Upgrade-Anleitung für das Asus PRIME A320M-K: RAM, SSD und CPU
Aktualisiert am 24. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts
Das Asus PRIME A320M-K ist ein micro-ATX-Board, bei dem alles gesteckt und selbst austauschbar ist: zwei DDR4-Speichersteckplätze, ein M.2-SSD-Sockel plus vier SATA-Ports und ein AMD-AM4-Prozessorsockel. Diese Anleitung erklärt, was passt, welche Grenzen gelten und worauf du vor dem Kauf achten solltest. Beachte: Das ist ein Desktop-Mainboard — wie viele Laufwerke dein Gehäuse physisch aufnehmen kann, hängt von deinem Gehäuse ab, nicht vom Board.
Auf einen Blick
- Arbeitsspeicher: 2 × DDR4 DIMM, Dual-Channel, insgesamt bis zu 64 GB mit aktuellem BIOS
- Speicher: 1 × M.2 (2242/2260/2280) NVMe oder SATA, plus 4 × SATA 6 Gb/s
- CPU: AMD AM4, Ryzen der 1.–3. Generation und kompatible APUs/Athlons; keine CPU-Übertaktung auf A320
| 2 × DDR4 DIMM (Dual-Channel) | 2 × DDR4 DIMM · bis zu 64 GB gesamt · 3200 MT/s |
|---|---|
| 1 × M.2 Socket 3, M key (2242/2260/2280) | SSD M.2 2242 / M.2 2260 / M.2 2280 (NVMe / SATA) |
| AMD-AM4-Sockel (wechselbar, PGA) | AM4 · Ryzen 3000, Ryzen 5000 |
Lebenszyklus und Support
Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.
| Meilenstein | Datum |
|---|---|
| Verfügbarkeit Erstmals verfügbar zum Kauf. |
26. April 2017
Schätzung
Japanese launch date (発売) per kakaku.com. EU retail availability from 2017-05-08 per Mindfactory; distributor listing published 2017-05-11 per Tekwind. ASUS itself publishes no launch date. Quelle ↗ |
Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.
Speicher (RAM)
Das Board hat zwei DDR4 DIMM-Slots in voller Größe (Desktop-DIMMs, keine Laptop-SO-DIMMs), einen pro Speicherkanal, und nichts ist fest verlötet. Mit einem Ryzen oder einer Ryzen/Vega APU auf aktueller Firmware sind insgesamt bis zu 64 GB möglich — also zwei 32-GB-Module, die beide Slots belegen. Mit einem Prozessor der 7. Generation aus der A-series oder einem Athlon X4 liegt das Limit bei insgesamt 32 GB.
Die Quellen widersprechen sich hier, und das solltest du wissen: Das Handbuch von 2017 nennt 16 GB pro Modul (insgesamt 32 GB), während die aktuelle Spec-Seite von Asus 32-GB-Module und insgesamt 64 GB erlaubt. Der Unterschied liegt an der späteren BIOS-Unterstützung für größere Module und nicht an einer Hardware-Änderung. Behandle 64 GB also als praktische Obergrenze und prüfe die QVL, wenn du validierte 32-GB-Riegel willst.
Es gibt nur zwei Slots, jedes spätere Upgrade bedeutet also, beide Riegel zu ersetzen. Unterschiedliche Größen funktionieren zwar, aber der Speicher oberhalb der Größe des kleineren Moduls läuft im Single-Channel — das kostet dich Leistung. Kauf nach Möglichkeit ein passendes Kit.
Zur Geschwindigkeit: Ryzen-Prozessoren fahren DDR4-2666/2400/2133 nativ, und 2933/3000/3200 sind 'übertaktete' Geschwindigkeiten, die du über ein DOCP-Profil im BIOS erreichst. A320-Boards können die CPU nicht übertakten, und höhere Speichergeschwindigkeiten hängen stark vom Kit und dem Speichercontroller der CPU ab — für 3200 MT/s kauf ein Kit aus der QVL. Mit einer A-series der 7. Generation oder einem Athlon X4 bist du auf DDR4-2400 und darunter beschränkt.
Registered- oder Server-Speicher funktioniert nicht. Dieses Board nimmt ausschließlich unbuffered Module. ECC-Speicher funktioniert mit Ryzen (Unterstützung variiert je nach CPU); mit Chips aus der A-series der 7. Generation und Athlon X4 nimm non-ECC.
Kauftipp: Nimm ein Kit aus zwei unbuffered DDR4-Riegeln in der Geschwindigkeit, die deine CPU unterstützt, mit gleicher CAS-Latency und möglichst aus derselben Produktreihe — und prüfe die QVL von Asus, wenn du bei 2933–3200 auf die sicherste Wahl setzen willst.
Kauftipps
- Kauf ein passendes Paar — mit zwei Slots bleibt kein Platz zum Nachrüsten.
- Für 2933–3200 MT/s: Wähle ein Kit aus der QVL von Asus und aktiviere DOCP im BIOS.
- Nur unbuffered — kein Registered ECC- oder Server-Speicher.
- Mit A-series der 7. Generation/Athlon X4: Zahl nicht für Geschwindigkeiten über DDR4-2400.
Aktuell am günstigsten kompatibel
- Lenovo 8GB DDR4-2400 UDIMM (FRU) 78,00 $ eBay US
- Corsair Vengeance LPX 16GB Kit (2 × 8GB) DDR4-3200 CL16 102,99 $ eBay US
- Crucial 16GB Kit (2 x 8GB) DDR4-3200 CL22 UDIMM 114,99 $ eBay US
Speicher (SSD und Festplatten)
Es gibt einen M.2 Socket 3 (M key), der Laufwerke in den Längen 2242, 2260 und 2280 aufnimmt. Was unterstützt wird, hängt von der verbauten CPU ab: Mit einem Ryzen oder einer Ryzen/Vega APU bekommst du PCIe 3.0 x4 NVMe- oder SATA M.2-Laufwerke; mit einer A-series der 7. Generation oder einem Athlon X4 ist der M.2-Anschluss nur SATA, ein NVMe-Laufwerk läuft dann also nicht mit voller Leistung. Prüf vor dem Kauf einer M.2 SSD, welche CPU im Board steckt.
Dazu gibt es vier SATA 6 Gb/s-Ports für 2.5-Zoll-SSDs oder Festplatten, mit RAID 0/1/10-Unterstützung. Wie viele Laufwerke du montieren kannst und ob es eine Dickenbegrenzung bei 2.5 Zoll gibt, hängt von deinem Gehäuse ab — das Mainboard gibt das nicht vor.
Asus gibt keine Kapazitätsgrenze pro Laufwerk an. Die Validierungsliste zeigt getestete Laufwerke bis 512 GB, das ist aber eher eine Validierungsliste als eine Obergrenze — größere moderne Laufwerke sollten also funktionieren; prüf nur anhand von Erfahrungsberichten, ob dein Wunschmodell läuft.
Kauftipp: Ein 2280 NVMe-Laufwerk ist die naheliegende Wahl, wenn du eine Ryzen CPU hast. Miss dein Gehäuse aus, bevor du 2.5-Zoll-Laufwerke kaufst, und denk daran: Ein NVMe-Laufwerk ist rausgeschmissenes Geld, wenn im Board aktuell eine A-series oder ein Athlon X4 steckt.
Kauftipps
- NVMe braucht eine Ryzen CPU — mit A-series/Athlon X4 ist der M.2-Anschluss nur SATA.
- 2280 ist die gängigste Länge; 2242 und 2260 passen auch.
- Prüf die Laufwerksschächte und die erlaubte Dicke deines Gehäuses, bevor du 2.5-Zoll-Laufwerke bestellst.
- Keine offizielle Kapazitätsgrenze — größere Laufwerke sollten funktionieren, prüf aber Erfahrungsberichte für dein genaues Modell.
Aktuell am günstigsten kompatibel
- Samsung PM981a 256GB M.2 2280 NVMe SSD (Lenovo FRU) 64,95 $ eBay US
- XG7 512GB M.2 2280 NVMe Gen4 SSD (Lenovo) 96,49 $ eBay US
- Kingston NV3 1TB M.2 2280 NVMe 150,00 $ eBay US
Prozessor (CPU)
Der AM4-Sockel nimmt AMD Ryzen Prozessoren der 1., 2. und 3. Generation, Ryzen mit Radeon Vega Graphics, Athlon mit Radeon Vega Graphics, A-Serie der 7. Generation und Athlon X4 — laut Handbuch bis zu 8 Kerne. Einige Kompatibilitätslisten nennen zusätzlich Ryzen 5000, aber die hier genannte Dokumentation reicht nur bis zur 3. Ryzen-Generation. Prüf also vor dem Kauf die CPU-Supportliste von Asus für den genauen Chip, den du im Sinn hast.
Die BIOS-Version ist entscheidend. Unterstützung für Ryzen 3000 kam erst durch spätere BIOS-/AGESA-Updates, und ein früher gekauftes Board kann mit zu alter Firmware ausgeliefert werden. Ein BIOS-Flashback ohne CPU ist bei diesem Board nicht bestätigt. Prüf daher zuerst das installierte BIOS — oder halte einen älteren AM4-Prozessor zum Flashen bereit. Das BIOS vor dem Wechseln zu aktualisieren, ist der sichere Weg.
Auch beim TDP ist Vorsicht geboten: Asus nennt keine maximale Prozessor-TDP für dieses Board, es ist ein 65-W-Design. Heißere 95–105-W-Modelle sind hier nicht als problemlos bestätigt. Bleib also bei der Supportliste und bevorzuge 65-W-Chips.
Zum Schluss nochmal: A320 unterstützt kein CPU-Overclocking. Wer Taktraten anpassen will, braucht einen anderen Chipsatz — Speicher-DOCP-Profile funktionieren aber weiterhin.
Kauftipps
- Prüf, ob der Chip auf der CPU-Supportliste von Asus steht — besonders bei Ryzen 3000 und allem Neueren.
- Aktualisiere das BIOS, bevor du den alten CPU entfernst; behalt den alten Chip, bis das Board startet.
- Bevorzuge 65-W-Prozessoren — Modelle mit hohem TDP sind für dieses Board nicht bestätigt.
- Kauf keinen freigeschalteten Chip in der Erwartung, ihn auf A320 übertakten zu können.
Aktuell am günstigsten kompatibel
- AMD Ryzen 5 5600G 132,98 $ eBay US
- AMD Ryzen 7 5800X3D 300,00 $ eBay US
- AMD Ryzen 7 5700X3D 350,00 $ eBay US
So rüstest du auf
Bevor du startest
- Sichere alle wichtigen Daten und notiere deine aktuelle BIOS-Version.
- Fahre den PC herunter, schalte das Netzteil aus und ziehe das Netzkabel.
- Erde dich, um statische Schäden an den Bauteilen zu vermeiden.
- Öffne das Gehäuse — die genauen Demontageschritte für dein Gehäuse und dein Board findest du in der Bedienungsanleitung.
- Baue das Teil ein, verschließe das Gehäuse und stecke das Netzkabel wieder an.
- Starte den PC und prüfe, ob BIOS/UEFI den neuen Arbeitsspeicher, das neue Laufwerk oder die CPU korrekt erkennt. Installiere oder aktualisiere anschließend bei Bedarf Treiber.
Schritte
- RAM-Upgrade
Sichere deine Daten, schalte den PC aus und zieh den Stecker, erde dich dann und öffne das Gehäuse (Details findest du in der Bedienungsanleitung). Setze beide DIMMs fest in die beiden Steckplätze, schließe das Gehäuse und prüfe im BIOS, ob Gesamtkapazität und Takt erkannt werden. Wenn du ein schnelleres Kit gekauft hast, aktiviere im BIOS das DOCP-Profil. - SSD-Upgrade
Sichere deine Daten, schalte den PC aus und zieh den Stecker, erde dich und öffne das Gehäuse. Setze das M.2-Laufwerk in den Sockel (2242/2260/2280 passen alle) oder schließe ein SATA-Laufwerk an einen der vier SATA-Ports an, dann schließt du das Gehäuse. Prüfe, ob das BIOS das Laufwerk erkennt, und stelle sicher, dass es im Modus läuft, den deine CPU unterstützt — NVMe braucht einen Ryzen-Prozessor. - CPU-Upgrade
Sichere zuerst deine Daten und notiere deine BIOS-Version. Wenn du auf einen Ryzen-3000-Chip wechselst, aktualisiere das BIOS, bevor du die alte CPU entfernst. Dann: PC aus, Stecker ziehen, erde dich, öffne das Gehäuse, tausche den Prozessor, schließe das Gehäuse und prüfe, ob das BIOS das neue Modell anzeigt und normal läuft.
Gut zu wissen
- Verschieden große Speichermodule laufen teilweise im Single-Channel-Betrieb.
- NVMe braucht eine Ryzen-CPU.
- Ryzen 3000 braucht ein neueres BIOS; bei älterer Lagerware wird zum Flashen womöglich eine ältere AM4-CPU benötigt.
- Die Bedienungsanleitung von 2017 (32 GB) und die aktuelle Spezifikationsseite (64 GB) widersprechen sich beim maximalen Speicher.
- Kein CPU-Overclocking auf A320; Prozessoren mit hohem TDP von 95–105 W sind nicht bestätigt.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel RAM fasst der Asus PRIME A320M-K?
Bis zu 64 GB (2 × 32 GB) mit einer Ryzen- oder Ryzen/Vega-APU und aktueller Firmware, oder 32 GB mit einer A-series der 7. Generation oder einem Athlon X4. Das Handbuch von 2017 nennt 32 GB als Maximum; die aktuelle Spezifikationsseite erlaubt 64 GB, prüfe also deine BIOS-Version, falls du 32-GB-Module einsetzen willst.
Unterstützt der PRIME A320M-K NVMe?
Ja, aber nur mit einer installierten Ryzen- oder Ryzen/Vega-APU. Mit einer A-series der 7. Generation oder einem Athlon X4 ist der M.2-Sockel nur SATA-fähig, und ein NVMe-Laufwerk läuft nicht mit voller Geschwindigkeit.
Welche CPUs passen in den PRIME A320M-K?
AM4-Prozessoren: Ryzen der 1.–3. Generation, Ryzen mit Radeon Vega Graphics, Athlon mit Radeon Vega Graphics, A-series der 7. Generation und Athlon X4. Einige Listen nennen auch Ryzen 5000, aber die Dokumentation hier reicht bis Ryzen der 3. Generation — prüfe zuerst die CPU-Supportliste. Beachte außerdem, dass für Ryzen 3000 ein BIOS-Update nötig ist, wenn du ein Board aus älterem Bestand hast.
Kann ich dieses Board übertakten?
Nein. Der A320-Chipsatz unterstützt kein CPU-Overclocking. DOCP-Profile für den Arbeitsspeicher funktionieren aber, sodass du schnelleres DDR4 nutzen kannst (bis zu 3200 MT/s mit passendem Kit und Ryzen-CPU).
Unterstützt es ECC-Arbeitsspeicher?
Mit Ryzen-Prozessoren wird unbuffered ECC-Arbeitsspeicher unterstützt (die Unterstützung hängt von der CPU ab). Mit A-series der 7. Generation/Athlon X4 solltest du non-ECC verwenden. Registered oder Server-Speicher funktioniert überhaupt nicht.
Wie viele SSDs und Festplatten kann ich anschließen?
Ein M.2-Laufwerk (2242/2260/2280) plus vier SATA-Laufwerke mit 6 Gb/s, dazu RAID 0/1/10. Wie viele du physisch einbauen kannst, hängt von deinem Gehäuse ab.
Offizielle Dokumente und Referenzen
- Asus PRIME A320M-K — offizielle technische Daten
Aktuelle Angaben zu Speicher, Datenspeichern und CPU-Support. - PDF Asus PRIME A320M-K — Benutzerhandbuch (PDF)
Installationsanleitung und ursprüngliche Speicherspezifikationen. - PDF Asus PRIME A320M-K — Speicher-QVL (PDF)
Validierte Speicher-Kits, hilfreich für 2933–3200 MT/s. - PDF Asus PRIME A320M-K — Bericht zu validierten Geräten (PDF)
Getestete M.2- und SATA-Laufwerke.