ASRock B450M Steel Legend Upgrade-Guide

Aktualisiert am 25. Oktober 2026 · Erstellt anhand der verifizierten Spezifikationen dieses Geräts

Das ASRock B450M Steel Legend ist ein micro-ATX-Board (24.4 x 24.4 cm) mit CPU-Sockel, vier RAM-Slots und sechs Speicheranschlüssen, also genug Platz zum Aufrüsten. Eine Warnung vor dem Einkauf: Es ist nicht dasselbe Board wie das ATX B450 Steel Legend, das zusätzliche SATA-Anschlüsse und einen zweiten M.2-Sockel hat. Prüfe, welches du hast, bevor du Teile kaufst. Unten findest du, was passt, welche Grenzen es gibt und worauf du in jeder Kategorie achten solltest.

Auf einen Blick

  • Alles RAM ist selbst austauschbar: 4 freie DDR4-DIMM-Slots
  • 2x M.2 plus 4x SATA3 für Laufwerke; nur ein M.2-Slot ist NVMe
  • CPU für den AM4-Sockel, Ryzen 2000 bis 5000, mit BIOS-Einschränkungen
4x DDR4 DIMM (Dual-Channel, bis zu 128 GB)4 × DDR4 DIMM · bis zu 128 GB gesamt · 3533 MT/s
2x M.2 (eine NVMe Gen3 x4, eine nur SATA) + 4x SATA36 × SSD M.2 2230 / M.2 2242 / M.2 2260 / M.2 2280 (NVMe / SATA)
Socket AM4, 1 Sockel, Ryzen 2000-5000 SerieAM4 · Ryzen 3000, Ryzen 5000, Ryzen 5000, Ryzen 5000, Ryzen 5000
CPU · AM44 × DIMM · DDR4bis zu 128 GB gesamt2x M.2 (eine NVMe Gen3 x4,eine nur SATA) + 4x SATA36 × SSD M.2 2230 / M.2 2242 / M.2 2260 /M.2 2280 (NVMe / SATA)
Schema der aufrüstbaren Steckplätze (nicht maßstabsgetreu). Die genauen Positionen findest du im Benutzerhandbuch.

Lebenszyklus und Support

Ein aktuelles Modell: wird neu verkauft und unterstützt.

201920202021202220232024202520262027Heute11 · Verfügbarkeit · 1. März 2019
Ausgefüllte Punkte: vom Hersteller veröffentlichte Daten. Leere Punkte: Schätzungen von Drittanbietern.
MeilensteinDatum
Verfügbarkeit
Erstmals verfügbar zum Kauf.
1. März 2019 Schätzung Documented Japanese retail availability (¥10,800 pre-tax). Planned release of 1 Mar 2019 also announced by distributor CFD販売 (https://prtimes.jp/main/html/rd/p/000000119.000032645.html); ASRock's own 25 Jan 2019 press release (https://www.asrock.com/news/index.asp?iD=4161) announces the board but gi
Quelle ↗

Nicht aufgeführte Daten wurden vom Hersteller oder einem zuverlässigen Drittanbieter nicht veröffentlicht.

Speicher (RAM)

Es gibt 4 288-Pin-DDR4-DIMM-Slots in voller Größe (keine SO-DIMMs wie im Laptop), die im Dual-Channel-Betrieb arbeiten. Nichts ist verlötet, du kannst Module also frei tauschen oder ergänzen.

Was passt: unbuffered DDR4 UDIMMs, egal ob ECC oder non-ECC. Registered oder buffered Serverspeicher passt nicht und wird nicht unterstützt. DDR-, DDR2- und DDR3-Module passen physisch nicht und können bei Gewalt die Platine beschädigen.

Kapazität: ASRocks aktuelle Produktseite nennt bis zu 128 GB mit vier 32 GB DIMMs, während die gedruckte Anleitung und Kingston beide 64 GB nennen. Die Abweichung sieht nach einer geänderten Spezifikation aus — ASRock hat 32 GB Module später validiert. Unser Tipp: 4 x 16 GB (64 GB) ist die überall sichere Konfiguration; 128 GB braucht 32 GB Module plus ein aktuelles BIOS und läuft vielleicht nicht mit voller Geschwindigkeit.

Geschwindigkeit: Mit Pinnacle Ridge CPUs sind bis zu 3533 MT/s (übertaktet) angegeben; die Obergrenze hängt von der Prozessorfamilie ab und liegt bei manchen niedriger. Wenn du alle vier Slots belegst, taktet die Platine herunter, besonders mit Dual-Rank-Modulen. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt vom Speichercontroller deiner CPU und von der Anzahl der installierten Module ab.

Einbau: Für Dual Channel brauchst du passende Paare, und ASRock empfiehlt, zuerst die Slots A2 und B2 zu belegen (der zweite und der vierte Slot ab CPU). Ein oder drei Riegel laufen nicht im Dual-Channel-Betrieb. Wenn du eine APU nutzt, wird ECC-Speicher nur mit PRO CPUs unterstützt; andernfalls sollte die ECC-Unterstützung dieser Plattform eher als 'Modul akzeptiert' gelten und nicht als volles Workstation-Feature.

Kauftipp: Kauf dir ein passendes Kit aus zwei oder vier identischen DDR4-Modulen, statt verschiedene Riegel zu mischen, und greif lieber zu Modulen mit 3200 MT/s, wenn du nicht gern feintunst — sie sind bei allen unterstützten CPUs der Sweet Spot.

Kauftipps

  • Nur passende DDR4 UDIMM-Kits — kein Registered- oder Buffered-Speicher
  • Für Dual Channel zuerst A2 und B2 belegen
  • 64 GB (4x16) sind das sichere Ziel; 128 GB braucht 32 GB Module und ein aktuelles BIOS
  • Erwarte niedrigere Geschwindigkeiten, wenn alle vier Slots belegt sind

Speicher (SSD und Festplatten)

Das Board bietet dir sechs Speicheranschlüsse: 4x SATA3 6 Gb/s Ports und 2x M.2 Sockel.

M2_1 (der obere Sockel, beschriftet Ultra M.2) ist der schnelle: NVMe PCIe Gen3 x4 (ca. 32 Gb/s) mit den meisten unterstützten CPUs, bei Athlon APUs reduziert auf Gen3 x2. Physisch passen Laufwerke in den Längen 2242, 2260 und 2280. NVMe-Boot wird unterstützt, und ASRock bietet ein U.2-Kit an, falls du ein U.2-Laufwerk per Adapter anschließen möchtest.

M2_2 ist der Sockel, den Käufer am häufigsten falsch verstehen: Er ist ausschließlich SATA. Ein NVMe-Laufwerk funktioniert darin nicht. Passend sind Laufwerke in den Längen 2230/2242/2260/2280 (die Angaben im Handbuch zur 2230-Unterstützung unterscheiden sich je nach Revision). Beachte außerdem: M2_2 teilt sich die Lanes mit SATA-Port 3 — nutzt du den einen, wird der andere deaktiviert.

Wissenswerte Grenzen: Das ist ein B450-Board, also gibt es kein PCIe Gen4 — selbst eine Gen4 SSD läuft hier nur mit Gen3-Geschwindigkeit. Die maximale Laufwerkskapazität ist nicht offiziell angegeben, aber moderne SATA- und NVMe-Laufwerke in TB-Größe funktionieren. Das Board setzt keine Einbauschacht- oder Dickenbegrenzung; die kommen von deinem Gehäuse, das außerdem micro-ATX (24.4 x 24.4 cm) sein muss.

Kauftipp: Pack deine Haupt-NVMe SSD in M2_1. Nutze M2_2 nur für ein SATA M.2-Laufwerk, und denk daran, dass du dafür einen SATA-Port verlierst. Die Beispiel-Laufwerksliste im Handbuch ist eine Validierungsliste, keine Einschränkung — jedes kompatible Laufwerk mit passendem Typ und Länge sollte funktionieren.

Kauftipps

  • NVMe-Laufwerke nur in M2_1; M2_2 ist ausschließlich SATA
  • Laufwerkslänge prüfen: 2242/2260/2280 in M2_1
  • M2_2 deaktiviert SATA-Port 3
  • Kein Gen4 — Laufwerke laufen höchstens mit Gen3 x4

Prozessor (CPU)

Die CPU sitzt im sockelbasierten AM4-Sockel (PGA) — sie ist austauschbar, nicht verlötet. Die aktuelle Unterstützungsliste von ASRock deckt Ryzen 2000, 3000, 4000 G-Series, 5000 und 5000 G-Series Desktop-Prozessoren sowie Athlon-Modelle ab. Das ältere Handbuch listet nur Support bis Ryzen 3000 — sieh daher die aktuelle Produktseite als aktuellste Referenz an. Ryzen 1000 taucht nur in dieser älteren Doku auf, der Support ist dort also unsicher.

Die große Einschränkung ist das BIOS: Ryzen 4000G, 5000 und 5000G brauchen ein neueres BIOS (AGESA 1.2.0.x oder höher). Wenn du Restposten kaufst, musst du unter Umständen erst eine unterstützte ältere CPU einbauen, um das Update aufzuspielen — es sei denn, auf der Verpackung klebt ein 'Ryzen 5000 Ready'-Sticker. Prüf das, bevor du einen neuen Prozessor kaufst.

Strom: ASRock gibt keine maximale TDP an. Das Board nutzt ein 6-Phasen-VRM-Design, und 105-W-Modelle (wie der Ryzen 9 3950X und 5950X) stehen auf der Unterstützungsliste. Betrachte 105 W als praktische Obergrenze und erwarte, dass das VRM bei 12- und 16-Kern-Chips warm läuft — guter Airflow im Gehäuse ist wichtig. Prüf vor der Bestellung immer dein exaktes CPU-Modell auf der Unterstützungsliste von ASRock für dieses Board.

Kauftipp: Läuft das Board schon, aktualisiere das BIOS auf die neueste Version, bevor du die CPU tauschst — damit entfällt ein Großteil des Kompatibilitätsrisikos in einem Schritt.

Kauftipps

  • Prüf dein exaktes CPU-Modell in der Unterstützungsliste von ASRock
  • Aktualisiere das BIOS vor dem Tausch, falls die aktuelle CPU noch funktioniert
  • Achte auf 'Ryzen 5000 Ready', wenn du ein Board für einen Ryzen-5000-Chip kaufst
  • 105 W sind die praktische VRM-Obergrenze; Kühlung ist bei großen Chips wichtig

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So rüstest du auf

Bevor du startest

  • Mach vor dem Öffnen des Gehäuses ein Backup von allem Wichtigen.
  • Fahr den Rechner herunter, schalte das Netzteil aus und zieh das Netzkabel.
  • Erd dich, um statische Schäden zu vermeiden — berühr das nackte Gehäuse oder nutz ein Erdungsband.
  • Öffne das Gehäuse und baue das Teil ein. Bei RAM gilt: Die Verriegelungshebel der DIMM-Slots schnappen zu, wenn ein Modul sitzt; bei M.2-Laufwerken muss die Schrauben-/Distanzhalter-Position zur Länge des Laufwerks passen. Für das genaue Layout und die Demontage folge dem Bedienhandbuch.
  • Schließ das Gehäuse, schließ die Stromversorgung wieder an und starte ins BIOS, um zu bestätigen, dass der neue RAM, das Laufwerk oder die CPU erkannt wird — und dass der Speicher mit der erwarteten Geschwindigkeit läuft.

Schritte

  1. Allgemeine Installationsanleitung
    1. Sichere zuerst deine Daten. 2. Fähre den PC herunter, schalte das Netzteil aus und zieh den Stromstecker. 3. Erde dich, bevor du Bauteile anfasst. 4. Öffne das Gehäuse und baue das neue Teil ein — sieh für genaue Steckplatzpositionen und Schrauben ins Handbuch. 5. Schließe alles wieder an, verbinde den Strom und starte. 6. Ruf das BIOS auf und bestätige, dass das neue Teil erkannt und korrekt läuft. Bei einem CPU-Upgrade auf einen Ryzen 4000G/5000-Serie-Chip sollte das BIOS-Update bereits vorher erfolgt sein.

Gut zu wissen

  • Das B450M Steel Legend ist nicht das ATX B450 Steel Legend — unterschiedliche SATA- und M.2-Anzahl.
  • Das RAM-Maximum wird in verschiedenen ASRock-Unterlagen unterschiedlich angegeben (64 GB vs. 128 GB).
  • Die Unterstützung für Ryzen 4000G/5000/5000G hängt davon ab, dass die BIOS-Version aktuell ist.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel RAM passt ins ASRock B450M Steel Legend?

Die aktuelle ASRock-Seite gibt 128 GB mit vier 32 GB-Modulen an, aber das Handbuch und Kingston nennen beide 64 GB. In der Praxis sind 64 GB (4 x 16 GB) die sichere Wahl; 128 GB brauchen 32 GB-Module, ein aktuelles BIOS und keine Garantie für volle Geschwindigkeit.

Unterstützt das B450M Steel Legend NVMe?

Ja — der obere M.2-Sockel (M2_1) unterstützt NVMe-Laufwerke mit PCIe Gen3 x4 bei den meisten unterstützten CPUs, und ein NVMe-Boot funktioniert. Der zweite M.2-Sockel ist nur SATA, und NVMe-Geschwindigkeiten erreichen maximal Gen3, weil B450 kein PCIe Gen4 hat.

Unterstützt es Ryzen 5000?

Ja, laut der aktuellen ASRock-Kompatibilitätsliste, zusammen mit Ryzen 2000, 3000, 4000G und 5000G. Allerdings brauchen Ryzen 4000G/5000/5000G zuerst ein BIOS-Update. Boards aus älteren Beständen brauchen möglicherweise eine ältere unterstützte CPU, um dieses Update aufzuspielen, es sei denn, die Verpackung hat einen 'Ryzen 5000 Ready'-Sticker.

Kann ich ECC-Speicher nutzen?

Unbuffered Module mit und ohne ECC werden beide als unterstützt gelistet, aber bei APU-Modellen funktioniert ECC nur mit PRO-CPUs. Registered-/gepufferter Serverspeicher wird überhaupt nicht unterstützt. Kauf dieses Board nicht, wenn du vollständige ECC-Fehlermeldungen wie bei Workstations erwartest.

Was ist der Unterschied zwischen dem B450M Steel Legend und dem B450 Steel Legend?

Das B450M Steel Legend ist das micro-ATX-Board mit 4 SATA-Anschlüssen und 2 M.2-Sockeln. Das ATX B450 Steel Legend ist ein anderes Board mit zwei zusätzlichen SATA-Anschlüssen und einem weiteren M.2-Sockel. Prüfe den Modellnamen, bevor du Teile kaufst.

Unterstützt es PCIe-Gen4-SSDs oder Grafikkarten?

Nein. Das ist ein Board mit B450-Chipsatz und es gibt keine PCIe-Gen4-Unterstützung. Gen4-Laufwerke funktionieren, laufen aber mit Gen3-Geschwindigkeit (maximal Gen3 x4 im NVMe M.2-Slot).

Offizielle Dokumente und Referenzen