlung sicher, dass die gebrauchte Maschine ihr externes 65-W-Netzteil dabei hat.
Upgrade-Schritte (allgemeiner Überblick)
Dieselbe sichere Vorgehensweise gilt für alle drei Upgrades oben:
1. Sichere zuerst alles Wichtige.
2. Fahre die Maschine herunter und zieh den Stecker, auch den des externen Netzteils.
3. Erde dich, bevor du Bauteile anfasst.
4. Öffne das Gehäuse und bau das neue Teil ein. Wie du die Micro genau öffnest und wo die Schrauben oder Verschlüsse sitzen, erfährst du in der Demontageanleitung im Benutzerhandbuch von Dell für dieses Modell.
5. Schließe das Gehäuse, steck den Strom wieder an und starte die Maschine.
6. Prüfe, ob das BIOS das neue Teil erkennt und die Firmware die richtige Kapazität für RAM oder Speicher meldet. Wenn du ein NVMe-Laufwerk hinzugefügt hast, bestätige, dass es nach dem BIOS-Update und dem zuvor erwähnten SATA-Modus-Wechsel als Bootmedium erkannt wird.
Wenn die Maschine nicht startet oder das Teil im BIOS fehlt: ausschalten, Stecker ziehen, Bauteil neu einsetzen und erneut versuchen.
So rüstest du auf
Bevor du startest
- Sichere deine Daten vor jedem Upgrade.
- Schalte das Gerät aus und ziehe den Stecker – auch den des externen 65-W-Netzteils.
- Erde dich, um statische Schäden zu vermeiden.
- Nutze das Dell-Benutzerhandbuch für die genaue Öffnungsanleitung deines Geräts.
- Nach der Installation bestätige im BIOS, dass das neue Teil erkannt wird, bevor du dein Betriebssystem neu installierst oder Daten kopierst.
Schritte
- Schritt 1: Backup erstellen
Sicher alles, was du nicht verlieren willst. Ein Speicher-Upgrade ist der Moment, in dem gern mal etwas schiefgeht. - Schritt 2: Herunterfahren und Strom trennen
Fahre den Computer vollständig herunter und trenne das Netzteil. Arbeite nie an einem offenen Gerät, das noch am Strom hängt. - Schritt 3: Erdung herstellen
Entlade statische Elektrizität, bevor du Speicher, Laufwerke oder den Prozessor anfasst. - Schritt 4: Öffnen und einbauen
Öffne das Gehäuse und baue das neue Teil ein. Die genauen Demontageschritte für dieses Modell findest du im Benutzerhandbuch. - Schritt 5: Schließen und prüfen
Baue alles wieder zusammen, schließe den Strom an und starte das Gerät. Prüfe im BIOS, ob der neue RAM oder Speicher korrekt erkannt wird, und stelle den SATA-Betriebsmodus ein, wenn du eine NVMe-Boot-SSD ergänzt hast.
Gut zu wissen
- Dells offizielle Begrenzung liegt bei 16 GB RAM für den Micro; Tests aus der Community und von Speicher-Händlern zeigen, dass 32 GB funktionieren. Beide Werte stehen hier, damit du das Risiko selbst einschätzen kannst.
- Im Micro werden nur 35-W-T-Series-Prozessoren unterstützt. 7th-Gen-CPUs passen zwar in den Sockel, werden aber vom 7040-BIOS nicht offiziell unterstützt.
- Größere als validierte Laufwerke (z. B. 2,5-Zoll-SSDs mit 4 TB oder sehr große NVMe-Laufwerke) passen physisch, sind aber von Dell nicht validiert.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel RAM unterstützt der Dell OptiPlex 7040 Micro?
Dells Benutzerhandbuch und Datenblatt nennen 16 GB insgesamt (8 GB pro Steckplatz), doch Dells Community, Kingston und MemoryCow bestätigen: 2x16 GB = 32 GB funktionieren in der Praxis zuverlässig. Wenn du 32 GB brauchst, greif ruhig dazu – es müssen non-ECC DDR4 SO-DIMM sein.
Unterstützt der OptiPlex 7040 Micro NVMe?
Ja. Der M.2 Socket 3 M-key-Steckplatz unterstützt sowohl M.2 SATA- als auch PCIe NVMe Gen3 x4-Laufwerke. Aktualisiere zuerst das BIOS und stelle den richtigen SATA-Betriebsmodus ein, wenn du von einer NVMe SSD booten möchtest.
Kann ich einen 7th-Gen-Prozessor (Kaby Lake) einbauen?
Er passt physisch in den Sockel, aber Dells BIOS für den 7040 unterstützt 7th-Gen-CPUs nicht offiziell. Das ist beim 7050 der Fall. Die sichere Wahl ist ein 35-W-6th-Gen-Skylake-T-Series-Chip.
Kann ich eine normale 65-W-Desktop-CPU wie den i7-6700 verwenden?
Nein. Der Micro ist nur für 35-W-Prozessoren ausgelegt; die größeren 7040-Modelle sind für 65 W freigegeben. Such nach den T-Series-Versionen, zum Beispiel dem i7-6700T.
Kann ich ein zweites Laufwerk in den OptiPlex 7040 Micro einbauen?
Ja. Eine M.2 SSD und ein 2,5-Zoll-SATA-Laufwerk lassen sich gleichzeitig einbauen. Der Micro hat weder einen 3,5-Zoll-Schacht noch ein optisches Laufwerk, und RAID wird nicht unterstützt.
Welche Größe für ein 2,5-Zoll-Laufwerk passt?
Dell liefert in diesen Schacht 7-mm-Laufwerke – das ist die sicherste Wahl. MemoryCow bewirbt Kompatibilität mit 9,5 mm, prüfe also deinen Caddy, bevor du ein dickeres Laufwerk kaufst. Dell hat Laufwerke bis 2 TB validiert; größere SSDs können funktionieren, sind aber nicht validiert.
Offizielle Dokumente und Referenzen
- PDF Dell OptiPlex 7040 Micro Bedienungsanleitung (Speicher, Laufwerke, M.2-Steckplätze)
PDF - PDF Dell OptiPlex 7040 technisches Datenblatt (TDP, Netzteil, Einschübe)
PDF - PDF Dell EMC OptiPlex-Datenblatt (M.2-Optionen, 2,5-Zoll-Schacht, Arbeitsspeicher)
PDF - Dell-Community: Bestätigung für Micro-Arbeitsspeicher- und Laufwerks-Upgrade (32 GB)
- Kingston-Kompatibilität und Upgrade-Möglichkeiten für das 7040 Micro
- MemoryCow-Upgrade-Optionen für das 7040 Micro